
- In eigener Sache
Wir laden herzlich zu unserer ordentlichen Mitgliederversammlung unseres Bundesverbandes der…
Das trifft den Mittelstand – die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit nehmen deutlich zu. Viele Unternehmen fallen künftig nicht mehr direkt unter die CSRD-Berichtspflicht. Der Handlungsdruck bleibt – zurückzuführen auf Kunden, Banken und regulatorische Einzelanforderungen.
Ein zentraler Treiber ist die geplante EU-Richtlinie zum Stärken der Verbraucher für den grünen Wandel (EmpCo), die ab 2026 greift. Umweltaussagen sind dann nur noch zulässig, wenn sie:
klar definiert,
belastbar belegt und
nachvollziehbar überprüfbar sind.

Pauschale Aussagen ohne Datengrundlage bürgen ab dem Zeitpunkt Risiken. Parallel dazu entstehen weitere Anforderungen:
der Digitale Produktpass (DPP) mit verpflichtenden Produktdaten
steigende Kundenerwartungen an CO₂-Transparenz und -emissionen entlang der Lieferkette
zunehmender Druck zu glaubwürdigen Klimazielen
VEA-Abteilungsleiterin Nachhaltigkeit Laura Onken empfiehlt unserem Mittelstand, die aktuellen Entwicklungen ernst zu nehmen und über den Tellerrand zu schauen: „Zur Nachhaltigkeit gehört mehr als nur Reporting oder Compliance. Nachhaltigkeit steht für Zukunftssicherung. Wer steigende politische und marktseitige Anforderungen ganzheitlich statt isoliert betrachtet, schafft resiliente Geschäftsmodelle mit langfristiger strategischer Ausrichtung. Das sorgt für regulatorische Sicherheit, höhere Transparenz und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.“
Struktur statt Einzelmaßnahmen: Wie Sie jetzt vorgehen sollten
Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit systematisch aufzubauen – nicht als Einzelmaßnahme, sondern als zusammenhängendes System. Im Kern geht es dabei um drei Fragen:
Welche Themen gelten als wirklich relevant?
Welche Daten benötigen Sie?
Wie sollen Sie das Ganze steuern und kommunizieren?
Ein strukturierter Ansatz verbindet diese Ebenen:
Wesentlichkeitsanalyse durchführen: relevante Themen identifizieren
Datenbasis schaffen: z. B. CO₂-Fußabdrücke (Corporate Carbon Footprint und Product Carbon Footprint)
Steuerungangehen: Ziele und Maßnahmen ableiten
Bericht erstatten: Anforderungen adressieren und transparent kommunizieren (EmpCo-konform)
Ausblick: Wo Unternehmen ansetzen sollten
In den kommenden Beiträgen zeigen wir Ihnen auf, wie Sie diese Struktur Schritt für Schritt aufbauen können. Den Ausgangspunkt bildet die Wesentlichkeitsanalyse – sie hilft, Prioritäten zu setzen und gezielt vorzugehen.
Sie möchten mehr über unsere Dienstleistungen rund um das Thema Nachhaltigkeit erfahren? Dann wenden Sie sich an Ihre VEA-Beraterin oder Ihren VEA-Berater.