Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

06.01.2021 | Preise für Industriestrom leicht gesunken

Laut aktuellem VEA-Preisvergleich ist der durchschnittliche Preis für Industrie­strom im Vergleich zu Januar 2020 um 5,3 Prozent gefallen. Die Ursache für die sinkenden Preise ist die Preisentwicklung im Großhandel. So sind im Frühjahr 2020 aufgrund der durch die Pandemie bedingten geringen Nachfrage die Preise enorm gefallen. Im Durchschnitt liegt der Strompreis nun bei 16,21 Ct/kWh. Netzentgelte und Umlagen sind dabei nahezu unverändert geblieben.

Gute Zeiten für Industriestromkunden: Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 bleiben die Strompreise trotz leichtem Anstieg zum Jahreswechsel niedrig. „Die nachlassende Konjunktur zu Beginn des Jahres sowie der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Strom deutlich reduziert. Das sorgt auch für günstigere Großhandelspreise“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Im Ost-West-Vergleich schneiden die neuen Bundesländer schlechter ab, wobei die Preisunterschiede nicht unerheblich ausfallen. So zahlen Industriestromkunden in den neuen Bundesländern durchschnittlich 16,63 Ct/kWh und damit 0,52 Ct/kWh bzw. 3,2 Prozent mehr als in den alten Bundesländern, dort liegt der Schnitt bei 16,11 Ct/kWh.

Der VEA-Preisvergleich zeigt: Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Netzanbieter beträgt rund 27 Prozent bzw. 3,83 Ct/kWh. Teuerster Anbieter ist auch weiterhin die Schleswig-Holstein Netz mit 18,16 Ct/kWh, den günstigsten Strom erhalten wiederholt die Kunden der Stadtwerke Kiel Netz mit 14,32 Ct/kW. Die größte prozentuale Preissenkung um 9,5 Prozent lässt sich bei der Main-Donau Netzgesellschaft mit Sitz in Nürnberg feststellen, gefolgt von der Westfalen Weser Netz mit Sitz in Hameln mit einer Reduzierung um 8,5 Prozent. Am geringsten fielen die Preisanpassungen mit lediglich 2,1 Prozent bei der Wemag mit Sitz in Schwerin und bei der energis Netzgesellschaft mit Sitz in Saarbrücken mit 2,2 Prozent aus.

„Die Wechselbereitschaft der Stromkunden ist in den letzten Jahren zwar stetig gestiegen, jedoch ziehen viele Kunden erst bei erheblichen Preisunterschieden einen Versorgerwechsel in Betracht“, merkt Dr. Volker Stuke an. „Nicht zuletzt ist die Komplexität des liberalisierten Strommarktes ein Grund dafür. Denn ein umfassender Marktüberblick und eine objektive und kompetente Bewertung vorliegender Angebote ist stets mit einem immensen Aufwand verbunden“, gibt er zu bedenken. „Um die Möglichkeiten des Marktes voll auszuschöpfen, unterstützt der VEA Mitglieder und Kunden mit Know-how und langjähriger Marktkenntnis und bietet professionelle Beratung sowie Hilfe bei der Ausschreibung des Strombedarfs an.“ Unter anderem können Sondervertragskunden über den Marktplatz www.vea-online.de die für sie optimalen Verträge abschließen und so Energiekosten senken.

Der halbjährlich erscheinende VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Die genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die Netznutzung, Strom­beschaffung, Umlagen (EEG-, KWKG-, § 19-StromNEV-, Offshore- und Abschaltbare-Lasten-Umlage) sowie Konzessionsabgaben und Lieferantenmargen. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

Über den VEA

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, bei Fragen zu Steuern und Umlagen sowie zu Energieeffizienz und Managementsystemen.

18.12.2020 | MITTELSTAND FÜRCHTET „BEDROHLICHE MEHRBELASTUNG“

International einheitlicher Preis für CO2 gefordert

Hannover. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat in seiner gestrigen digitalen Mitgliederversammlung scharfe Kritik an der bevorstehenden CO2-Bepreisung geübt.

Angesichts der pandemiebedingten Herausforderungen der Wirtschaft sprach der alte und neue Vorstandsvorsitzende August Wagner in seiner Rede von einer „bedrohlichen Mehrbelastung“ gerade für Unternehmen aus dem energieintensiven Mittelstand, die nicht zu akzeptieren seien. „Umso energieintensiver die Branche ist, desto mehr leidet sie hierunter“, so Wagner.

Hintergrund der Kritik ist die Einführung eines CO2-Preises im Rahmen des ab dem 1. Januar 2021 geltenden Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Damit werden für fossile Brennstoffe wie Erdgas und Diesel ab dem nächsten Jahr beginnend mit einem Preis von 25 Euro je Tonne CO2 zu zahlen sein.

