Verschärfung der EmpCo-Richtlinie ab 09/26: Unternehmen müssen Umweltaussagen belegen - Verbot von Greenwashing und irreführender Umweltwerbung

„CO2-neutral bis 2040“, „Emissionsfreie Fahrzeuge“ oder „Net Zero Factory“– was haben diese Begriffe gemeinsam? Es handelt sich um Umweltaussagen, die im werblichen Kontext verwendet werden. Für diese werden im September diesen Jahres strenge Regeln eingeführt. Was bislang oft als Imageaussage verstanden wurde und nur selten Gegenstand von gerichtlichen Entscheidungen war, rückt durch die Novelle des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) zunehmend in den Fokus des Wettbewerbsrechts – mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen.

Die neuen Regelungen stellen deutlich strengere Anforderungen an sogenannte „Green Claims“, also „Grüne Werbeaussagen“: Umweltaussagen müssen künftig nicht nur zutreffend, sondern auch transparent, konkret und nachweisbar sein. Pauschale oder missverständliche Aussagen können Abmahnungen, Unterlassungsansprüchen und Reputationsschäden hervorrufen. Unternehmen sind daher gut beraten, ihre Kommunikation im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt systematisch zu überprüfen, kritisch zu hinterfragen und rechtssicher zu überarbeiten. Das betrifft auch Aussagen auf Websites, in ESG-Berichten oder in der internen und externen Unternehmenskommunikation, z.B. Social Media oder Produktverpackungen.

In unserem Online-Seminar geben wir einen praxisnahen Überblick über die aktuellen und kommenden Anforderungen des UWG an Umweltaussagen. Sie erfahren, welche Aussagen künftig zulässig sind, wo typische Fallstricke liegen und wie Sie Ihre Nachhaltigkeitskommunikation rechtssicher ausgestalten können:

  • Umweltaussagen früher und heute: Urteile vor der UWG Novelle
  • Die „neue Welt“ und ihre Definitionen: Was sind Umweltaussagen im Sinne des UWG?
  • Welche Aussagen sind künftig problematisch?
  • Wie können Umweltaussagen optimiert und überarbeitet werden?
  • Exkurs: Umweltaussagen nach anderen Regelwerken: Geplante EU-Green-Claims-Regeln und Verpackungsverordnung
  • Die Folgen von Verstößen: Welche Haftungsrisiken und Sanktionen können bestehen?

Die Themen werden möglichst praxisorientiert behandelt. Dabei werden die wesentlichen Herausforderungen aufgezeigt und Entscheidungshilfen an die Hand gegeben, die Ihnen bei der praktischen Umsetzung im Unternehmen helfen werden.

Nach Bestätigung der Anmeldung erhalten Sie im Vorfeld des Online-Seminars den Teilnahme-Link (inkl. Meeting-ID) sowie weitere Informationen an die von Ihnen angegebene Mail-Adresse. Die Durchführung des Online-Seminars erfolgt über Zoom, sodass eine Teilnahme über den Browser (ohne Download o.ä.) möglich ist. 

Referentinnen:

Team Ritter Gent Collegen (RGC), Hannover