Pressemitteilungen

Aktuelle Informationen vom VEA

17.11.2017 | Regionale Netzwerke sind Vorreiter beim Klimaschutz

Während Delegierte auf der 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) in Bonn derzeit über die internationale Zusammenarbeit für mehr Klimaschutz diskutieren, trafen sich gestern 23 Unternehmensvertreter aus der Bonner Region bei der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, um sich über bereits realisierte und geplante Energieeffizienzmaßnahmen auszutauschen. Die Unternehmen sind Mitglied im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, eines von insgesamt zwölf REGIonalen Netzwerken für EnergieEffizienz (kurz: REGINEE) des VEA. Ihr gemeinsames Ziel: Die eigenen kWh- und CO2-Emissionen zu reduzieren. Allein das REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, das gemeinsam vom VEA und der IHK Bonn/Rhein-Sieg initiiert wurde, plant bis 2020 entsprechend etwa 18 Mio. kWh und fast 8 Tsd. Tonnen CO2 einzusparen. Damit wird Klimaschutz in der Region bereits ganz konkret umgesetzt.

"Wir sind stolz darauf, bei dem Thema Energieeffizienz mit Hilfe des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg Vorreiter zu sein und anderen regionalen aber auch nationalen Unternehmen als gutes Beispiel voranzugehen. Innerhalb des REGINEE können wir unseren Beitrag für mehr Klimaschutz leisten und gleichzeitig Investitionen wirtschaftlich umsetzen. Dadurch entwickeln wir uns insgesamt erfolgreich als modernes lebensmittelherstellendes Unternehmen weiter, das den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Eine Win-win-Situation", erklärt Stefan Franceschini, Geschäftsführer der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG. "Wir setzen hier vor Ort konkrete Maßnahmen um, über die an mancher Stelle noch diskutiert wird", ergänzt Franceschini.

Die teilnehmenden Unternehmen des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg können bereits auf eine Vielzahl von Effizienz- und weiteren kostensparenden Maßnahmen zurückblicken. So wurden unter anderem neben Beleuchtungsumstellungen auf LED oder der Installation von KWK-Antrieben bei der Drucklufterzeugung die Begrenzung der Spitzenlast durch verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen. Neben konkreten Effizienz- und Einsparmaßnahmen spielen für die Unternehmen aber auch rechtliche Rahmenbedingungen und Fragen zu Meldepflichten eine wichtige Rolle.

Weitere fünf REGINEE befinden sich derzeit deutschlandweit in Gründung. Darunter auch ein zweites REGINEE in der Region Bonn/Rhein-Sieg, für das bereits vier Unternehmen angemeldet sind. Unternehmen, die an einer REGINEE-Teilnahme interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

04.10.2017 | Gute Nachricht für Unternehmen: Gaspreis um 8,9 Prozent gesunken

Mittelständische Unternehmen können sich über fallende Gaspreise freuen. Wie aus dem VEA-Erdgaspreisvergleich hervorgeht, sank der Erdgaspreis in den letzten 6 Monaten durchschnittlich um 8,9 Prozent. Damit liegt er nach einer zwischenzeitlichen Steigerung um 10,8 Prozent mit derzeit 2,35 Ct/kWh wieder auf Vorjahresniveau (2,33 Ct/kWh). Zwar ging der Preis in jedem der 50 zum Vergleich herangezogenen Netzgebiete zurück, zwischen den einzelnen Anbietern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede von bis zu 24,2 Prozent.

„Wir sind froh, dass mittelständische Unternehmen von abnehmenden Gaspreisen profitieren und sich die Kostenbelastung – zumindest im Bereich des Erdgases – nicht weiter ausweitet“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. „Gerade angesichts des nahenden Winters sollten Unternehmen dennoch über neue Verträge mit Erdgaslieferanten nachdenken“, empfiehlt Stuke. Die Preissenkungen sind im Wesentlichen auf die deutlich rückläufigen Großhandelsnotierungen im dritten Quartal 2017 zurückzuführen.

Mit 9,8 Prozent ist bei wesernetz mit Sitz in Bremen der größte Preisrückgang zu verzeichnen (2,09 Ct/kWh). Damit führt der Bremer Erdgasversorger die Gruppe der zehn preisgünstigsten Anbieter vor e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt und dem Dortmunder Netz an. Kunden bei Netrion mit dem Teilnetz Mannheim müssen dagegen mit durchschnittlich 2,60 Ct/kWh im Vergleich zu wesernetz-Kunden 24,2 Prozent mehr zahlen. Laut dem unabhängigen VEA-Gaspreisvergleich folgen auf Netrion das Saarbrücker energis-Netz und das SWE-Netz mit Sitz in Erfurt als teuerste Versorgungsgebiete.

