
- Effizienz
Am Mittwoch, 14. Oktober, laden die Klimaschutz-Unternehmen e. V. (KSU) zum Klimaschutztag nach…
Eindeutig gestaltet sich die Entscheidung für oder gegen eine Wärmepumpe oder eine Kältemaschine nur selten. Denn viele technologische und energetische Eigenschaften von den elektrisch betriebenen Wärme- und / oder Kältelieferanten sind komplex. Darüber hinaus können Produktionen sowie Verwaltungen diese oft nur mit viel Aufwand integrieren.
„Sie sparen mit modernen Wärmepumpen und Kältemaschinen nicht nur fossile Energieträger ein – die gegenwärtig immer teurer werden, auch weil der CO2-Preis steigen wird. Sie schaffen zusätzlich Transparenz, denn dadurch dass die Anlagen mit Strom funktionieren, können Sie Ihre Verbräuche in Echtzeit verfolgen und haben Ihre Kosten immer im Blick“, sagt VEA-Abteilungsleiter Effizienz Jens Fischer.
Was besonders für den Einsatz von Wärmepumpen spricht
Wärmepumpen machen von fossilen Energieträgern unabhängig
Wärmepumpen nutzen erneuerbare Umweltwärme
Mit einem Anteil Stromenergie lassen sich circa drei bis vier Anteile Wärmeenergie bereitstellen
Den Strompreis trifft zukünftig weniger Volatilität als fossile Energieträger
Wärmepumpen sind ein wesentlicher Faktor der Energie- und Wärmewende
Wie funktionieren diese Anlagen?
Wärme wird als molekularer Bewegungszustand der Materie bezeichnet und hört beim absoluten Nullpunkt (T= 0 K; t = -273,15 °C) auf zu existieren. Energie kann grundsätzlich nicht verschwinden, jedoch kann Wärmeenergie nach dem thermodynamischen Prinzip von einem Bereich höherer Temperatur in einen Bereich niedriger Temperatur fließen, mit dem Ziel, diesen Bereich auszugleichen und den Wärmeverlust zu kompensieren. Liegt die Zieltemperatur über dem Wert der Ausgangstemperatur, muss die Energie aufgewandt, das heißt die Wärme „gepumpt“ werden. Dieses Prinzip macht sich die Wärmepumpe zunutze, indem sie mit elektrischer Eingangsenergie den Wärmestrom einer Wärmequelle entzieht und auf höherem Temperaturniveau zusammen mit der Antriebsenergie an die Wärmesenke abgibt. Die Kältemaschine wiederum führt die vorhandene Wärmeenergie unter Einsatz verschiedener physikalischer Vorgänge an ein Kühlmedium oder die Umgebung ab.
Wärmepumpen zum effizienten Nutzen von Abwärme
Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh im Jahr sind gesetzlich dazu verpflichtet, Abwärmepotentiale im Betrieb zu identifizieren und zu melden. Wärmepumpen bieten häufig die Option, Abwärme als Wärmequelle zu verwenden, um Heiz- oder Prozesswärme/-dampf zu erzeugen. Dies kann zu einem wesentlichen Absinken des Energiebedarfs (z.B. Erdgas) und den damit verbundenen Kosten führen.
Was gilt es bei der Projektierung zu beachten?
Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe ist stark von ihren Einsatzbedingungen abhängig. Ist die Wärmequelle etwa zur gleichen Zeit verfügbar wie die Wärmesenke? Bei gleichzeitigem Wärme- und Kältebedarf hinterfragen Sie den Einsatz einer kombinierten Wärmepumpe. Denn Sie sollten wissen, dass das Auslegen und der tatsächliche Betrieb nicht zu stark voneinander abweichen dürfen. Das genaue Aufnehmen von Wärmequelle und -senke ist zwingend notwendig. Je niedriger die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Wärmesenke ist, umso wirtschaftlicher ist Ihre Wärmepumpe. Gegebenenfalls müssen Sie Heizkörper oder Wärmetauscher vergrößern. Kältemittel und deren Einsatzbedingungen müssen Sie hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit beim Planen mit einbeziehen. Vor allem weil der Gesetzgeber ab 2027 Kältemittel mit einem „Global Warming Potential“ (GWP) von mehr als 150 verbietet. Bei dem GWP-Grenzwert geht es auch darum, fluorierte Treibhausgabe zu verbieten. Sie möchten mehr über das angrenzende Thema Heizungswasser erfahren? Hierzu haben wir ein Informationsblatt veröffentlicht, dass Ihnen kostenfrei im Extranet-Archiv im Bereich „Informationen“ nachführend „Informationsblätter“ zur Verfügung steht.
Anknüpfend an das Thema bieten wir Ihnen unser Online-Seminar mit dem Titel „Effiziente und wirtschaftliche Wärme-/Kälteerzeugung im Unternehmen und passende Fördermöglichkeiten“ an. Am Donnerstag, 5. November, geht es um 13 Uhr los. Weitere Details über den dreistündigen Termin erfahren Sie hier auf unserer VEA-Homepage.
Sie gehen das Thema Wärmepumpe oder Kältemaschine aktuell in Ihrem Unternehmen an? Dann sprechen Sie gern mit Ihrer VEA-Beraterin oder Ihrem VEA-Berater, um Unterstützung für Ihr Projekt anzufragen.