Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

29.03.2021 | Erdgaspreise steigen um fast 25 Prozent: VEA-Erdgaspreisvergleich zeigt dennoch große Unterschiede

In den letzten sechs Monaten (seit Oktober 2020) sind die Preise für Erdgas in Deutschland im Durchschnitt um 24,3 Prozent angestiegen, wie der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) in seinem jüngsten Preisvergleich feststellt.

„Als ursächlich für diese massive Preiserhöhung können relativ klar die Belastungen aus dem Großhandel und dem Brennstoff-emissionshandelsgesetz ausgemacht werden“, erklärt Volker Stuke, VEA-Hauptgeschäftsführer. Deshalb seien die Preise auch überall in Deutschland angestiegen.

Die größte Preissteigerung mit 28,7 Prozent weist Osthessen Netz mit Sitz in Fulda aus, gefolgt von Westnetz mit Sitz in Dortmund (27,4 Prozent) und Netz Lübeck (27,4 Prozent), schwaben Netz mit Sitz in Augsburg (27,2 Prozent) und Netzgesellschaft Berlin Brandenburg (27,2 Prozent). Die geringste Preissteigerung erfolgte bei Stadtwerke Kiel Netz mit 18,2 Prozent.

„Der Erdgaspreisvergleich zeigt allerdings auch, dass trotz der Preiszunahme insgesamt nach wie vor große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzgebieten möglich sind“, so Stuke.

Die Differenz zwischen dem nach diesem Vergleich preis-günstigsten Netz (Dortmund Netz mit 2,67 Ct/kWh) und dem teuersten Netzgebiet (Netze BW mit Sitz in Stuttgart mit 3,04 Ct/kWh) beträgt 0,37 Ct/kWh. Ein Preisunterschied immerhin von 13,9 Prozent.

Die zehn günstigsten Preisgebiete sind derzeit: Dortmunder Netz, wesernetz Bremen, Stadtwerke Rostock, Energienetze Bayern mit Sitz in München, SWM Infrastruktur ebenfalls mit Sitz in München, bnNETZE mit Sitz in Freiburg, NEW Netz mit Sitz in Geilenkirchen, e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt, EWE NETZ mit Sitz in Oldenburg und Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg.

Die Reihenfolge in der Gruppe der zehn Versorgungsgebiete mit den höchsten Durchschnittsgaspreisen lautet wie folgt: Netze BW mit Sitz in Stuttgart, energis-Netzgesellschaft mit Sitz in Saarbrücken, SWE Netz mit Sitz in Erfurt, SWKiel Netz, Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn, Braunschweiger Netz, MVV Netze mit Sitz in Mannheim, EnergieNetz Mitte mit Sitz in Kassel, ENERVIE Vernetzt mit Sitz in Lüdenscheid und Syna mit Sitz in Frankfurt.

Über den Preisvergleich

Der VEA hat seinen seit 1973 regelmäßig veröffentlichten Gaspreisvergleich aufgrund des veränderten Marktumfelds angepasst. Wurden in der Vergangenheit die Standard-preisregelungen der verschiedenen lokalen Versorger ausgewertet und die durchschnittlichen Gaspreise veröffentlicht, so publiziert der VEA nunmehr für 15 definierte Abnahmefälle realistische Preisindikationen, wie sie vertragsfreie und wechselbereite Gasbezieher in den 50 vom VEA untersuchten Netzgebieten im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung am Markt einholen können. Grundlage für die genannten Preise sind Vollversorgungsverträge mit Vertragsbeginn 1. April 2021 und einer Laufzeit von 12 Monaten, die im 1. Quartal 2021 abgeschlossen wurden.

Die in der Preisindikationstabelle genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die jeweilige Netznutzung inklusive Messung und Abrechnung, Gasbeschaffung und Strukturierung, die Konzessionsabgabe (KA), die Belastungen aus dem neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz ab Januar 2021 sowie eine am Markt übliche Marge für den Lieferanten. Lediglich die Erdgas- und Mehrwertsteuer sind vom Kunden zusätzlich zu entrichten.

Nur aufgrund der Vielzahl der vom VEA beratenen Unternehmen und der damit verbundenen sehr großen Marktkenntnis ist es uns möglich, realistische Preisangaben zu publizieren. Ausdrücklich wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass keine Besonderheiten wie das Zusammenfassen mehrerer Betriebe oder strategische Angebote einzelner GVU gegebenenfalls unterhalb der eigenen Kosten berücksichtigt werden.

