Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

22.12.2016 | Fernwärme sinkt im Durchschnitt – bleibt aber im Osten deutlich teurer als im Westen

Der Preis für Fernwärme ist innerhalb eines Jahres im bundesweiten Durchschnitt um 4,9 Prozent gesunken, gleichzeitig bestehen zwischen einzelnen Versorgern jedoch gravierende Preisunter¬schiede von bis zu 77,0 Prozent. Auch im Vergleich zwischen den neuen und den alten Bundesländern zeigt das Preisniveau für Heizkosten einen enormen Unter¬schied von 18,4 Prozent. Damit zahlen Unternehmen im ostdeutschen Raum fast ein Fünftel mehr für Fern¬wärme. Das ergab der aktuelle Fernwärmepreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

"Auch die aktuellen Zahlen im jährlich durchgeführten VEA-Fernwärmepreisvergleich zeigen, dass über das gesamte Bundesgebiet hinweg teils massive Preisunterschiede vorherrschen", fasst VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke die Untersuchung zusammen.

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau leicht gesunken ist, treten zwischen einzelnen Anbietern große Preisunter­schiede auf: In den neuen Bundesländern trennen den günstigsten und den teuersten Versorger je nach Bezugs­dauer zwischen 73,0,0 und 77,0,0 Prozent. Besonders teuer sind demnach die Stadtwerke Pforzheim und Hanau, die Heilbronner Versorgungs GmbHesellschaft oder RhönEnergie Fulda. Das günstigste Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) im Westen ist derzeit die Stadtwerke Bielefeld GmbH. In den neuen Bundesländern zahlen Kunden der Stadtwerke Frankfurt/Oder, Aschersleben und Forst den höchsten Preis. Den günstigsten Fernwärmepreis bieten im Osten die Städtischen Werke Magdeburg, Stadtwerke Pirna und Vattenfall Europe Wärme in Berlin. Für die Benutzungs­dauer von 1.500 h/a ergab sich in den alten Bundesländern ein durchschnittlicher Wärmepreis von 68,77 €/MWh, in den neuen Bundesländern von 82,37 €/MWh.

"Um die Kosten bei der Fernwärme so gering wie möglich zu halten, ist es ratsam, insbesondere bei älteren Verträgen die Höhe der Wärmeleistung zu überprüfen bzw. eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnungen vorzunehmen", erklärt Stuke. "Im Hinblick auf die Energieträger ist jedoch deutlich, dass Gas und Öl in aller Regel die kostengünsti­gere Alternative stellen."

Der vom VEA seit 1978 regelmäßig veröffentlichte Fern­wärmepreisvergleich erreicht einen hohen Repräsentations­grad. Er umfasst für die alten Bundesländer 65 FVU mit insgesamt 67 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundes­länder 22 FVU mit 22 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 87 FVU mit insgesamt 89 Netzen beteiligt.

14.12.2016 | Atypik-Regelungen weiter gültig - Bundesnetzagentur stoppt Beschlussverfahren

Die Bundesnetzagentur hat das Beschlussverfahren zur Anhebung der Erheblichkeitsschwellen bei der atypischen Netznutzung vorerst beendet. Damit folgt die Bundesnetzagentur auch der Empfehlung des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA), der in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und weiteren Verbänden eindringlich für eine Beibehaltung der Regelung plädierte, um weiterhin das Stromnetz zu entlasten und Netzentgelterhöhungen entgegenzuwirken. Hohe finanzielle Belastungen für kleinere und mittlere Unternehmen wurden zudem vorerst abgewendet.

„Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Regelungen zur atypischen Netznutzung fortbestehen zu lassen. Es ist beruhigend zu sehen, dass die immense Bedeutung der Regelungen nicht nur für die Netzbetreiber, sondern auch für die atypischen Netznutzer von der Bundesnetzagentur erkannt wurde“, zeigt sich VEA-Geschäftsführer Christian Otto zufrieden.

Von den Regelungen zur Atypik profitieren bisher jene Unternehmen, die Teile ihres Verbrauchs in Zeiten verlagert haben, in denen wenig Energie von anderen Letztverbrauchern nachgefragt wird. Durch diese Verlagerung wird das Netz entlastet und es ist dem Netzbetreiber möglich, den Netzausbau ökonomisch zu planen und somit Netzentgeltsteigerungen zu vermeiden. Im Gegenzug erhalten atypische Nutzer einen Nachlass bei den Netzentgelten.

Die intensiven Bemühungen des Mittelstands zur Flexibilisierung der eigenen Stromabnahme können mit dieser Entscheidung nun weitergeführt werden und einen erheblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten.