Die damit von der Bundesregierung angestrebte Lenkungspolitik „schlage völlig fehl“, prophezeite der VEA-Vorsitzende. Auch an den von der Politik nachträglich eingeführten Ausnahmen für betroffene Branchen lässt der Geschäftsführer eines bayerischen Textilveredelungsunternehmens kein gutes Haar. Diese seien „willkürlich“ festgelegt worden und schlicht „ungerecht“.

Um nicht falsch verstanden zu werden, stellte Wagner im Hinblick auf den Klimaschutz klar: „Wir sehen sehr wohl die Notwendigkeit einer Umweltpolitik, die geeignet ist, den Klimawandel deutlich zu reduzieren, damit wir den Ast, auf dem wir alle sitzen, nicht selbst absägen.“ Auch der Mittelstand sei sich hierbei seiner Verantwortung, die er für die Umwelt und nachfolgende Generationen trage, sehr wohl bewusst. Eine Leugnung des Klimawandels liege dem VEA deshalb mehr als fern, machte der Vorsitzende deutlich. „Der VEA und seine Mitglieder tun ihr Möglichstes, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen“. „Gleichzeitig aber“, warnte Wagner, „muss die Energiewende für uns Unternehmer auch wirtschaftlich umsetzbar sein“, da sie sonst Gefahr laufe, an ihren eigenen Ansprüchen zu scheitern.

Zum Thema Carbon Leakage, also der Verlagerung von Produktionsstandorten und somit der Emissionen ins Ausland, kritisierte Wagner entschieden: „Gleichgültig, wo auf der Erde CO2 produziert wird, hat es global denselben negativen Effekt auf das Klima. Es kann deshalb nicht zielführend sein, wenn aufgrund sehr hoher nationaler Energiepreise deutsche Unternehmen entweder gezwungen sind, ihre Produktionsstätten – sofern dies überhaupt möglich ist – in andere Länder mit weit geringeren Energiepreisen zu verlagern. Ebenso wenig nützt es der Sache, wenn Unternehmen aufgrund der äußerst hohen Energiepreise hierzulande in Konkurs gehen und ihre Marktanteile dann von Unternehmen übernommen werden, die in Ländern mit weit geringeren Auflagen produzieren.“

Die Vorstellung, höhere Preise, hervorgerufen durch das BEHG, einfach an den Kunden weiterzugeben, bezeichnet Wagner als „geradezu naiv“. Der harte internationale Wettbewerb lasse dieses schließlich gar nicht zu. „Die Kosten bleiben bei den Unternehmen vollumfänglich hängen.“ Und eben das sei das existenziell Gefährdende für viele Unternehmen.

Der erneut im Amt bestätigte Vorstandsvorsitzende des rund 4.500 Mitglieder starken Mittelstandsverbandes hoffe zwar auf alternative grüne Technologien, wisse aber von Mitgliedern: „Wasserstoff ist, sofern er denn überhaupt nutzbar wäre, in absehbarer Zeit nicht erschwinglich.“ Die anfallenden Kosten würden teilweise sogar den kompletten Unternehmensumsatz übersteigen. Wagners Plädoyer: „CO2 muss international das gleiche kosten. Nur dann können sich deutsche Unternehmen gegenüber der weltweiten Konkurrenz behaupten, die von einer vergleichbaren Mehrbelastung bislang noch weit entfernt ist.“

19.10.2020 | CO2 hat seinen Preis: Kommendes Emissions-Handelsgesetz lässt Erdgaspreis um 19,3 Prozent steigen

Nachdem sich der Gaspreis im 1. Quartal 2020 im Sinkflug befand, mussten sich die mittelständischen Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten wieder mit einem deutlichen Anstieg des Erdgaspreises arrangieren, wie aus dem aktuellen Erdgaspreisvergleich des VEA hervorgeht. Der Gaspreis für Industriekunden stieg laut VEA-Vergleich um 19,3 Prozent auf einen aktuellen Durchschnitt von 2,29 Ct/kWh im Vergleich zum April an. Damit erreicht er nahezu das Niveau vom Oktober 2019, das bei durchschnittlich 2,45 Ct/kWh lag.