„Neben den reinen Kosten für die Netznutzung, Gasbeschaffung oder auch die Konzessionsabgabe spielen natürlich auch andere Kriterien wie die Flexibilität, Vertragslaufzeit oder die Bonität des Versorgers bei der Wahl des Energieanbieters eine Rolle“, erläutert Dr. Volker Stuke. „Um den optimalen Vertrag zu finden, empfiehlt sich daher immer eine kompetente Beratung eines unabhängigen Experten, wie dem VEA.“

Der VEA untersucht zweimal jährlich die Entwicklung des Gaspreises und stellt diese in einem umfassenden Preisvergleich zusammen. Waren in der Vergangenheit Standardpreisregelungen die Grundlage des Vergleichs der 50 verschiedenen Gasnetzgebiete, publiziert der VEA nun realistische Preisindikationen aus 15 definierten Abnahmefällen. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.07.2017 | Wasserpreise steigen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 0,75 Prozent

Der aktuelle Wasserpreisvergleich des VEA zeigt für Industriekunden erneut einen leichten Preisanstieg: Sie müssen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 0,75 Prozent mehr für Trinkwasser bezahlen. Dabei zeigen einzelne Wasserversorgungsunternehmen (WVU) jedoch erhebliche Schwankungen zwischen +19,6 Prozent und -1,2 Prozent. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ steigt damit auf 4,01 €/m³.

"Der VEA-Wasserpreisvergleich zeigt in diesem Jahr zwar nur einen durchschnittlichen Preisanstieg von unter 1 Prozent", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch ein kleiner Preisanstieg Mehrkosten verursacht, die von den Unternehmen erst einmal wieder erwirtschaftet werden müssen."

Insgesamt 13 der 82 untersuchten Wasserversorgungsunternehmen (WVU) zeigen Preissteigerungen, darunter drei WVU sogar im zweistelligen Bereich. Den stärksten Preisanstieg verzeichnet der VEA-Preisvergleich mit 19,6 Prozent auf jetzt 4,46 €/m³ bei den Stadtwerken Emden. Es folgen mit 12,5 Prozent MAINOVA in Frankfurt/Main und mit 12,1 Prozent die Stadtwerke Augsburg.

Fünf der untersuchten Wasserversorger senkten dagegen ihre Preise: Mit jeweils -1,2 Prozent führen der Kommunalbetrieb Ingolstadt und Purena Helmstedt diese Liste an. Es folgen EVI Hildesheim (-0,2 Prozent) sowie Halle und Krefeld (jeweils -0,1 Prozent).

Als Grundlage des Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Eingeschränkt wird die Aussagekraft des Preisvergleichs dadurch, dass vor allem die Abwassergebühren aufgrund uneinheitlicher Berechnungen der Grundstücksflächen nur bedingt vergleichbar sind. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis - also Wasser plus Abwasser - Ingolstadt (2,72 €/m³), Worms (2,84 €/m³) und Augsburg (2,96 €/m³) als die drei günstigsten, Potsdam (5,84 €/m³), Krefeld (5,64 €/m³) und Saarbrücken (5,48 €/m³) als die drei teuersten Versorgungsgebiete.

04.07.2017 | Erneut massiver Strompreisanstieg: 11,9 Prozent innerhalb eines Jahres

 

Der massive Preisanstieg im Strombereich setzt sich fort: 30 Prozent höhere Großhandelspreise aber auch Kostensteigerungen bei den Netzentgelten und der EEG-Umlage lassen den im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlichen Strompreis um 11,9 Prozent steigen. Dies zeigt der aktuell veröffentlichte Strompreisvergleich des VEA.