17.03.2021 | Der Aufwärtstrend setzt sich fort: Strom-Netznutzungsentgelte sind erneut gestiegen

Erneut sind die Netznutzungsentgelte für Strom angestiegen, wie der aktuelle VEA-Preisvergleich zeigt. Der Aufwärtstrend, der bereits seit 2009 besteht – und nur im Jahr 2018 eine Ausnahme machte – setzt sich also fort. Im Mittelspannungsbereich zahlen Unternehmen derzeit durchschnittlich 4,52 Ct/kWh und damit 1,5 Prozent mehr als im April 2020. Im Niederspannungsbereich stiegen die Preise um 0,9 Prozent auf durchschnittlich 7,62 Ct/kWh.

Nach wie vor herrschen große regionale Preisunterschiede, wobei im Westen und Südwesten der Bundesrepublik die niedrigsten Preise zu verzeichnen sind. Zudem gibt es zwischen einzelnen Netzbetreibern Preisdifferenzen von über 350 Prozent.

Mittelständische Sondervertragskunden müssen für die Netznutzung bei den zehn teuersten Netzbetreibern durchschnittlich 8,02 Ct/kWh im Mittelspannungsbereich bzw. 14,99 Ct/kWh im Niederspannungsbereich zahlen. Die gleiche Leistung kostet bei den zehn günstigsten Netzversorgern durchschnittlich lediglich 2,23 Ct/kWh bzw. 4,09 Ct/kWh.

Zu den preisgünstigsten Netzbetreibern im Mittelspannungsbereich gehören aktuell die Stadtwerke Waldkirchen, die Gemeindewerke Schwarzenbruck, die Stadtwerke Schwarzenbach a.d. Saale und die Gemeindewerke Schönkirchen. Die teuersten Nutzungsentgelte für Strom im Mittelspannungsbereich fallen bei dem Elektrizitätswerk Hindelang, dem Kraftwerk Farchant A. Poettiger und den Stadtwerken Stein an.

„Da der zu entrichtende Strompreis maßgeblich durch die Kosten für die Netznutzung beeinflusst wird, sind Marktkenntnisse des liberalisierten Strommarkts ein nicht zu vernachlässigender wirtschaftlicher Faktor“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des VEA, Dr. Volker Stuke. „Diesen Marktüberblick zu behalten, ist allerdings den wenigsten Stromkunden möglich. Eine professionelle Beratung durch den VEA kann daher sinnvoll sein, um wirtschaftliche Vorteile zu nutzen und die Stromversorgung des eigenen Unternehmens optimal zu gestalten“, fährt er fort. Mithilfe der VEA-Datenbank bleiben Mitgliedsunternehmen auf dem aktuellen Stand und können sich kontinuierlich über die deutschlandweiten Netzentgelte informieren.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 804 Netzbetreiber und weist dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad auf. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung drei weitere Abnahmefälle mit niederspannungsseitiger Versorgung und Messung.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellt der VEA Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

11.03.2021 | Gas-Netzentgelte steigen im Vergleich zu 2020 leicht an

Die Netzentgelte für Gas sind in den vergangenen 12 Monaten um 5,5 Prozent angestiegen, so der aktuelle Netznutzungsentgeltvergleich des VEA. Im Vergleich zum Vorjahr steigt das Entgelt durchschnittlich um 0,033 Ct/kWh auf 0,633 Ct/kWh an. Die größte relative Preissteigerung beträgt 74 Prozent (Stadtwerke Marburg), die größte relative Preissenkung liegt bei 27 Prozent (Stadtwerke Heide Netz).

„Nach wie vor gibt es starke regionale Unterschiede des Netznutzungsentgelts für Gas in Deutschland“, stellt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, fest. „Im Norden und Westen der Bundesrepublik liegen die Netzentgelte deutlich unter dem durchschnittlichen Preisniveau, während sie im Osten und Süden darüber liegen. Teilweise existieren sogar Preisdifferenzen von über 400 Prozent zwischen einzelnen Netzanbietern“, so Stuke weiter.

Mittelständische Sondervertragskunden zahlen bei den zehn teuersten Gas-Netzbetreibern durchschnittlich 1,20 Ct/kWh für die Netznutzung, während die gleiche Leistung bei den zehn günstigsten Netzversorgern durchschnittlich lediglich 0,27 Ct/kWh kostet.

Zu den teuersten Netzbetreibern zählen aktuell u.a. die VersorgungsWerke Heddesheim, die Stadtwerke Treuchtlingen und die Stadtwerke Altensteig. Die günstigsten Netzgebiete sind wie bereits im letzten Netzentgeltvergleich u.a. die Gemeindewerke Holzkirchen, die Stadtwerke Lemgo und die Stadtwerke Nettetal.

