
- Effizienz
Klima, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Mitarbeitendenzufriedenheit oder fairer Wettbewerb – die…
In diesem Beitrag steht die Frage im Fokus: Wie wird Nachhaltigkeit messbar und steuerbar?
Die Antwort beginnt mit einer belastbaren Datenbasis
Ob Klimaziele, Kundenanforderungen, Lieferkettentransparenz oder neue Vorgaben zu Produktdaten und Umweltaussagen – viele Entwicklungen haben einen gemeinsamen Nenner: verlässliche Nachhaltigkeitsdaten.
Der Druck steigt aus mehreren Richtungen:
Kunden und Geschäftspartner fordern von Ihrem Unternehmen belastbare Produkt- und Emissionsdaten
Scope-3-Anforderungen erhöhen den Bedarf an Primärdaten
neue Vorgaben wie der digitale Produktpass machen Nachhaltigkeitsinformationen zunehmend zum Bestandteil Ihrer Produkte
Anforderungen an belegbare Umweltaussagen, etwa im Kontext EmpCo, machen belastbare Produkt- und Emissionsdaten zunehmend zur Voraussetzung glaubwürdiger Kommunikation
Nachhaltigkeitsdaten reifen somit zur strategischen Voraussetzung heran und dienen nicht nur als Berichtsinstrumente.
CCF und PCF als methodische Grundlage
Als zentraler Einstieg gelten CO₂-Bilanzen:
Corporate Carbon Footprint (CCF): Transparenz über Emissionen auf Unternehmensebene
Product Carbon Footprint (PCF): Transparenz über Emissionen auf Produktebene und entlang des Lebenszyklus
Sie helfen Ihnen,
Emissions-Hotspots zu erkennen
Reduktionspotentiale abzuleiten sowie
Markt- und regulatorische Anforderungen vorzubereiten
Wichtig ist nicht Perfektion zum Start, sondern ein pragmatischer Aufbau belastbarer Daten.
Warum sich das lohnt
VEA-Abteilungsleiterin Nachhaltigkeit Laura Onken hebt den pragmatischen Einstieg hervor: „Viele Unternehmen schieben den Aufbau von Nachhaltigkeitsdaten wegen der Komplexität auf. Dabei muss der Einstieg weder perfekt noch vollständig sein – entscheidend ist, anzufangen. Wer Daten aufbaut, schafft Handlungsfähigkeit. Belastbare Daten sind nicht nur Grundlage für Compliance, sondern für strategische Entscheidungen, Dekarbonisierung und letztlich die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens.“
Der digitale Produktpass: Was auf Unternehmen zukommt
Mit dem digitalen Produktpass (DPP) möchte der Gesetzgeber künftig produktbezogene Nachhaltigkeitsinformationen digital verfügbar machen, etwa zu:
CO₂-Fußabdruck und Umweltwirkungen
Materialien und Rohstoffen
Reparierbarkeit und Zirkularität
Herkunfts- und Lieferketteninformationen
Die Einführung erfolgt schrittweise. Zunächst kommt sie für ausgewählte Produktgruppen wie Batterien, Textilien oder Elektronik. Für Unternehmen bedeutet dies: Nachhaltigkeitsdaten müssen Sie künftig nicht nur intern vorlegen, sondern zunehmend auf Produktebene bereitstellen.
EmpCo: Daten als Grundlage für glaubwürdige Kommunikation
Auch neue Anforderungen an Umweltaussagen, etwa im Kontext von EmpCo, erhöhen den Druck zu belastbaren Nachweisen. Wir berichteten über EmpCo. Wer Nachhaltigkeitsleistungen kommunizieren will, muss diese künftig immer stärker mit Daten belegen können. CCF und PCF schaffen damit nicht nur Transparenz für Steuerung und Regulierung, sondern auch für glaubwürdige Marktkommunikation.
Ausblick
Im nächsten Beitrag zeigen wir Ihnen auf, wie Unternehmen auf Basis dieser Daten konkrete Ziele und Maßnahmen ableiten und wie Sie daraus eine belastbare Klimastrategie entstehen lassen.
Der VEA unterstützt Unternehmen praxisnah beim Erstellen von CCF und PCF sowie beim Vorbereiten auf kommende Anforderungen wie dem DPP oder der EmpCo – sprechen Sie uns gern an.