"Bereits seit dem Frühjahr 2016 verzeichnen wir einen Anstieg des Großhandelspreises, der die Energiekosten - neben den Umlagezahlungen - weiter nach oben treibt. Der nun ermittelte Anstieg um 11,9 Prozent zeigt jedoch eine neue Kostendimension", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Damit setzt sich der Trend eines ansteigenden Strompreises - um 1,3 Prozent im August 2016 und 6,5 Prozent im Januar 2017 - konsequent fort. "Zum Leidwesen des deutschen Mittelstandes", ergänzt Stuke. "Energiefragen sind gerade für kleinere und mittlere Unternehmen längst auch erhebliche Kostenfragen. Da ein Rückgang des Strompreises derzeit nicht abzusehen ist, müssen Unternehmer selbst aktiv werden", empfiehlt Stuke. Hier setzt eine professionelle Energieberatung an. So sind schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen bspw. über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de) möglich.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt aktuell bei 15,09 Ct/kWh, wobei in keinem der 50 untersuchten Netzgebiete der Preis gesunken ist. Den geringsten Preisanstieg verzeichnet ED Netze in Rheinfelden (+7,0 Prozent), gefolgt von Netz BW in Karlsruhe (+7,4 Prozent) und Westnetz in Wesel (+8,3 Prozent). Mit einem Preisanstieg von 17,9 Prozent führt die Main-Donau Netzgesellschaft in Nürnberg die Statistik an. Die Preise im SWB Netz in Bielefeld erhöhten sich um 17,4 Prozent, im Netz des Bayernwerks in Regensburg um 17,3 Prozent. Der Preisvergleich zeigt zudem, dass sich die prozentuale Differenz zwischen Ost und West um 0,2 Punkte auf 8,8 Prozent verringert hat. Mit Kosten von durchschnittlich 16,13 Ct/kWh liegt das Preisniveau in den neuen Bundesländern jedoch nach wie vor deutlich über dem der alten Bundesländer (14,83 Ct/kWh).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

30.06.2017 | REGINEE Hamburg gegründet: Neun Unternehmen engagieren sich gemeinsam für den Klimaschutz

Mit dem Ziel, gemeinsam kWh- und CO2-Emissionen einzusparen, sind gestern neun Unternehmen aus Hamburg und Umgebung im Rahmen eines REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammengetroffen. Unter dem Motto "Unternehmen vernetzen. Wissen teilen. Energie sparen." arbeiten die Unternehmen in den nächsten vier Jahren sowohl individuell als auch gemeinsam daran, ihren Energiebedarf nachhaltig zu senken. Das REGINEE Hamburg ist das elfte Netzwerk, das sich unter Initiative des VEA gegründet hat.

"Als moderne Großbäckerei steht für uns die Qualität unserer Produkte an oberster Stelle. Mit diesem Qualitätsanspruch sehen wir uns auch in einer Verantwortung gegenüber der Lebensqualität unserer Kunden und Mitarbeiter. Durch einen sparsamen Energieeinsatz und unsere steten Bemühungen, diesen auch noch weiter zu senken, verbinden wir Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit und tragen unseren Teil zum Umweltschutz bei", erklärt Norbert Lötz, Geschäftsführer der Harry-Brot GmbH, dem gastgebenden Unternehmen der REGINEE-Gründung.

"Unsere REGINEE-Initiative setzt an zwei entscheidenden Punkten an: Wir ermöglichen nicht nur den intensiven Austausch der Unternehmen zu Fragen der Energieeffizienz untereinander, sondern begleiten das Netzwerk als Verband auch durch fachliche Vorträge und neue Impulse. Beide Punkte führen letzten Endes zum Erfolg und senken den Energiebedarf und damit auch die Energiekosten der REGINEE-Unternehmen", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Die in einem REGINEE vernetzten Unternehmen erhalten vom VEA aber nicht nur fachliche Unterstützung im Energiebereich. Es wird zudem sichergestellt, dass teilnehmende Unternehmen immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen sind, z.B. zu aktuellen politischen Meldepflichten.

Folgende neun Unternehmen sind Teilnehmer des Gründungstreffens:

  • ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg
  • Boizenburg Fliesen GmbH, Boizenburg / Elbe
  • Harry-Brot GmbH, Schenefeld
  • Hamburger Hochbahn AG, Hamburg
  • Otto GmbH & Co. KG, Hamburg
  • RSH Polymere GmbH, Hamburg
  • tesa SE, Norderstedt
  • tesa Werk Hamburg GmbH, Hamburg
  • Walsroder Casings GmbH, Bomlitz

Weitere fünf REGINEE befinden sich derzeit deutschlandweit in Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

09.06.2017 | Wahljahr 2017: VEA fordert mehr Beständigkeit in der Energiewende

Der VEA kritisierte bei der gestern stattfindenden Mitgliederversammlung die fehlende Beständigkeit bei der Umsetzung der Energiewende. Wie der Verband mitteilte, leide insbesondere der deutsche Mittelstand unter den steten Novellierungen der Energiegesetze und steigenden Energiepreisen. Dadurch werde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gefährdet. Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 spricht sich der VEA daher für eine Entlastung des energieintensiven Mittelstands und eine beständigere Umsetzung der Energiewende aus.