Sich einen Marktüberblick zu verschaffen, ist für die Mehrzahl der Kunden wegen der Dynamik des Marktes, vielfältiger individueller Angebote und neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen nahezu unmöglich. „Allerdings sind Marktkenntnisse elementar, um die Möglichkeiten des liberalisierten Markts auch optimal nutzen und die Gasversorgung kosteneffizient gestalten zu können“, so Stuke.
„Der VEA kann hier sinnvoll unterstützen, denn neben professionellen Beratungen stellt er seinen Mitgliedern auch eine Datenbank zur Verfügung, die über aktuelle Entwicklungen und Preise informiert“, so Stuke weiter.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 669 Gasnetzbetreiber, wodurch ein sehr hoher Repräsentationsgrad vorliegt. Untersucht werden Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst 15 Abnahmefälle und weist Durchschnittspreise aus, die auf den Preiskomponenten für Arbeit und Leistung basieren. Mess- und Abrechnungskosten sind darin nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellt der VEA Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

26.02.2021 | Zukunftssorgen des Mittelstands wachsen

Verbände energieintensiver Unternehmen des Mittelstands sehen großen Nachholbedarf bei der „Carbon-Leakage-Verordnung“

Hannover. Der vom Bundesumweltministerium veröffentlichte Entwurf zur „Verordnung über Maßnahmen zur Vermeidung von Carbon-Leakage durch den nationalen Brennstoffemissionshandel“ stößt bei den betroffenen Unternehmen auf Kritik.

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA), der eine Großzahl betroffener Unternehmen aus dem Mittelstand vertritt, erklärt in einer von weiteren Verbänden mitgetragenen Stellungnahme:

 • Der Ansatz zur Vermeidung von Carbon-Leakage ist grundsätzlich begrüßenswert, da echter Klimaschutz nur gemeinsam mit betroffenen Unternehmen hier in Deutschland gelingen kann.

•  Verlagerungen von energieintensiven Produktionsprozessen und damit Emissionen ins Ausland aufgrund einer rein nationalen CO2-Preiserhebung sind nicht im Sinne eines wirksamen Klimaschutzes. Denn dem Klima ist es egal, wo die Emissionen erzeugt werden.

• Dem Risiko der Abwanderung von Unternehmen sollte deshalb mit einer „Carbon-Leakage-Verordnung“ wirksam vorgebeugt werden.

• Dass das Carbon-Leakage-Risiko real und auch mit wirtschaftlichen Einbrüchen vor Ort verbunden ist, zeigt eine aktuelle, nicht repräsentative Blitzumfrage des VEA. Von den teilnehmenden Unternehmen gab mehr als ein Drittel das Risiko eines Stellenabbaus an. Nicht minder bedeutungslos: Jeder siebte Unternehmer sieht das Risiko einer Standortschließung und einer Verlagerung von Produktionsstandorten ins Ausland.

Die Leiterin des VEA-Hauptstadtbüros, Eva Schreiner, stellt hierzu fest:

„Der Verordnungsentwurf bietet noch keinen ausreichenden Schutz. Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen ist die bisherige Anzahl an Unternehmen, die überhaupt mit einer Entlastung rechnen können, viel zu klein. Viele Unternehmen fallen einfach hinten rüber. Zum anderen ist selbst für die Unternehmen, die aktuell schon erfasst sind, die tatsächliche Entlastungshöhe oft deutlich zu gering. Von einer fairen und angemessenen Entlastung sind wir damit noch ein ganzes Stück entfernt.“

Auch der Geschäftsführer des VEA, Christian Otto, kritisiert:

„Keine Frage: Der energieintensive deutsche Mittelstand stellt sich seiner Verantwortung beim Klimaschutz und ist von ihrer Notwendigkeit felsenfest überzeugt. Nicht verstehen können wir es daher, wenn das überwiegend große Engagement einer Vielzahl von Unternehmen durch eine solche Verordnung nicht gewürdigt wird. Stattdessen bekommen viele Unternehmen inzwischen sogar das Gefühl, dass sie es in der Energiepolitik gar nicht recht machen können. Das ist fatal. Mit der Initiative „Klimafreundlicher Mittelstand“, die wir Ende des vergangenen Jahres gestartet haben, ermuntern wir alle Unternehmen, sich im Klimaschutz noch stärker einzubringen und unterstützen sie dabei auch sehr tatkräftig. Gleichwohl sind beim Thema Carbon-Leakage natürlich alle politischen Player in der Verantwortung, kein Unternehmen hinten rüber fallen zu lassen. Dies müssen uns die daran hängenden Existenzen Wert sein.“

VEA Position_Carbon leakage Verordnung

VEA Blitzumfrage 

06.01.2021 | Preise für Industriestrom leicht gesunken

Laut aktuellem VEA-Preisvergleich ist der durchschnittliche Preis für Industrie­strom im Vergleich zu Januar 2020 um 5,3 Prozent gefallen. Die Ursache für die sinkenden Preise ist die Preisentwicklung im Großhandel. So sind im Frühjahr 2020 aufgrund der durch die Pandemie bedingten geringen Nachfrage die Preise enorm gefallen. Im Durchschnitt liegt der Strompreis nun bei 16,21 Ct/kWh. Netzentgelte und Umlagen sind dabei nahezu unverändert geblieben.