Die Liste der Gründe für den Aufwärtstrend beim Gaspreis ist lang: „Im Januar 2021 tritt das Brennstoffemissionshandelsgesetz in Kraft und wird für nahezu alle Gaskunden den Bezug von Erdgas deutlich verteuern“, sagt der Hauptgeschäftsführer des VEA, Volker Stuke. „Vor diesem Hintergrund ist im aktuellen Preisvergleich bereits ein Anteil von 0,45 Ct/kWh ab Januar 2021 berücksichtigt. Das entspricht 25 € pro Tonne CO2“, so Stuke weiter. Neben der sich ändernden Gesetzeslage liegt eine weitere wesentliche Ursache für den deutlichen Preisanstieg in den gestiegenen Großhandelspreisen. Auch die seit Anfang 2020 gestiegenen Netzentgelte haben ihren Teil zur aktuellen Entwicklung beigetragen.  Künftig könnte die steigende Nachfrage nach Erdgas diesen Trend mittelfristig sogar noch verstärken. Denn sowohl die nach den Corona-bedingten Lockdowns wieder an Fahrt gewinnende Konjunktur als auch die aktuell sinkenden Temperaturen sorgen für einen steigenden Erdgasbedarf.

„Da die Preiserhöhungen wesentlich den Belastungen aus dem neuen BEHG geschuldet sind, sind die Preise überall gestiegen“, konstatiert Stuke. Trotzdem bleiben die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzgebieten weiterhin groß, wie der aktuelle Preisvergleich zeigt. So zahlen die mittelständischen Industriekunden in den zehn teuersten Netzgebieten im Durchschnitt 2,43 Ct/kWh, wohingegen der Durchschnittspreis in den zehn günstigsten Netzgebieten bei 2,16 Ct/kWh liegt, was einem Unterschied von 12,3 Prozent entspricht. Dabei verzeichnete Dortmund Netz mit einem Plus von 20,9 Prozent die größte Preissteigerung. Der geringste Anstieg lag hingegen mit 16,9 Prozent bei Stadtwerke Kiel Netz.

Unter den zehn günstigsten Netzgebieten finden sich an erster Stelle aktuell Dortmunder Netz mit 2,13 Ct/kWh, gefolgt von Stadtwerke Rostock und wesernetz Bremen. Die Tabelle der zehn teuersten Gebiete führt derzeit Stadtwerke Netz Kiel mit 2,54 Ct/kWh an. Dahinter liegen die Netze BW mit Sitz in Stuttgart und Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn.

„Die zum Teil erheblichen preislichen Unterschiede zwischen einzelnen Lieferanten und die Dynamik des Marktes stellen die Unternehmen nicht selten vor Herausforderungen“, sagt Stuke. „Wenn überhaupt ist es oft nur mit erheblichem Aufwand möglich, sich einen Überblick über den sich stetig verändernden Markt zu verschaffen“, fährt er fort und erklärt weiter: „Um die Vielzahl der existierenden Angebote kompetent und objektiv vergleichen zu können, müssen nicht nur der Preis, sondern auch andere Faktoren in Betracht gezogen werden. Wir reden hier neben den Vertragslaufzeiten und der Bonität des potenziellen Versorgers auch von der Flexibilität hinsichtlich der jährlich abzunehmenden Gasmengen oder von der Sanktionierung des Überschreitens der festgelegten maximalen Stundenmengen.“ Der VEA kann hier auf langjährige Erfahrung und fundierte Marktkenntnisse zurückgreifen und bietet Unternehmen nicht nur eine professionelle Beratung, sondern auch die Möglichkeit, den VEA-eigenen Marktplatz VEA-Online zu nutzen. Sondervertragskunden können sich darüber auf den entsprechenden Bedarf zugeschnittene Angebote einholen und so einen optimalen Vertrag finden.

Grundlage für die im aktuellen VEA-Preisvergleich genannten Preise sind im 2. Quartal 2020 abgeschlossene Vollversorgungs–verträge mit einer zwölfmonatigen Laufzeit ab dem 1. Oktober 2020. Bis auf die Kosten für die Erdgas- und die Mehrwertsteuer sind alle anfallenden Kosten in diesem Preisvergleich berücksichtigt worden. Der Erdgaspreisvergleich erscheint halbjährlich und untersucht mit 50 Netzgebieten einen erheblichen Teil des deutschen Gasnetzes.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellt Ihnen der VEA gern auf Anfrage zur Verfügung.

Über den VEA

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, bei Fragen zu Steuern und Umlagen sowie zu Energieeffizienz und -managementsystemen.

09.10.2020 | BNetzA veröffentlicht den endgültigen Leitfaden zu Messen und Schätzen

Im Leitfaden zum Messen und Schätzen geht es um die Anwendung der gesetzlichen Vorgaben zur Erfassung und Abgrenzung von Strommengen für die Abwicklung der EEG-Umlagepflichten.

Messen und Schätzen zur Abwicklung der EEG-Umlagepflichten

Die Abgrenzung ist erforderlich, um die EEG-Umlage abrechnen und Umlageprivilegien in Anspruch nehmen zu können. Denn ohne Abgrenzung kann der Umlageschuldner nicht darlegen, für welche Strommengen er nur eine verringerte oder sogar gar keine EEG-Umlage zahlen muss. Vor der Einführung der Regelungen zum Messen und Schätzen in das EEG 2017 konnte diese Abgrenzung nur mittels geeichter Stromzähler erfolgen.