"Durch die Dezentralisierung und die Liberalisierung des Stromsektors in den vergangen Jahrzehnten wurden wichtige und notwendige Entwicklungen ermöglicht, die wir als Verband der Energieabnehmer begrüßen", erklärt August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA, in seiner Rede vor den Mitgliedern. "Wir warnen jedoch gleichzeitig davor, dass diese positiven Entwicklungen durch ein Übermaß an Bürokratie, unübersichtliche Regelungen und weiter steigende Stromkosten ins Negative umschlagen."

Steigende Energiekosten, strenge bürokratische Vorgaben und die fehlende Kontinuität in der Gestaltung der Energiewende belasten insbesondere den energieintensiven Mittelstand und führen zu Planungsunsicherheiten und Investitionshemmnissen. "In vielen Branchen wird nicht mehr ausreichend investiert und reinvestiert. Als Konsequenz drohen der Substanzverlust bei Produktionsanlagen und letztlich die Schwächung des Wirtschaftsstandorts", so Wagner. Dies gefährde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft über die nächsten Jahrzehnte hinaus. "Wir können nicht oft genug daran erinnern, dass Unternehmer bei Investitionsentscheidungen nicht in Legislaturperioden denken und planen, sondern in Zeiträumen von häufig mehreren Jahrzehnten", führt Wagner weiter aus.

Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 fordert der VEA daher sichere und beständige Rahmenbedingungen bei der Umsetzung der Energiewende und ein Ende grundlegender Novellierungen und gesetzlicher Veränderungen im Energiesektor. Planungssicherheit und finanzielle Entlastungen in den energieintensiven Wirtschaftsbereichen seien Grundvoraussetzungen dafür, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland auch in den kommenden Jahrzehnten seinen international guten Stand bewahren könnte.

24.05.2017 | Erstes VEA-Energieeffizienz-Netzwerk in Göttingen gegründet

Insgesamt sieben Unternehmen aus der Region Göttingen haben sich gestern zu einem vom VEA initiierten REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammengeschlossen. Unter dem Motto „Unternehmen vernetzen. Wissen teilen. Energie sparen.“ wollen sie in den nächsten vier Jahren auf die Einsparung von kWh- und CO2-Emissionen hinarbeiten. Das REGINEE Göttingen ist bereits das vierte Netzwerk, das sich unter Federführung des VEA in Niedersachsen gründet.

In einem REGINEE vernetzte Unternehmen erhalten vom VEA fachliche und praxisorientierte Unterstützung im Energiebereich. Sie tauschen sich über neue Möglichkeiten und bereits umgesetzte Maßnahmen sowie deren Auswirkungen auf die Effizienzbilanz aus. Zudem wird sichergestellt, dass REGINEE-Unternehmen immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen sind, z.B. zu aktuellen politischen Meldepflichten.

Michael von Darsen, Leiter Elektrotechnik/ Managementsysteme bei Sartorius, ist von den Vorteilen einer Netzwerkteilnahme überzeugt: "Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Energiebilanz zu verbessern, nicht nur bei den vielen Neubauten, sondern auch im Bestand. Nächstes Jahr zum Beispiel werden wir in unserer Filterproduktion mehr als 1000 konventionelle Reinraum-Leuchten gegen LED-Module tauschen. Gern teilen wir solche Ideen mit REGINEE-Mitgliedern und lassen uns wiederum durch sie inspirieren. Beide Seiten profitieren und können noch besser einschätzen, wie praktikabel und effektiv die Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz sind."

Auch die Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf Alberti GmbH & Co. und KG, seit über 100 Jahren Erzeuger von hochwertigen Schwerspat-Produkten, ist ein Mitglied im neu gegründeten Effizienznetzwerk. "Durch die Teilnahme am REGINEE Göttingen vereinen wir unsere wirtschaftlichen und ökologischen Unternehmensansprüche: Wir senken unsere Energiekosten und tun gleichzeitig etwas für den Klimaschutz", erklärt Robert Mauerlechner, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens und gleichzeitig VEA-Vorstandsmitglied.