Gute Zeiten für Industriestromkunden: Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 bleiben die Strompreise trotz leichtem Anstieg zum Jahreswechsel niedrig. „Die nachlassende Konjunktur zu Beginn des Jahres sowie der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Strom deutlich reduziert. Das sorgt auch für günstigere Großhandelspreise“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Im Ost-West-Vergleich schneiden die neuen Bundesländer schlechter ab, wobei die Preisunterschiede nicht unerheblich ausfallen. So zahlen Industriestromkunden in den neuen Bundesländern durchschnittlich 16,63 Ct/kWh und damit 0,52 Ct/kWh bzw. 3,2 Prozent mehr als in den alten Bundesländern, dort liegt der Schnitt bei 16,11 Ct/kWh.

Der VEA-Preisvergleich zeigt: Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Netzanbieter beträgt rund 27 Prozent bzw. 3,83 Ct/kWh. Teuerster Anbieter ist auch weiterhin die Schleswig-Holstein Netz mit 18,16 Ct/kWh, den günstigsten Strom erhalten wiederholt die Kunden der Stadtwerke Kiel Netz mit 14,32 Ct/kW. Die größte prozentuale Preissenkung um 9,5 Prozent lässt sich bei der Main-Donau Netzgesellschaft mit Sitz in Nürnberg feststellen, gefolgt von der Westfalen Weser Netz mit Sitz in Hameln mit einer Reduzierung um 8,5 Prozent. Am geringsten fielen die Preisanpassungen mit lediglich 2,1 Prozent bei der Wemag mit Sitz in Schwerin und bei der energis Netzgesellschaft mit Sitz in Saarbrücken mit 2,2 Prozent aus.

„Die Wechselbereitschaft der Stromkunden ist in den letzten Jahren zwar stetig gestiegen, jedoch ziehen viele Kunden erst bei erheblichen Preisunterschieden einen Versorgerwechsel in Betracht“, merkt Dr. Volker Stuke an. „Nicht zuletzt ist die Komplexität des liberalisierten Strommarktes ein Grund dafür. Denn ein umfassender Marktüberblick und eine objektive und kompetente Bewertung vorliegender Angebote ist stets mit einem immensen Aufwand verbunden“, gibt er zu bedenken. „Um die Möglichkeiten des Marktes voll auszuschöpfen, unterstützt der VEA Mitglieder und Kunden mit Know-how und langjähriger Marktkenntnis und bietet professionelle Beratung sowie Hilfe bei der Ausschreibung des Strombedarfs an.“ Unter anderem können Sondervertragskunden über den Marktplatz www.vea-online.de die für sie optimalen Verträge abschließen und so Energiekosten senken.

Der halbjährlich erscheinende VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Die genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die Netznutzung, Strom­beschaffung, Umlagen (EEG-, KWKG-, § 19-StromNEV-, Offshore- und Abschaltbare-Lasten-Umlage) sowie Konzessionsabgaben und Lieferantenmargen. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

Über den VEA

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, bei Fragen zu Steuern und Umlagen sowie zu Energieeffizienz und Managementsystemen.

18.12.2020 | MITTELSTAND FÜRCHTET „BEDROHLICHE MEHRBELASTUNG“

International einheitlicher Preis für CO2 gefordert

Hannover. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat in seiner gestrigen digitalen Mitgliederversammlung scharfe Kritik an der bevorstehenden CO2-Bepreisung geübt.

Angesichts der pandemiebedingten Herausforderungen der Wirtschaft sprach der alte und neue Vorstandsvorsitzende August Wagner in seiner Rede von einer „bedrohlichen Mehrbelastung“ gerade für Unternehmen aus dem energieintensiven Mittelstand, die nicht zu akzeptieren seien. „Umso energieintensiver die Branche ist, desto mehr leidet sie hierunter“, so Wagner.

Hintergrund der Kritik ist die Einführung eines CO2-Preises im Rahmen des ab dem 1. Januar 2021 geltenden Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Damit werden für fossile Brennstoffe wie Erdgas und Diesel ab dem nächsten Jahr beginnend mit einem Preis von 25 Euro je Tonne CO2 zu zahlen sein.

Die damit von der Bundesregierung angestrebte Lenkungspolitik „schlage völlig fehl“, prophezeite der VEA-Vorsitzende. Auch an den von der Politik nachträglich eingeführten Ausnahmen für betroffene Branchen lässt der Geschäftsführer eines bayerischen Textilveredelungsunternehmens kein gutes Haar. Diese seien „willkürlich“ festgelegt worden und schlicht „ungerecht“.