Die §§ 62a und 62b EEG 2017 stellen nunmehr klar, dass grundsätzlich eine messtechnische Abgrenzung erforderlich ist. Zugleich ermöglichen sie zahlreiche Vereinfachungen und Ausnahmen, die eine praxistaugliche Abwicklung erleichtern. Die EEG-Bestimmungen zum Messen und Schätzen finden teilweise entsprechende Anwendung, soweit in anderen Gesetzen (EnWG, KWKG und StromNEV) auf sie verwiesen wird.

Im Markt bestanden teilweise erhebliche Unsicherheiten, wie die gesetzlichen Vorgaben und Vereinfachungen in der praktischen Umsetzung zu verstehen sind. Dies hat zu zahlreichen Anfragen bei der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde über den EEG-Ausgleichsmechanismus geführt. Die Bundesnetzagentur hat die im Dialog mit Unternehmen und Verbänden dargelegten Wünsche nach Klarstellung und praktischen Beispielen aufgegriffen und deshalb den Leitfaden gegenüber der Konsultationsfassung vom Juli 2019 deutlich ausgeweitet. Die Bundesnetzagentur hofft auf diese Weise, einen Großteil der Konsultation unterbreiteten Fragen beantwortet und Missverständnisse und Unklarheiten ausgeräumt zu haben.

Ziele und Inhalte des Leitfadens

Mit dem Leitfaden legt die Bundesnetzagentur ihr Grundverständnis zu den Regelungen zum Messen und Schätzen dar. Er dient den betroffenen Bürgern und Unternehmen als Orientierungshilfe, um eine praxistaugliche und einheitliche Anwendungspraxis zu fördern und die bestehenden Rechtsunsicherheiten zu mindern.              

Die gesetzlichen Regelungen werden anhand von 21 Vereinfachungen konkretisiert und deren Anwendung anhand von 27 Beispielen veranschaulicht.

Der Leitfaden gliedert sich in fünf Abschnitte, die mit Erläuterungen, Skizzen Abbildungen und Tabellen die praktische Anwendung der Regelungen erleichtern sollen. Dabei werden insbesondere Vereinfachungen aufgezeigt, anhand derer die Installation von möglicherweise komplexen und teuren Messinfrastrukturen vermieden oder zumindest reduziert werden kann.

Die zahlreichen Vereinfachungen stellen ein Spektrum an Möglichkeiten dar, aus denen die Unternehmen passende Lösungen für ihr spezifisches Problem auswählen können.

Hier finden Sie den Leitfaden:

Leitfaden zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten 

 

 

 

29.09.2020 | Gemeinsam Energieeffizienz steigern: Mitteldeutsche Unternehmen schließen sich zu Netzwerk zusammen

Zehn mittelständische Unternehmen gründeten heute das REGIonale Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) Mitteldeutschland mit dem Ziel in den kommenden vier Jahren ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren. Unterstützt wird das Vorhaben durch den VEA als Netzwerkträger. Gemeinsam werden konkrete Einsparmaßnahmen ermittelt und umgesetzt, sodass die Unternehmen dauerhaft von sinkenden Energieausgaben profitieren.

Zur Gründungsveranstaltung des REGINEE Mitteldeutschland lud heute die MERCER Zellstoff Stendal GmbH nach Arneburg ein. Das Unternehmen ermöglichte den REGINEE-Teilnehmern mit einem Betriebsrundgang Einblicke in die Herstellung von Zellstoff und die Erzeugung von Bioenergie aus Holz. „Der Blick über den Tellerrand hinaus gibt neue Impulse, wo auch im eigenen Unternehmen noch Energie eingespart werden kann“, stellt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA, heraus. „Die REGINEE-Geschichte zeigt außerdem, dass die eigene Energieeffizienz im Austausch mit anderen Unternehmen fast doppelt so schnell wie allein gesteigert wird. Wir freuen uns daher sehr, dass wir heute unser 24. REGINEE gründen konnten“, fährt er fort.

Neben der Vorstellung der REGINEE-Teilnehmer wurde die künftige Zusammenarbeit besprochen. Fachlich ergänzt wurde das Programm durch Vorträge des VEA, der über aktuelle Entwicklungen am Energiemarkt berichtete und die Revision der ISO 50001 näher beleuchtete.

Die teilnehmenden Unternehmen des REGINEE Mitteldeutschland gehören vor allem der verarbeitenden Industrie an oder sind in der Lebensmittelproduktion tätig. Alle Unternehmen eint der hohe Energiebedarf und der Wunsch energieeffizienter zu produzieren.

