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DIHK-Energiewendebarometer – hohe Energiepreise benachteiligen Unternehmen im Wettbewerb

Die Unternehmen in Deutschland können die Transformation nur stemmen, wenn sie dadurch nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit einbüßen. Das ist ein zentrales Ergebnis des Energiewende-Barometers der IHK-Organisation 2025. Darüber hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) jetzt berichtet. An der Umfrage nahmen etwa 3.600 Unternehmen über Branchen und Regionen hinweg teil.

Die Betriebe stellen Klimaschutzmaßnahmen gegenüber dem Vorjahr zurück. 41 Prozent aller Unternehmen und sogar 63 Prozent der Industriebetriebe sehen sich durch die hohen Energiepreise vor allem gegenüber ihren internationalen Konkurrenten benachteiligt. Inzwischen schränkt mehr als jedes zweite große Industrieunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern (59 Prozent) aufgrund der hohen Energiekosten seine Produktion im Inland ein beziehungsweise plant, es zu tun. Dies ist nochmal eine Steigerung gegenüber den Vorjahren.

Die Befragten haben klare Vorstellungen dazu, was passieren muss, damit die Energiewende in den Betrieben wieder in Schwung kommt: 82 Prozent der Unternehmen fordern, dass die Politik die Steuern und Abgaben auf den Strompreis senkt. Auch bessere Rahmenbedingungen für Eigenversorgung und Direktlieferverträge (PPAs) sind für vier von fünf Unternehmen (81 Prozent) wichtig. Fast drei Viertel der Unternehmen (72 Prozent) fordern eine verlässliche Infrastruktur. Jeweils rund die Hälfte der Unternehmen befürwortet einen Rechtsrahmen für die CO2-Abscheidung und -Speicherung sowie einen breiten Zugang zu Wasserstoff.

Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit

  • auf einer Skala von minus 100 (sehr negativ) bis plus 100 (sehr positiv) beurteilen die Betriebe die Energiewende 2025 im Schnitt mit einem Wert von minus 8,3
  • jeder dritte Umfrageteilnehmer (36 Prozent) sieht die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit negativ
  • nur jeder vierte schätzt die Auswirkungen der Energiewende positiv ein
  • Industrieunternehmen verlassen schrittweise den Standort Deutschland
  • bei den Industrieunternehmen steigt die Tendenz, Deutschland verlassen zu wollen, weiter
  • größtes Hemmnis auf dem Weg zur Klimaneutralität ist ausufernde Bürokratie, gefolgt von unzureichenden Informationen und fehlender Planungssicherheit
  • lange Genehmigungsverfahren sowie fehlende Infrastruktur bremsen Klimaneutralität zusätzlich

Die Mehrheit der Betriebe steht grundsätzlich zu dem Ziel, klimaneutral zu werden. So setzen sich 89 Prozent der Unternehmen und damit die ganz überwiegende Mehrheit ein eigenes Ziel in Bezug auf die Klimaneutralität bis spätestens 2045. Viele von ihnen wollen sogar früher klimaneutral werden: 43 Prozent der Betriebe planen dies schon bis zum Jahr 2040, 26 Prozent sogar bis zum Jahr 2030. 6 Prozent der Teilnehmer gaben an, bereits klimaneutral zu sein.

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