Um nicht falsch verstanden zu werden, stellte Wagner im Hinblick auf den Klimaschutz klar: „Wir sehen sehr wohl die Notwendigkeit einer Umweltpolitik, die geeignet ist, den Klimawandel deutlich zu reduzieren, damit wir den Ast, auf dem wir alle sitzen, nicht selbst absägen.“ Auch der Mittelstand sei sich hierbei seiner Verantwortung, die er für die Umwelt und nachfolgende Generationen trage, sehr wohl bewusst. Eine Leugnung des Klimawandels liege dem VEA deshalb mehr als fern, machte der Vorsitzende deutlich. „Der VEA und seine Mitglieder tun ihr Möglichstes, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen“. „Gleichzeitig aber“, warnte Wagner, „muss die Energiewende für uns Unternehmer auch wirtschaftlich umsetzbar sein“, da sie sonst Gefahr laufe, an ihren eigenen Ansprüchen zu scheitern.

Zum Thema Carbon Leakage, also der Verlagerung von Produktionsstandorten und somit der Emissionen ins Ausland, kritisierte Wagner entschieden: „Gleichgültig, wo auf der Erde CO2 produziert wird, hat es global denselben negativen Effekt auf das Klima. Es kann deshalb nicht zielführend sein, wenn aufgrund sehr hoher nationaler Energiepreise deutsche Unternehmen entweder gezwungen sind, ihre Produktionsstätten – sofern dies überhaupt möglich ist – in andere Länder mit weit geringeren Energiepreisen zu verlagern. Ebenso wenig nützt es der Sache, wenn Unternehmen aufgrund der äußerst hohen Energiepreise hierzulande in Konkurs gehen und ihre Marktanteile dann von Unternehmen übernommen werden, die in Ländern mit weit geringeren Auflagen produzieren.“

Die Vorstellung, höhere Preise, hervorgerufen durch das BEHG, einfach an den Kunden weiterzugeben, bezeichnet Wagner als „geradezu naiv“. Der harte internationale Wettbewerb lasse dieses schließlich gar nicht zu. „Die Kosten bleiben bei den Unternehmen vollumfänglich hängen.“ Und eben das sei das existenziell Gefährdende für viele Unternehmen.

Der erneut im Amt bestätigte Vorstandsvorsitzende des rund 4.500 Mitglieder starken Mittelstandsverbandes hoffe zwar auf alternative grüne Technologien, wisse aber von Mitgliedern: „Wasserstoff ist, sofern er denn überhaupt nutzbar wäre, in absehbarer Zeit nicht erschwinglich.“ Die anfallenden Kosten würden teilweise sogar den kompletten Unternehmensumsatz übersteigen. Wagners Plädoyer: „CO2 muss international das gleiche kosten. Nur dann können sich deutsche Unternehmen gegenüber der weltweiten Konkurrenz behaupten, die von einer vergleichbaren Mehrbelastung bislang noch weit entfernt ist.“

19.10.2020 | CO2 hat seinen Preis: Kommendes Emissions-Handelsgesetz lässt Erdgaspreis um 19,3 Prozent steigen

Nachdem sich der Gaspreis im 1. Quartal 2020 im Sinkflug befand, mussten sich die mittelständischen Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten wieder mit einem deutlichen Anstieg des Erdgaspreises arrangieren, wie aus dem aktuellen Erdgaspreisvergleich des VEA hervorgeht. Der Gaspreis für Industriekunden stieg laut VEA-Vergleich um 19,3 Prozent auf einen aktuellen Durchschnitt von 2,29 Ct/kWh im Vergleich zum April an. Damit erreicht er nahezu das Niveau vom Oktober 2019, das bei durchschnittlich 2,45 Ct/kWh lag.

Die Liste der Gründe für den Aufwärtstrend beim Gaspreis ist lang: „Im Januar 2021 tritt das Brennstoffemissionshandelsgesetz in Kraft und wird für nahezu alle Gaskunden den Bezug von Erdgas deutlich verteuern“, sagt der Hauptgeschäftsführer des VEA, Volker Stuke. „Vor diesem Hintergrund ist im aktuellen Preisvergleich bereits ein Anteil von 0,45 Ct/kWh ab Januar 2021 berücksichtigt. Das entspricht 25 € pro Tonne CO2“, so Stuke weiter. Neben der sich ändernden Gesetzeslage liegt eine weitere wesentliche Ursache für den deutlichen Preisanstieg in den gestiegenen Großhandelspreisen. Auch die seit Anfang 2020 gestiegenen Netzentgelte haben ihren Teil zur aktuellen Entwicklung beigetragen.  Künftig könnte die steigende Nachfrage nach Erdgas diesen Trend mittelfristig sogar noch verstärken. Denn sowohl die nach den Corona-bedingten Lockdowns wieder an Fahrt gewinnende Konjunktur als auch die aktuell sinkenden Temperaturen sorgen für einen steigenden Erdgasbedarf.