„Durch die Beibehaltung der Flexibilitätsregelungen und der damit verbundenen Möglichkeit der individuellen Netzentgelte werden somit auch unzählige Arbeitsplätze im für die deutsche Wirtschaftskraft so wichtigen Mittelstand gesichert“, erklärt VEA-Geschäftsführer Christian Otto.

10.11.2016 | Pläne der Bundesnetzagentur zur atypischen Netznutzung gefährden Netzstabilität

Die Bundesnetzagentur überlegt die Erheblichkeitsschwellen anzuheben, ab denen Letztverbraucher mit atypischer Netznutzung von reduzierten Netzentgelten profitieren. Dadurch würden etwa 95 Prozent der bisherigen Begünstigten aus der Regelung herausfallen. Besonders betroffen wären kleine und mittlere Unternehmen. Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) vor weiteren finanziellen Belastungen für die betroffenen Unternehmen sowie einer Gefährdung der Netzstabilität. Der Verband kritisiert insbesondere die unzureichende Datengrundlage, auf die sich die Überlegungen stützen.

"Der Beschlussentwurf zur Anpassung der Erheblichkeitsschwellen beruht auf Berichten, die für eine solche Einschätzung völlig ungeeignet sind. So wurden im Frühjahr dieses Jahres lediglich sieben Netzbetreiber aber nicht ein einziger Atypik-Nutzer befragt. Bisherige Analysen der Bundesnetzagentur zeigten zudem, dass die befragten Netzbetreiber in der Mehrheit gar nicht aussagefähig sind", gibt VEA-Geschäftsführer Christian Otto zu bedenken. Der Beschlussentwurf sieht vor, die Flexibilitätsregelungen erst ab einer absoluten Lastverlagerung von 1.000 kW bei der relativen Lastverlagerung von mindestens 50 Prozent greifen zu lassen.

Von den bisherigen Regelungen der Atypik profitierten Netzbetreiber sowie alle Netznutzer: Die atypische Netznutzung entlastete das Netz und sorgte für eine ökonomische Planbarkeit und Kalkulierbarkeit seitens der Netzbetreiber. Im Gegenzug erhielten die atypischen Nutzer bisher individuelle Netzentgelte. Die Regelungen zur Atypik haben über alle Netzebenen hinweg eine netzstützende Wirkung, vermeiden den sonst notwendigen Netzausbau und sparen somit für alle Netzkunden Kosten.

Durch die geplante Anhebung der Erheblichkeitsschwellen soll u. a. das § 19-Umlage-Volumen (2017: 386 Mio. Euro) gesenkt werden. Zwar würden 95 Prozent der bisherigen atypischen Letztverbraucher - vorrangig kleinere und mittlere Unternehmen - aus der Regelung herausfallen, diese stellen jedoch nur ein Viertel des Umlagevolumens. "Für den deutschen Mittelstand haben solche auf unzureichenden Daten basierende Fehlentscheidungen gravierende finanzielle Folgen. Wir fordern die Politik daher auf, eine solide und transparente Evaluierung vorzunehmen. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit anderen Verbänden bereits an einem detaillierten Konzept mit eigenen Vorschlägen", erklärt Otto.

25.10.2016 | 2. BMUB-Fachtagung „Klimaschutz durch Abwärmenutzung“

2. BMUB-Fachtagung „Klimaschutz durch Abwärmenutzung“ am 3.11.2016 in Berlin

Weitere Informationen finden sie unter: http://www.izes.de/content/2-bmub-fachtagung-klimaschutz-durch-abw%C3%A4rmenutzung

07.10.2016 | E-world 2017 setzt auf Innovationen

Europas Leitmesse der Energiewirtschaft baut die Zukunftsfelder der Branche weiter aus: Die Themenwelt Smart Energy wird erneut vergrößert und die E-world energy & water gibt jungen Start-up-Unternehmen und Forschungseinrichtungen mehr Raum für ihre Präsentationen. Die E-world findet vom 7. bis 9. Februar 2017 in der Messe Essen statt.

Smart Energy weiter auf Wachstumskurs

Das erfolgreichste Gemeinschaftsstandkonzept der E-world wächst immer weiter. Diese Entwicklung berücksichtigt die E-world 2017 und bietet der Themenwelt Smart Energy eine noch größere Plattform. In der Themenwelt werden erneut rund 150 Aussteller ihre intelligenten und effizienten Energielösungen präsentieren. Wichtige Themen werden die effektive Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern und Verbrauchern durch Speichersysteme sein. Ebenfalls im Fokus stehen Produkte und Lösungen für intelligente Städte sowie die Themen IT-Security und Datenschutz. Die Smart Energy Fachforen „Smart Tech“ und „Energy Transition“ werden erneut mit zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen den Ausstellungsbereich ergänzen und für alle Messebesucher frei zugänglich sein.