Diese Unternehmen sind im REGINEE Mitteldeutschland  vernetzt:
•    Aryzta Food Solutions GmbH, Lutherstadt Eisleben
•    Borealis Agrolinz Melamine Deutschland GmbH, Lutherstadt Wittenberg
•    MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen
•    Friweika eG, Remse
•    ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen
•    MERCER Zellstoff Stendal GmbH, Arneburg
•    PWC GmbH, Eilenburg
•    URSA Deutschland GmbH, Leipzig
•    Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH, Rosenthal am Rennsteig
•    Agrarfrost GmbH & Co. KG, Oschersleben

Bundesweit betreut der VEA derzeit 17 aktive Energieeffizienz-netzwerke, weitere REGINEE befinden sich in der Gründungsphase. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, Teil der erfolgreichen REGINEE-Arbeit zu werden und können sich über www.reginee.de informieren.

Über den VEA  

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.

17.09.2020 | Einsparungsziel klar übertroffen: REGINEE Stuttgart schließt seine Arbeit erfolgreich ab

Auf der heutigen Abschlussveranstaltung konnte das REGINEE Stuttgart (REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz) seine Arbeit nach vier Jahren Netzwerklaufzeit erfolgreich abschließen. Die 10 teilnehmenden Unternehmen sparten insgesamt knapp 4,1 GWh Energie ein und vermieden dadurch den Ausstoß von 2.149 Tonnen CO2. Der VEA unterstützte und förderte als Netzwerkträger die Arbeit der Unternehmen.

Mit dem Ziel, den Energiebedarf um rund 3,5 GWh sowie die CO2-Emissionen um 1.977 t zu senken, startete das REGINEE Stuttgart im Juni 2016 seine gemeinsame Arbeit. Heute kann das Netzwerk eine positive Bilanz ziehen: Durch die Umsetzung von 38 Maßnahmen zur Energieeinsparung konnte das gesetzte Ziel klar übertroffen werden. Ein Schwerpunkt des REGINEE Stuttgart lag im Bereich Beleuchtung. Hier konnten u.a. durch die Umrüstung auf LED-Technik rund 1,43 GWh eingespart werden. Auch der Bereich Heizwärme und Warmwasser bot mit 538.950 kWh und 207,3 t CO2 großes Einsparungspotenzial.

VEA-Geschäftsführer Christian Otto freut sich über das gute Ergebnis: „Für mittelständische Unternehmen wird es für die eigene Energiebilanz und als Beitrag zum Klimaschutz immer wichtiger, Potenziale zu erkennen, um Energie einzusparen. Durch die Teilnahme am REGINEE Stuttgart haben die Unternehmen einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung gemacht und einen beachtlichen Erfolg erzielt.“
Im REGINEE Stuttgart arbeiteten Unternehmen aus verschiedenen Branchen an aktuellen energetischen Herausforderungen zusammen. Neben metallverarbeitenden Betrieben waren auch ein Krankenhaus, ein Mischfutterhersteller und eine Baumschule vertreten. „Die Arbeit im REGINEE lebt durch den Austausch der Teilnehmer untereinander, da dieser neue Impulse für den eigenen Geschäftsbetrieb geben kann. Die VEA-Berater ermöglichen darüber hinaus einen Blick von außen, decken Einsparungspotenziale auf und informieren mit Fachvorträgen über Entwicklungen im Energiebereich, wie etwa rechtliche Rahmenbedingungen oder die ISO 50001“, so Christian Otto.

Das REGINEE Stuttgart ist bereits das achte erfolgreich abgeschlossene REGINEE. Bundesweit betreut der VEA derzeit 16 Effizienznetzwerke. Weitere Informationen finden Sie unter www.reginee.de.

Diese Unternehmen waren Teil des REGINEE Stuttgart:
•    alutec metal innovations GmbH & Co. KG, Sternenfels
•    beweka Kraftfutterwerk GmbH, Heilbronn
•    Die Filderklinik, Filderstadt
•    Henkel GmbH, Stuttgart
•    Hinz GmbH, Güglingen
•    Hoffmann + Krippner GmbH, Buchen
•    Metalltechnik Schmidt GmbH & Co. KG, Filderstadt
•    Selecta Klemm GmbH & Co. KG, Stuttgart
•    Universitätsmedizin Mannheim, Mannheim
•    Xerium (Andritz (Huyck.Wangner Germany GmbH)), Reutlingen

Über den VEA  

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.