„Da die Preiserhöhungen wesentlich den Belastungen aus dem neuen BEHG geschuldet sind, sind die Preise überall gestiegen“, konstatiert Stuke. Trotzdem bleiben die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzgebieten weiterhin groß, wie der aktuelle Preisvergleich zeigt. So zahlen die mittelständischen Industriekunden in den zehn teuersten Netzgebieten im Durchschnitt 2,43 Ct/kWh, wohingegen der Durchschnittspreis in den zehn günstigsten Netzgebieten bei 2,16 Ct/kWh liegt, was einem Unterschied von 12,3 Prozent entspricht. Dabei verzeichnete Dortmund Netz mit einem Plus von 20,9 Prozent die größte Preissteigerung. Der geringste Anstieg lag hingegen mit 16,9 Prozent bei Stadtwerke Kiel Netz.

Unter den zehn günstigsten Netzgebieten finden sich an erster Stelle aktuell Dortmunder Netz mit 2,13 Ct/kWh, gefolgt von Stadtwerke Rostock und wesernetz Bremen. Die Tabelle der zehn teuersten Gebiete führt derzeit Stadtwerke Netz Kiel mit 2,54 Ct/kWh an. Dahinter liegen die Netze BW mit Sitz in Stuttgart und Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn.

„Die zum Teil erheblichen preislichen Unterschiede zwischen einzelnen Lieferanten und die Dynamik des Marktes stellen die Unternehmen nicht selten vor Herausforderungen“, sagt Stuke. „Wenn überhaupt ist es oft nur mit erheblichem Aufwand möglich, sich einen Überblick über den sich stetig verändernden Markt zu verschaffen“, fährt er fort und erklärt weiter: „Um die Vielzahl der existierenden Angebote kompetent und objektiv vergleichen zu können, müssen nicht nur der Preis, sondern auch andere Faktoren in Betracht gezogen werden. Wir reden hier neben den Vertragslaufzeiten und der Bonität des potenziellen Versorgers auch von der Flexibilität hinsichtlich der jährlich abzunehmenden Gasmengen oder von der Sanktionierung des Überschreitens der festgelegten maximalen Stundenmengen.“ Der VEA kann hier auf langjährige Erfahrung und fundierte Marktkenntnisse zurückgreifen und bietet Unternehmen nicht nur eine professionelle Beratung, sondern auch die Möglichkeit, den VEA-eigenen Marktplatz VEA-Online zu nutzen. Sondervertragskunden können sich darüber auf den entsprechenden Bedarf zugeschnittene Angebote einholen und so einen optimalen Vertrag finden.

Grundlage für die im aktuellen VEA-Preisvergleich genannten Preise sind im 2. Quartal 2020 abgeschlossene Vollversorgungs–verträge mit einer zwölfmonatigen Laufzeit ab dem 1. Oktober 2020. Bis auf die Kosten für die Erdgas- und die Mehrwertsteuer sind alle anfallenden Kosten in diesem Preisvergleich berücksichtigt worden. Der Erdgaspreisvergleich erscheint halbjährlich und untersucht mit 50 Netzgebieten einen erheblichen Teil des deutschen Gasnetzes.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellt Ihnen der VEA gern auf Anfrage zur Verfügung.

Über den VEA

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, bei Fragen zu Steuern und Umlagen sowie zu Energieeffizienz und -managementsystemen.

09.10.2020 | BNetzA veröffentlicht den endgültigen Leitfaden zu Messen und Schätzen

Im Leitfaden zum Messen und Schätzen geht es um die Anwendung der gesetzlichen Vorgaben zur Erfassung und Abgrenzung von Strommengen für die Abwicklung der EEG-Umlagepflichten.

Messen und Schätzen zur Abwicklung der EEG-Umlagepflichten

Die Abgrenzung ist erforderlich, um die EEG-Umlage abrechnen und Umlageprivilegien in Anspruch nehmen zu können. Denn ohne Abgrenzung kann der Umlageschuldner nicht darlegen, für welche Strommengen er nur eine verringerte oder sogar gar keine EEG-Umlage zahlen muss. Vor der Einführung der Regelungen zum Messen und Schätzen in das EEG 2017 konnte diese Abgrenzung nur mittels geeichter Stromzähler erfolgen.

