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VEA spricht sich für Beibehalten der Gas-Sondernetzentgelte aus

Eine Reihe von Verbänden und Unternehmen plädierten beim BNetzA-Experten-Workshop am 15. Juli zur Neugestaltung der Gasnetz-Entgeltsystematik (SyGNE) für das Beibehalten der Sondernetzentgelte. energate berichtete darüber und unsere Kollegin sowie Hauptstadtbüroleiterin Eva Schreiner war vor Ort dabei. Die Abschaffung ist eine der wenigen Änderungen gegenüber der aktuellen Systematik, die von der zuständigen Großen Beschlusskammer (GBK) der Bundesnetzagentur (BNetzA) geplant ist. Netzbetreiber (NB) gewähren dieses Sonderentgelt mitunter, wenn Anschlussnehmer den Bau einer Direktleitung als realistische Alternative glaubhaft in Aussicht stellen. Nach Einschätzung der Behörde sinkt angesichts des kommenden Ausstiegs aus dem Gasnetz die Amortisationszeit für einen solchen Direktleitungsbau, sodass derartige Leitungen keine Alternative mehr darstellen.

Unsere Kollegin Eva Schreiner teilt diese Ansicht grundsätzlich, gab in ihrem Impulsvortrag aber zu bedenken: „Angesichts der zu erwartenden steigenden Netzentgelte bleibt der Direktleitungsbau auch bei kürzeren Nutzungsdauern attraktiv. Dies gilt vor allem für Unternehmen, bei denen aktuelle Vereinbarungen bereits im nächsten oder übernächsten Jahr auslaufen. Deshalb plädieren wir dafür, das Sondernetzentgelt beizubehalten. Wenn es in Zukunft unattraktiv wird, laufe es ehe von alleine aus.“ Der Direktleitungsbau bleibt für Unternehmen interessant, die keine schnelle Alternative zur Gasnutzung haben.