16.09.2020 | Erneuter Einsatz für mehr Energieeffizienz: Effizienznetzwerk Osnabrück+ gegründet

Neun Unternehmen haben gestern das REGIonale Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) gegründet. Ziel der Unternehmen ist es, ihre Energieverbräuche und somit die CO2-Emissionen erkennbar zu senken und voneinander zu lernen. Mit Unterstützung des VEA und der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim werden in den nächsten vier Jahren konkrete Einsparmaßnahmen ermittelt und umgesetzt. Die Unternehmen profitieren so auch von dauerhaft sinkenden Energieausgaben.

Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standort-entwicklung, Innovation und Umwelt, und Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, sind erfreut über die Gründung: „Die Steigerung der Energieeffizienz bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Effizienznetzwerk seine Arbeit aufnimmt. Damit leisten die Unternehmen einen engagierten Beitrag zum Klimaschutz und zeigen, dass sie davei voneinander profitieren wollen.“ Bereits im Vorgängernetzwerk konnten zusammen mit dem REGINEE Osnabrück 50 GWh Energie eingespart werden. „Wir wollen daran anknüpfen und noch weitere Einspar¬potenziale aufdecken“, fahren die beiden fort. Das Netzwerk ist für weitere Mitglieder offen.

Zum Auftakttreffen des REGINEE Osnabrück+ lud gestern die Argelith Bodenkeramik H. Bitter GmbH nach Bad Essen ein. Neben einem Betriebsrundgang und dem Blick hinter die Kulissen des Fliesenherstellers wurden die Netzwerkteilnehmer unter anderem über aktuelle Entwicklungen auf dem Energiemarkt sowie im regulatorischen Umfeld informiert. Ein weiterer Fachvortrag erfolgte auf Wunsch der Teilnehmer zum Thema CO2-Neutralität und Dekarbonisierung, da dies für die Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die REGINEE-Teilnehmer kommen aus verschiedenen Branchen und sind u.a. in der Herstellung von Verpackungsmitteln, Federkernmatratzen, Fliesen oder der Getreideverarbeitung tätig. Fünf der Teilnehmer waren schon im REGINEE Osnabrück aktiv.

Die bundesweite Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unterstützt Unternehmen dabei, sich in Netzwerken zum Thema Energieeffizienz auszutauschen und dabei eigenverantwortlich Einsparziele festzulegen. Ziel der Initiative ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Initiatoren der Initiative sind die Bundesregierung sowie mehr als 20 Verbände und Organisationen der Wirtschaft, darunter auch der VEA sowie die IHK-Organisation. Die Geschäftsstelle der Initiative wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geleitet. Jährlich erfolgt ein Monitoringbericht über die Summe der innerhalb der Netzwerke erzielten Einsparungen.

Über die IHK

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim ist die Selbstverwaltung der Wirtschaft aus der Region Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Es handelt sich dabei um rund 60.000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die IHK vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Verwaltung und leistet viele öffentliche Aufgaben. Das funktioniert nur durch das ehrenamtliche Engagement von regionalen Unternehmern.

Über den VEA  

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.


11.09.2020 | REGINEE Emsland+: Unternehmen aus dem Emsland gründen erneut Energieeffizienznetzwerk

Neun Unternehmen haben gestern das REGIonale Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) gegründet. Ziel der Unternehmen ist es, ihre Energieverbräuche und somit die CO2-Emissionen erkennbar zu senken und voneinander zu lernen. Mit Unterstützung des VEA und der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim werden in den nächsten vier Jahren konkrete Einsparmaßnahmen ermittelt und umgesetzt. Die Unternehmen profitieren so auch dauerhaft von sinkenden Energieausgaben.

Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standort-entwicklung, Innovation und Umwelt, und Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, sind erfreut über die Gründung: „Die Steigerung der Energieeffizienz bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Effizienznetzwerk seine Arbeit aufnimmt. Damit leisten die Unternehmen einen engagierten Beitrag zum Klimaschutz und zeigen, dass sie dabei voneinander profitieren wollen.“ Bereits im Vorgängernetzwerk konnten zusammen mit dem REGINEE Osnabrück 50 GWh Energie eingespart werden. „Wir wollen daran anknüpfen und noch weitere Einspar¬potenziale aufdecken“, fahren die beiden fort. Das Netzwerk ist für weitere Mitglieder offen.

Themenschwerpunkt der Auftaktveranstaltung war auf Wunsch der Teilnehmer die Revision (2018) der ISO 50.001, deren Umsetzung bereits in vollem Gange ist.

Die teilnehmenden Unternehmen gehören alle der Lebensmittelbranche an. Sie stellen u. a. Produkte aus Kartoffeln, Fleisch oder Eiern her, produzieren Gewürze, Gebäck, verarbeiten tierische Fette und Proteine oder bieten Essensverpflegung für Einrichtungen an. Gemeinsam ist ihnen ein hoher Energiebedarf, denn viele Prozesse, wie etwa das Trocknen oder stetige Erhitzen von Lebensmitteln, treiben den Energieverbrauch und somit auch die Kosten dafür in die Höhe. Die REGINEE-Teilnehmer sind durch ihre Branchenzugehörigkeit mit vergleichbaren energetischen Herausforderungen konfrontiert. Für sieben der neun Teilnehmer ist es bereits die zweite Teilnahme am Energieeffizienznetzwerk.