Die §§ 62a und 62b EEG 2017 stellen nunmehr klar, dass grundsätzlich eine messtechnische Abgrenzung erforderlich ist. Zugleich ermöglichen sie zahlreiche Vereinfachungen und Ausnahmen, die eine praxistaugliche Abwicklung erleichtern. Die EEG-Bestimmungen zum Messen und Schätzen finden teilweise entsprechende Anwendung, soweit in anderen Gesetzen (EnWG, KWKG und StromNEV) auf sie verwiesen wird.

Im Markt bestanden teilweise erhebliche Unsicherheiten, wie die gesetzlichen Vorgaben und Vereinfachungen in der praktischen Umsetzung zu verstehen sind. Dies hat zu zahlreichen Anfragen bei der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde über den EEG-Ausgleichsmechanismus geführt. Die Bundesnetzagentur hat die im Dialog mit Unternehmen und Verbänden dargelegten Wünsche nach Klarstellung und praktischen Beispielen aufgegriffen und deshalb den Leitfaden gegenüber der Konsultationsfassung vom Juli 2019 deutlich ausgeweitet. Die Bundesnetzagentur hofft auf diese Weise, einen Großteil der Konsultation unterbreiteten Fragen beantwortet und Missverständnisse und Unklarheiten ausgeräumt zu haben.

Ziele und Inhalte des Leitfadens

Mit dem Leitfaden legt die Bundesnetzagentur ihr Grundverständnis zu den Regelungen zum Messen und Schätzen dar. Er dient den betroffenen Bürgern und Unternehmen als Orientierungshilfe, um eine praxistaugliche und einheitliche Anwendungspraxis zu fördern und die bestehenden Rechtsunsicherheiten zu mindern.              

Die gesetzlichen Regelungen werden anhand von 21 Vereinfachungen konkretisiert und deren Anwendung anhand von 27 Beispielen veranschaulicht.

Der Leitfaden gliedert sich in fünf Abschnitte, die mit Erläuterungen, Skizzen Abbildungen und Tabellen die praktische Anwendung der Regelungen erleichtern sollen. Dabei werden insbesondere Vereinfachungen aufgezeigt, anhand derer die Installation von möglicherweise komplexen und teuren Messinfrastrukturen vermieden oder zumindest reduziert werden kann.

Die zahlreichen Vereinfachungen stellen ein Spektrum an Möglichkeiten dar, aus denen die Unternehmen passende Lösungen für ihr spezifisches Problem auswählen können.

Hier finden Sie den Leitfaden:

Leitfaden zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten 

 

 

 

29.09.2020 | Gemeinsam Energieeffizienz steigern: Mitteldeutsche Unternehmen schließen sich zu Netzwerk zusammen

Zehn mittelständische Unternehmen gründeten heute das REGIonale Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) Mitteldeutschland mit dem Ziel in den kommenden vier Jahren ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren. Unterstützt wird das Vorhaben durch den VEA als Netzwerkträger. Gemeinsam werden konkrete Einsparmaßnahmen ermittelt und umgesetzt, sodass die Unternehmen dauerhaft von sinkenden Energieausgaben profitieren.

Zur Gründungsveranstaltung des REGINEE Mitteldeutschland lud heute die MERCER Zellstoff Stendal GmbH nach Arneburg ein. Das Unternehmen ermöglichte den REGINEE-Teilnehmern mit einem Betriebsrundgang Einblicke in die Herstellung von Zellstoff und die Erzeugung von Bioenergie aus Holz. „Der Blick über den Tellerrand hinaus gibt neue Impulse, wo auch im eigenen Unternehmen noch Energie eingespart werden kann“, stellt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA, heraus. „Die REGINEE-Geschichte zeigt außerdem, dass die eigene Energieeffizienz im Austausch mit anderen Unternehmen fast doppelt so schnell wie allein gesteigert wird. Wir freuen uns daher sehr, dass wir heute unser 24. REGINEE gründen konnten“, fährt er fort.

Neben der Vorstellung der REGINEE-Teilnehmer wurde die künftige Zusammenarbeit besprochen. Fachlich ergänzt wurde das Programm durch Vorträge des VEA, der über aktuelle Entwicklungen am Energiemarkt berichtete und die Revision der ISO 50001 näher beleuchtete.

Die teilnehmenden Unternehmen des REGINEE Mitteldeutschland gehören vor allem der verarbeitenden Industrie an oder sind in der Lebensmittelproduktion tätig. Alle Unternehmen eint der hohe Energiebedarf und der Wunsch energieeffizienter zu produzieren.