Fachmesse fördert gezielt junge Unternehmen

Junge und innovative Unternehmen haben auf der E-world Tradition. Die gleichnamige Ausstellungsfläche feierte im letzten Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen. „E-world meets Start-ups“ gab im letzten Jahr erstmalig Start-up-Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte vorzustellen und sich der Energiewelt zu präsentieren. Das Event war ein voller Erfolg: Über 130 Start-ups aus ganz Europa und Israel diskutierten, tauschten sich aus und leiteten zukünftige Kooperationen mit rund 60 nationalen und internationalen Industriepartnern und Investoren ein. Dem enormen Zuspruch für das Event wird Rechnung getragen: Für die E-world 2017 wächst E-world meets Start-ups. Start-up-Unternehmen erhalten die Möglichkeit, sich auf einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren. Ergänzt wird der Gemeinschaftsstand mit einem offenen Fachforum.

Themenbereich Innovation

Die E-world setzt 2017 einen besonderen Fokus auf Innovation. In vielen Bereichen der Energiebranche setzen frisch gegründete Firmen neue Impulse mit innovativen Geschäftsideen. Um dieses Potenzial stärker bekannt zu machen, eröffnet die E-world 2017 einen eigenen Themenbereich namens Innovation. Hier haben Firmengründer und junge Unternehmen die Chance, wichtige Kontakte zu Investoren und Vertretern der Industrie zu knüpfen. Der Themenbereich Innovation vereint den Gemeinschaftsstand der jungen und innovativen Unternehmen, den Gemeinschaftsstand E-world meets Start-ups sowie den Gemeinschaftsstand Wissenschaft und Forschung. Ergänzt wird der neue Themenbereich mit einem Fachforum. Hier diskutieren Branchenexperten neue Geschäftsmodelle, Konzepte und Ideen für die Energiezukunft. Das Karriereforum findet traditionell am dritten Messetag der E-world statt – in 2017 erstmals im Themenbereich Innovation.

Innovativ | Benutzerfreundlich | Digital

Zum Innovation-Bereich der E-world 2017 gehört zudem der Energy App Award. Der Award geht bereits in die zweite Runde. Apps spielen in der modernen Mediennutzung eine zentrale Rolle. Ihr Einsatz und ihre Bedeutung im Energiesektor nehmen stetig zu – immer mehr Unternehmen setzen auf die appbasierte Kundenkommunikation. Das würdigt der Energy App Award und prämiert besonders kundenfreundliche digitale Lösungen.

Energy App Award: Bewerbungsphase erfolgreich gestartet

Ab sofort können sich Unternehmen oder Entwickler mit ihren Energie-Apps für den Energy App Award bewerben. Bewerbungen sind ausschließlich auf der Website energy-app.e-world-essen.com möglich. Nach dem letztjährigen Erfolg der Awards freut sich die E-world gemeinsam mit ihren Partnern innogy, con|energy, Google und der WirtschaftsWoche auf viele spannende Apps und App-Konzepte.

 

06.10.2016 | Aktuelle Stellungnahme des VEA zum KWKG

Stellungnahme des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zum Referentenentwurf zur Änderung der Bestimmungen zur Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und zur Eigenversorgung

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) bedankt sich für die Beteiligungsmöglichkeit der Stellungnahme am Konsultationsverfahren zum o.g. Referentenentwurf eines Gesetztes des BMWi (IIIB2) vom 26. September 2016. 

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. ist ein Verband mit rund 4.500 Mitgliedern. Bei den Mitgliedern handelt es sich überwiegend um energieintensive Unternehmen des Mittelstandes. Der Anteil am deutschen Energiebedarf der mittelständischen Industrie beträgt dabei etwa 15 Prozent. Es ist das Satzungsziel des VEA, die energiewirtschaftli-chen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten.

Diese Belange werden durch den Entwurf betroffen und bedingen daher die folgende Stellungnahme in entsprechend dargelegter Weise. Einige Regelungen werden vom VEA (ausdrücklich) begrüßt. Wichtige Forderungen entnehmen Sie bitte der unteren Datei.