Die bundesweite Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unterstützt Unternehmen dabei, sich in Netzwerken zum Thema Energieeffizienz auszutauschen und dabei eigenverantwortlich Einsparziele festzulegen. Ziel der Initiative ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Initiatoren der Initiative sind die Bundesregierung sowie mehr als 20 Verbände und Organisationen der Wirtschaft, darunter auch der VEA sowie die IHK-Organisation. Die Geschäftsstelle der Initiative wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geleitet. Jährlich erfolgt ein Monitoringbericht über die Summe der innerhalb der Netzwerke erzielten Einsparungen.  

Über die IHK

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim ist die Selbstverwaltung der Wirtschaft aus der Region Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Es handelt sich dabei um rund 60.000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die IHK vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Verwaltung und leistet viele öffentliche Aufgaben. Das funktioniert nur durch das ehrenamtliche Engagement von regionalen Unternehmern.

Über den VEA

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.

27.07.2020 | Sinkende Preise: Industriestrom wird seit 2016 erstmals günstiger

Der durchschnittliche Preis für Industrie­strom ist im Vergleich zu Juli 2019 trotz gestiegener Netzentgelte und Umlagen um 4,9 Prozent gesunken, so der aktuelle VEA-Preisvergleich. Grund für die Preissenkung ist die Entwicklung der Großhandelspreise, die wegen des Konjunktur­rückgangs und der Corona-Pandemie deutlich gefallen sind.

Energieintensive Unternehmen können sich freuen: Die Strompreise sind seit 2016 erstmalig gesunken. Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, erklärt: "Die nachlassende Konjunktur zu Beginn des Jahres sowie der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Strom deutlich reduziert. Günstigere Großhandelspreise sind die Folge."

In den alten Bundesländern zahlen Stromkunden nun durchschnittlich 15,76 Ct/kWh, in den neuen Bundesländern liegt der Preis im Mittel bei 16,09 Ct/kWh und somit um 2,1 Prozent bzw. 0,33 Ct/kWh höher. "Die Preisunterschiede für Strom zwischen Ost und West haben im Verlauf der letzten Jahre abgenommen, sind aber nach wie vor vorhanden", so Dr. Stuke.

Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Netzanbieter beträgt laut aktuellem Preisvergleich über 26 Prozent bzw. 3,77 Ct/kWh. Teuerster Anbieter ist die Schleswig-Holstein Netz mit 17,94 Ct/kWh, den günstigsten Strom erhalten Kunden der Stadtwerke Kiel Netz mit 14,17 Ct/kW. Auch der größte Preisnachlass um 8,7 Prozent ist bei den Stadtwerken Kiel Netz feststellbar - gleichauf mit den Stadtwerken Rostock. Die geringsten Preissenkungen erfolgten bei der energis Netz­gesellschaft aus Saarbrücken um lediglich 1,9 Prozent und bei der Enervie Vernetzt mit Sitz in Hagen um 2,9 Prozent.

"Die Wechselbereitschaft der Stromkunden ist in den letzten Jahren zwar ständig gestiegen, aber noch immer sind einige nur bei beachtlichen Preisunterschieden zu einem Versorgerwechsel bereit", merkt Dr. Stuke an. "Ein Grund ist sicherlich die Komplexität des liberalisierten Strommarkts. Denn nur mit großem Aufwand gelingt es, sich einen umfassenden Marktüberblick zu verschaffen", gibt er zu bedenken. "Damit jedoch kein Potenzial verschenkt wird, unterstützt der VEA hier mit seiner Marktkenntnis und bietet professionelle Beratung sowie Hilfe bei der Ausschreibung des Strombedarfs über den Marktplatz www.vea-online.de an. Gerade jetzt, wo die Preise gesunken sind, ist der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden", fügt er hinzu.

Der halbjährlich erscheinende VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Die genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die Netznutzung, Strom­beschaffung, Umlagen (EEG-, KWKG-, § 19-StromNEV-, Offshore- und Abschaltbare-Lasten-Umlage) sowie Konzessions-abgaben und Lieferantenmargen. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

20.07.2020 | Kosteneinsparung bei Netzentgelten - VEA unterstützt Ostrauer Kalkwerke

Die Ostrauer Kalkwerke GmbH in Sachsen entschied sich 2014, eine atypische Netznutzung einzuführen, um Netzentgeltkosten einzusparen. Vor dem Hintergrund einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit war schnell klar, dass das Unternehmen dabei auf die Expertise des VEA setzen würde.