Diese Unternehmen sind im REGINEE Mitteldeutschland  vernetzt:
•    Aryzta Food Solutions GmbH, Lutherstadt Eisleben
•    Borealis Agrolinz Melamine Deutschland GmbH, Lutherstadt Wittenberg
•    MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen
•    Friweika eG, Remse
•    ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen
•    MERCER Zellstoff Stendal GmbH, Arneburg
•    PWC GmbH, Eilenburg
•    URSA Deutschland GmbH, Leipzig
•    Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH, Rosenthal am Rennsteig
•    Agrarfrost GmbH & Co. KG, Oschersleben

Bundesweit betreut der VEA derzeit 17 aktive Energieeffizienz-netzwerke, weitere REGINEE befinden sich in der Gründungsphase. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, Teil der erfolgreichen REGINEE-Arbeit zu werden und können sich über www.reginee.de informieren.

Über den VEA  

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.

17.09.2020 | Einsparungsziel klar übertroffen: REGINEE Stuttgart schließt seine Arbeit erfolgreich ab

Auf der heutigen Abschlussveranstaltung konnte das REGINEE Stuttgart (REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz) seine Arbeit nach vier Jahren Netzwerklaufzeit erfolgreich abschließen. Die 10 teilnehmenden Unternehmen sparten insgesamt knapp 4,1 GWh Energie ein und vermieden dadurch den Ausstoß von 2.149 Tonnen CO2. Der VEA unterstützte und förderte als Netzwerkträger die Arbeit der Unternehmen.

Mit dem Ziel, den Energiebedarf um rund 3,5 GWh sowie die CO2-Emissionen um 1.977 t zu senken, startete das REGINEE Stuttgart im Juni 2016 seine gemeinsame Arbeit. Heute kann das Netzwerk eine positive Bilanz ziehen: Durch die Umsetzung von 38 Maßnahmen zur Energieeinsparung konnte das gesetzte Ziel klar übertroffen werden. Ein Schwerpunkt des REGINEE Stuttgart lag im Bereich Beleuchtung. Hier konnten u.a. durch die Umrüstung auf LED-Technik rund 1,43 GWh eingespart werden. Auch der Bereich Heizwärme und Warmwasser bot mit 538.950 kWh und 207,3 t CO2 großes Einsparungspotenzial.

VEA-Geschäftsführer Christian Otto freut sich über das gute Ergebnis: „Für mittelständische Unternehmen wird es für die eigene Energiebilanz und als Beitrag zum Klimaschutz immer wichtiger, Potenziale zu erkennen, um Energie einzusparen. Durch die Teilnahme am REGINEE Stuttgart haben die Unternehmen einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung gemacht und einen beachtlichen Erfolg erzielt.“
Im REGINEE Stuttgart arbeiteten Unternehmen aus verschiedenen Branchen an aktuellen energetischen Herausforderungen zusammen. Neben metallverarbeitenden Betrieben waren auch ein Krankenhaus, ein Mischfutterhersteller und eine Baumschule vertreten. „Die Arbeit im REGINEE lebt durch den Austausch der Teilnehmer untereinander, da dieser neue Impulse für den eigenen Geschäftsbetrieb geben kann. Die VEA-Berater ermöglichen darüber hinaus einen Blick von außen, decken Einsparungspotenziale auf und informieren mit Fachvorträgen über Entwicklungen im Energiebereich, wie etwa rechtliche Rahmenbedingungen oder die ISO 50001“, so Christian Otto.

Das REGINEE Stuttgart ist bereits das achte erfolgreich abgeschlossene REGINEE. Bundesweit betreut der VEA derzeit 16 Effizienznetzwerke. Weitere Informationen finden Sie unter www.reginee.de.

Diese Unternehmen waren Teil des REGINEE Stuttgart:
•    alutec metal innovations GmbH & Co. KG, Sternenfels
•    beweka Kraftfutterwerk GmbH, Heilbronn
•    Die Filderklinik, Filderstadt
•    Henkel GmbH, Stuttgart
•    Hinz GmbH, Güglingen
•    Hoffmann + Krippner GmbH, Buchen
•    Metalltechnik Schmidt GmbH & Co. KG, Filderstadt
•    Selecta Klemm GmbH & Co. KG, Stuttgart
•    Universitätsmedizin Mannheim, Mannheim
•    Xerium (Andritz (Huyck.Wangner Germany GmbH)), Reutlingen

Über den VEA  

Der VEA ist mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. Mit dem Ziel, seinen Kunden bei allen Fragen der Energiekostenreduzierung zur Seite zu stehen, unterstützt und berät der VEA mit hoher Fachkompetenz und Unabhängigkeit bei der Strom- und Gasbeschaffung, Fragen zu Steuern und Umlagen sowie Energieeffizienz und -managementsystemen.

Über REGINEE

Das REGINEE – REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung. 500 Netzwerke mit jeweils 8 bis 12 Teilnehmern sollen bis Ende 2020 geschaffen werden.

Pressekontakt

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Christian Otto

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