Folgende sieben Unternehmen nehmen am Netzwerk teil:

  • Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  • Eisengießerei O. Gattermann GmbH, Dassel
  • Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Holzminden
  • Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen
  • Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf, Bad Lauterberg im Harz
  • Privatbrauerei Wittingen GmbH, Wittingen
  • KWS Saat SE, Einbeck

Weitere sechs REGINEE befinden sich in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

19.05.2017 | Elf Unternehmen – Ein Ziel: Bis 2020 über 18 Mio. kWh und fast 8.000 Tonnen CO2 einsparen

Die elf Unternehmen im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg haben sich darauf verständigt, bis zum Ende der Netzwerklaufzeit 2020 insgesamt 18.274.961 kWh und 7.979 Tonnen CO2 einzusparen. Das wurde gestern während des fünften Treffens bei der Griebling Keramik GmbH & Co. KG in Mogendorf beschlossen. Bereits seit der Netzwerkgründung April 2016 wurden gemeinsam Energieeffizienzmaßnahmen ermittelt und geplant. Aufgrund der hohen Nachfrage weiterer Unternehmen ist zudem ein zweites REGINEE Bonn/Rhein-Sieg geplant.

"Die Energiewende ist gerade für mittelständische Unternehmen ein massiver Kostenfaktor. Daher ist es umso wichtiger, den notwendigen Umweltschutz so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Getreu dem Motto: Jede nicht verbrauchte kWh ist eine kWh, die man nicht bezahlen muss, arbeiten somit seit April vergangenen Jahres die Unternehmen im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg daran, ihre kWh- und CO2-Emissionen und damit ihre Energiekosten nachhaltig zu reduzieren.

Michael Griebling, Geschäftsführer der Griebling Keramik GmbH & Co. KG und Gastgeber des fünften Netzwerktreffens, ergänzt: "Gleichzeitig tragen wir im Rahmen der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke zu den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung bei. Eine Win-win-Situation!"

In einem REGINEE - kurz für Regionales Netzwerk für Energie-Effizienz - erhalten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wichtige fachliche und praxisorientierte Unterstützung bei ihren täglichen Herausforderungen im Energiebereich. Durch den engen Austausch können sie ihre Erfahrungen mit einzelnen Energieeffizienzmaßnahmen miteinander teilen und so voneinander lernen.

Im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg wurden bereits erste Projekte wie die Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage, die Modernisierung der Regeltechnik bei der Brennsteuerung eines HD-Ofens oder der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen in der Drucklufterzeugung angestoßen. Für die einzelnen Netzwerkteilnehmer ergeben sich dadurch zum Teil jährliche Energiekosteneinsparungen von mehr als 100.000 Euro.

Neben dem REGINEE Bonn/Rhein-Sieg hat der VEA als Netzwerkträger bereits zehn andere Netzwerke in ganz Deutschland initiiert. Sechs weitere VEA-Netzwerke befinden sich derzeit in der Gründung. Aufgrund der hohen Nachfrage ist mit dem REGINEE Bonn/Rhein-Sieg II ein zweites Energieeffizienznetzwerk unter der Federführung des VEA und der IHK Bonn/Rhein-Sieg geplant, für das noch Plätze an interessierte Unternehmen zu vergeben sind.

02.05.2017 | Jährlicher Preisanstieg bei Netzentgelten setzt sich fort

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA zeigt, dass die Preise in den letzten 12 Monaten im Mittelspannungsbereich durchschnittlich um 0,51 ct/kWh, also um 14,3 Prozent gestiegen sind. Im Niederspannungsbereich erhöhte sich der Preis um 0,63 ct/kWh und damit um 10,2 Prozent. Zudem weist der Preisvergleich einen massiven Unterschied von bis zu 400 Prozent zwischen einzelnen Netzbetreibern auf.

"Bereits jetzt sind die Preissteigerungen der letzten 12 Monate bei den Stromnetzentgelten enorm" so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Und das, obwohl der Netzausbau noch gar nicht richtig begonnen hat. Mit dem notwendigen Netzausbau werden sich die Durchleitungskosten noch weiter dramatisch erhöhen." Netzbetreiber sind zwar verpflichtet die Netzkosten im Internet zu veröffentlichen, bei fast 900 Netzbetreibern fällt ein individueller Preisvergleich jedoch schwer. Hier können die unabhängigen Berater des VEA unterstützen. Mit Hilfe der VEA-Datenbank können die Stromnetzentgelte deutschlandweit verglichen werden.