20.09.2016 | Bundesregierung zeichnet VEA-Energieeffizienz-Netzwerk REGINEE München für besondere Leistung aus

Berlin. Mit einem bundesweiten Treffen bringt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) heute eine Vielzahl teilnehmender Unternehmen aus seinen REGIonalen Netzwerken für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammen. Das Treffen findet im Vorfeld der ersten Jahresveranstaltung der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) der Bundesregierung in Berlin statt. Als Best-Practice-Beispiel wird dabei das vom VEA initiierte REGINEE München für seine hervorragende Netzwerkarbeit geehrt.

„Unter der Federführung des VEA und Partnern wurden bereits 21 Energieeffizienz-Netzwerke initiiert, darunter acht aktive und 13, die sich derzeit in der Gründung befinden“, sagt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. „Dabei sammelt sich beeindruckend viel Know-how an. Gleichzeitig werden zahlreiche Best-Practice-Fälle entwickelt. Mit unserem bundesweiten Treffen sollen unsere REGINEE-Mitglieder die Chance bekommen, sich netzwerkübergreifend zu den Themen Energieeffizienz und -einsparung auszutauschen.“

Im Rahmen der ersten IEEN-Jahresveranstaltung, die im Anschluss an das REGINEE-Treffen in Berlin stattfindet, wird ein Energieeffizienz-Netzwerk des VEA einen besonderen Platz im Programm einnehmen: Als eines von sechs ausgewählten Unternehmensnetzwerken in Deutschland wird das REGINEE München für seine besondere Leistung ausgezeichnet. Die Urkunde überreicht Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks.

Michael Rosenthal, Abteilungsleiter Materialwirtschaft & Produktionsmanagement der Max Frank GmbH & Co. KG und Thorsten Hoppe, Technischer Leiter der Bavaria Film GmbH, nehmen die Urkunde stellvertretend für alle Teilnehmer des REGINEE München entgegen. „Wir freuen uns, dass unser gemeinsames Engagement im Bereich Energieeffizienz auf diese Weise anerkannt wird“, sagt Michael Rosenthal. „Die Max Frank Gruppe widmet sich im Rahmen ihrer Unternehmensverantwortung seit vielen Jahren dem Thema Energieeffizienz. Trotzdem haben wir uns im REGINEE München weiter verbessert und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern dazugelernt. Die Netzwerkidee ist aus unserer Sicht ein Erfolgsmodell.“

01.08.2016 | Strompreise für mittelständische Unternehmen steigen weiter an

Hannover. Mittelständische Unternehmen zahlen durchschnittlich 1,3 Prozent mehr für Strom als noch vor einem Jahr. Der Trend des Preisanstiegs setzt sich damit auch im Jahr 2016 fort, wie der aktuelle Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zeigt. Zwar verzeichnet die Studie weiterhin sinkende Großhandelspreise. Die stark gestiegenen Netzentgelte sowie die erhöhte EEG-Umlage sorgen im Schnitt aber für einen Anstieg der Strompreise.

"Aufgrund des starken Anstiegs der Netzentgelte und der Erhöhung der EEG-Umlage in Deutschland ist das durch­schnittliche Wachstum der Strompreise um 1,3 Prozent im Vergleich zum Juli 2015 keine Überraschung", sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Mittel­ständische Unternehmen können dennoch weiterhin Kosten beim Stromeinkauf sparen. "Die Marktlage ist oft unübersichtlich und für Unternehmer nur mit großem Aufwand zu überblicken. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich professionell beraten zu lassen", so Dr. Stuke weiter. Mithilfe der Beratung durch die Experten des VEA erhalten mittelständische Unter­nehmen die Chance, die Potenziale des liberalisierten Strommarktes optimal zu nutzen.

Während der durchschnittliche Strompreis bundesweit bei 13,49 Ct/kWh liegt, verzeichnet der Preisvergleich des VEA starke Preisunterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Unternehmen in den neuen Bundesländern zahlen mit im Schnitt 14,34 Ct/kWh etwa 8 Prozent mehr als Unternehmen in den alten Bundes­ländern (durchschnittlich 13,28 Ct/kWh). Auch zwischen den einzelnen Netzgebieten bestehen zum Teil große Preisunterschiede. Den niedrigsten Strompreis ruft demnach die Rheinische Netzgesellschaft in Köln mit 12,21 Ct/kWh auf. Mit 16,15 Ct/kWh bezah­len die Kunden der Wemag Netz in Schwerin am meisten für ihren Strom.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netz­gebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

21.07.2016 | Unternehmen in der Region Stuttgart setzen sich für mehr Energieeffizienz ein

Stuttgart. Das erste Energieeffizienz-Netzwerk des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) in Baden-Württemberg nimmt heute seine Arbeit auf: Acht Unternehmen in der Region Stuttgart haben entschieden, sich in Zukunft zum Thema Energiesparen und Klimaschutz auszutauschen. Die Filderklinik gGmbH in Filderstadt-Bonlanden richtet heute das Gründungstreffen des Netzwerks aus. Interessierte Unternehmen haben weiterhin die Möglichkeit, sich dem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz – kurz REGINEE – in der Region Stuttgart anzuschließen.