Im eigenen Tagebau gewinnt die Ostrauer Kalkwerke GmbH Kalkstein, den sie zu Produkten für die Landwirt­schaft, für den Straßen- und Wegebau sowie für den Garten- und Landschaftsbau weiterverarbeitet. Die Ver­arbeitung insbesondere das Mahlen des Kalksteins ist mit einem hohen Energiebedarf verbunden. „Als energie­intensives Unternehmen ist unser unternehmerischer Erfolg natürlich auch von einer energieeffizienten Ar­beitsweise und einer kostensparenden Energiebeschaf­fung abhängig“, erklärt Ulrich Dürasch, Geschäftsführer der Ostrauer Kalkwerke GmbH. „Der VEA unterstützt uns hier schon seit vielen Jahren zum Beispiel bei unserem Energiemanagement, bei der Energiesteuerrückerstat­tung oder bei der Gas- und Strombeschaffung. Somit war er auch unser erster Ansprechpartner für die Einführung einer atypischen Netznutzung.“

Verpflichtet sich ein Unternehmen gegenüber den Netz­betreibern, in Hochlastzeiten seine Leistungsspitze deut­lich zu reduzieren, können ein individuelles Netzentgelt vereinbart und damit Kosten eingespart werden. Die verschiedenen Produkte der Ostrauer Kalkwerke GmbH unterscheiden sich zum Teil erheblich bezüglich des Strombedarfs bei ihrer Herstellung. Das versetzt das Unternehmen in die Lage, stromintensive Produktions­prozesse außerhalb der Hochlastzeitfenster zu legen und dadurch das vorgelagerte Stromnetz zu entlasten. Ein weiterer Umstand, der dem Unternehmen eine atypi­sche Netznutzung ermöglicht, ist, dass sich Hochlast­zeitfenster vorrangig im Winter und Herbst befinden und die Ostrauer Kalkwerke GmbH ihre energieintensivste Produktion im Sommer hat. In dieser Zeit ist die Nach­frage besonders hoch, da ein zentrales Produkt des Unternehmens, der Düngekalk, von den Landwirten vor­rangig im Sommer gekauft wird, um ihn unmittelbar nach der Getreideernte auszubringen.

Kompetente Unterstützung im gesamten Prozess

„Nachdem wir entschieden hatten, unsere Netznutzung umzustellen, haben wir uns zunächst vom VEA zu den Voraussetzungen, zur Gesetzeslage und zu den spezi­fischen Möglichkeiten für unser Unternehmen beraten lassen“, erinnert sich Ulrich Dürasch. Anschließend führte der VEA die Prognoserechnungen durch, um das Einsparpotenzial der Ostrauer Kalkwerke GmbH zu berechnen und unterstütze bei der Erstellung eines Ab­laufplans für die technische und vertragliche Umsetzung. „Der VEA hat auch die Abstimmung mit den Behörden und Netzbetreibern übernommen und die vertragliche Vereinbarung für das individuelle Netzentgelt vorberei­tet. Das war für uns eine große Erleichterung, da wir so keinen bürokratischen Aufwand hatten und viel Zeit einsparen konnten“, betont Ulrich Dürasch. Die Ostrauer Kalkwerke GmbH stellte den Einsatz ihrer energie­intensiven Mahlanlagen so um, dass diese in Hochlast­zeitfenstern nicht alle in Betrieb sind. Um sicherzustellen, dass die reduzierte Leistung nicht überschritten wird, hat das Unternehmen eine automatische Überwachungs- und Abschalteinrichtung installiert. Außerdem wird die Einhaltung der atypischen Netznutzung regelmäßig vom VEA anhand der Lastgangdaten des Unternehmens überprüft. „Man muss hier ja sehr genau arbeiten, es kommt in den Hochlastzeitfenstern auf jede Viertel­stunde an. Eine Überschreitung würde bedeuten, die reduzierten Netzentgelte für das gesamte Jahr zu verlie­ren“, erläutert Ulrich Dürasch. Auch wenn die Umstellung auf eine atypische Netznutzung mit Aufwand verbunden war, hat es sich für die Ostrauer Kalkwerke GmbH gelohnt. In Hochlastzeitfenstern kann das Unternehmen seine Leistungsspitze im Regelfall um 400-500 kW redu­zieren, wodurch es sich bis zu 50 % seines Netzentgelts spart.

Wenn auch Sie von den Vorteilen reduzierter Netz­entgelte profitieren möchten, sprechen Sie bitte Ihren VEA-Berater an. Gerne prüfen wir für Sie Ihre Einsparpotenziale.

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