Innerhalb eines Jahres müssen im Mittelspannungsbereich mit derzeit 4,04 ct/kWh insgesamt 14,3 Prozent mehr gezahlt werden. In der Niederspannung stieg das Netzentgelt um 10,2 Prozent, sodass im Durchschnitt 6,86 ct/kWh an Kosten anfallen. Im Vergleich zum Jahr 2009 stieg die finanzielle Belastung im Niederspannungsbereich um fast 40 Prozent, im Mittelspannungsbereich sogar um mehr als 55 Prozent.

Im Mittelspannungsbereich sind die drei preisgünstigsten Netzbetreiber die Stadtwerke Geldern Netz, FischerStrom in Edling und der Netzbetrieb Hirschberg. Die drei kostenintensivsten Netzbetreiber sind das Elektrizitätswerk Hindelang, das WEMAG Netz mit Sitz in Schwerin und die Energieversorgung Kipfenberg. Kunden dieser drei Anbieter zahlen bis zu viermal höhere Preise für ihren Strom, als Kunden der günstigsten Anbieter.

Trotz teilweise hoher Preisdifferenzen zwischen einzelnen Netzbetreibern lassen sich starke regionale Unterschiede nachweisen. Während im Westen und Südwesten der Republik die Netzentgelte günstiger sind, werden in den neuen Bundesländern nicht zuletzt aufgrund des regional vorangetriebenen Ausbaus von Windkraftanlagen höhere Preise verlangt.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 822 Netzbetreiber und zeigt dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

26.04.2017 | Auftakt für bundesweite REGINEE-Treffen des VEA auf der Hannover Messe

Vertreter von 22 mittelständischen REGINEE-Mitgliedsunternehmen haben sich gestern auf der Hannover Messe über die Planung und Umsetzung von zeitgemäßen Energieeffizienzmaßnahmen informiert. Neben Fachvorträgen und -diskussionen bestand das Programm aus Messe-Rundgängen zu den Themen Energiemanagement, Netztechnik und Zukunftstechnologien im Energiebereich. Die vom VEA initiierte Veranstaltung fand erstmals im Rahmen der Leitmesse „Energy“, der weltweit bedeutendsten Industriemesse für integrierte Energiesysteme und Mobilität, in Hannover statt.

"Energieeffizientes Wirtschaften wird in Deutschland und auch europaweit immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund ist es nur konsequent, dass die weltweit wichtigste Industriemesse dem Thema Energie einen eigenen Schwerpunkt widmet", resümiert VEA-Geschäftsführer Christian Otto die Veranstaltung. "Der Ansatz der REGINEE ist es, mittelständische Unternehmen zu einem kontinuierlichen und praxisnahen Austausch über Energieeffizienzfragen zu motivieren, um umweltfreundlicher und gleichzeitig wettbewerbsfähiger wirtschaften zu können."

Auf Einladung des VEA konnten sich REGINEE-Mitgliedsunternehmen in drei Impulsvorträgen aus verschiedenen Branchen und während moderierter Hallenrundgänge zu den Themen Energiemanagement, Netztechnik und Neue Energiewelt über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, die Energieeffizienz im eigenen Unternehmen zu steigern.

Aus dem energieintensiven Bereich der Stahlverarbeitung war die WW-K Warmwalzwerk Königswinter GmbH mit einem Impulsvortrag vertreten. Referent Herbert Landsberg, Energiemanager der WW-K Königswinter GmbH, sieht in dieser Vernetzung große Vorteile für sein Unternehmen: "Seit unserer Gründung Anfang 2016 haben wir uns den nachhaltigen und umsichtigen Umgang mit Ressourcen auf unsere Fahne geschrieben. In der stahlverarbeitenden Branche ist Energieeffizienz ein wichtiges Thema - für unsere Wettbewerbsfähigkeit als Mittelständler und im Hinblick auf unsere soziale und ökologische Verantwortung. Der gemeinsame Austausch mit anderen Unternehmen im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg hat sich als ein effektiver Weg erwiesen, unsere Ziele zu erreichen."

Mit der Gründung von bislang zehn EnergieEffizienz-Netzwerken unterstützt der VEA die Klimaziele der Bundesregierung bis 2020 im Rahmen der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Neben konkreten Energieeinsparpotenzialen erhalten teilnehmende Unternehmen vom VEA zusätzlich Hinweise zu gesetzlichen Vorgaben und Fristen. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

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