"Wir freuen uns sehr, dass der Zuspruch der Unternehmen um Stuttgart so groß ist", freut sich Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. "Die Unternehmen ergreifen damit die Chance, eigene Effizienzziele und Maßnahmen begleitet umzusetzen und dabei gegenseitig aus ihren Erfahrungen zu lernen. Das ist für alle ein Gewinn", betont Otto. So können Unternehmen ihre Investitionen noch effizienter gestalten. Der VEA übernimmt die Organisation und unterstützt das Netzwerk durch kompetente Energieeffizienzberater vor Ort. Während des Gründungstreffens des REGINEE Stuttgart entscheiden die Unternehmen über die zukünftige Themensetzung und Zielstellungen. Anschließend besichtigen die Teilnehmer die technischen Anlagen der auf Komplementärmedizin spezialisierten Filderklinik gGmbH.

Volker Ernst, Geschäftsführer des Krankenhauses, erläutert: "Bei der Optimierung von Energiekosten stehen Krankenhäuser vor besonderen Herausforderungen." Demnach hätten Kliniken ganzjährig einen hohen Wärme- und Kältebedarf und benötigten Strom unabhängig von der Jahreszeit. "Umso wichtiger ist es, auf dem Laufenden über die gesetzlichen Entwicklungen und Investitionsmöglichkeiten zu bleiben und sich zu Erfahrungen über Energieeffizienzmaßnahmen auszutauschen. Für die Patienten und auch für den Klimaschutz", sagt der Klinik-Geschäftsführer. Die Förderung für die Netzwerkteilnahme durch das Land Baden-Württemberg für Kliniken und KMU bezeichnet er daher als wichtiges und richtiges Signal der Landesregierung.

Folgende Unternehmen nehmen am Netzwerk teil:

  • alutec metal innovations GmbH & Co. KG
  • beweka Kraftfutterwerk GmbH
  • Filderklinik gGmbH
  • Henkel GmbH Druckerei
  • Hinz GmbH
  • Hoffmann + Krippner GmbH
  • Klinikum Mannheim GmbH
  • Metalltechnik Schmidt GmbH & Co. KG

20.07.2016 | Wasserpreise bleiben im Vergleich zum Vorjahr stabil

Hannover. Gute Nachrichten für Industriekunden: Knapp zwei Drittel der deutschen Wasserversorgungsunternehmen verzichten im Ver-gleich zum Vorjahr auf eine Änderung der Trink-wasserpreise. Das geht aus dem aktuellen Wasser-preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) hervor. Dabei erhöhten zwar 21 Versorger ihre Preise. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ beträgt dennoch wie im Vorjahr 3,97 €/m³. Sieben Anbieter senkten ihre Gebühren, sodass sich insgesamt eine durchschnitt¬liche Verteuerung von 0,83 Prozent ergibt.

Der VEA untersuchte für den Preisvergleich die Wasser­preise von 82 deutschen Städten. "Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Wasserpreise stabil. Der in unserer Erhebung festgestellte Preisanstieg fällt gering aus", sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. So haben im vergangenen Jahr 13 Unternehmen ihre Preise angehoben. "Dieses Jahr erhöhten zwar 21 Wasserversor­ger ihre Preise, größtenteils aber nur in sehr geringem Maße." Den stärksten Preisanstieg verzeichnete der VEA mit 19,4 Prozent in Fürth, gefolgt von den Kommunal­betrieben Ingolstadt mit einer Erhöhung von 13,7 Prozent. Die Kunden der Stadtwerke Bochum müssen künftig 5,2 Prozent mehr zahlen.

Am meisten gesunken sind die Preise bei den Stadt­werken Eschwege (-6,4 Prozent), den Stadtwerken Jena (-4 Prozent) und der WVV Würzburg (-4 Prozent). Die Studie des VEA ergab darüber hinaus, dass ein Gebühren­vergleich nur eingeschränkt möglich ist. Vor allem Abwassergebühren sind schwer bewertbar, weil Grund­stücksflächen unter Umständen uneinheitlich berechnet werden. "Wegen der unterschiedlichen Bemessungs­grundlagen ist die Einbeziehung der Abwassergebühren bzw. -preise nur bedingt aussagefähig", erklärt Stuke.

Weitere Informationen stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

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