Pressemitteilungen

Aktuelle Informationen vom VEA

17.04.2018 | Anstieg gestoppt: Netzentgeltpreise sinken erstmals seit neun Jahren

Erstmals seit neun Jahren sind die Netzentgeltpreise wieder gesunken. Im Vorjahresver-gleich fiel der Preis in der Mittelspannung um 0,16 Ct/kWh also um 3,9 Prozent. Im Niederspannungsbereich verbilligten sich die Preise um 0,23 Ct/kWh oder 3,4 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Netznutzungs-entgeltvergleich des VEA hervor. Weiterhin weist der Preisvergleich jedoch einen massiven Unterschied von bis zu 400 Prozent zwischen einzelnen Netzbetreibern auf.

"Auch wenn die Preise gesunken sind, so bleiben die regionalen Unterschiede in Deutschland signifikant", sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Insgesamt ist das Preisniveau im Westen und Südwesten deutlich günstiger als im Rest der Republik. Vor allem in den neuen Bundesländern werden nicht zuletzt aufgrund des regional vorangetriebenen Ausbaus von Windkraftanlagen höhere Preise verlangt." So müssen mittelständische Sonder-vertragskunden bei den zehn teuersten Netzbetreibern durchschnittlich 6,61 Ct/kWh im Mittelspannungsbereich und 13,12 Ct/kWh in der Niederspannung zahlen. Die selbe Leistung bei den zehn preisgünstigsten Netzversorgern kostet 2,12 Ct/kWh in der Mittel- und 3,62 Ct/kWh in der Niederspannung.

Zu den Versorgungsunternehmen mit den niedrigsten Durchschnittsentgelten im Mittelspannungsbereich zählen die Stadtwerke Waldkirchen, die Stadtwerke Metzigen und die Stadtwerke Hilden. Die teuersten Netzbetreiber werden laut Preisvergleich angeführt vom Elektrizitätswerk Hindelang, den Stadtwerken Leutershausen und Niedersachsen Ports mit Sitz in Emden. Generell sind die Versorger verpflichtet die Netzkosten im Internet zu veröffentlichen. "Bei fast 900 Netzbetreibern fällt ein individueller Preisvergleich jedoch schwer. Hier können die unabhängigen Berater des VEA unterstützen", erklärt Stuke. Mit Hilfe der VEA-Datenbank können die Netzentgelte deutschlandweit verglichen werden.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 812 Netzbetreiber und weist dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad auf. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung weitere drei Abnahmefälle mit niederspannungs-seitiger Versorgung und Messung.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.04.2018 | Belastung für den Mittelstand: Preis für Erdgas steigt um 4,5 Prozent

Die Preise für Erdgas haben sich in den vergangenen sechs Monaten um 4,5 Prozent verteuert. Das geht aus dem aktuellen Erdgaspreisvergleich des VEA hervor. Den größten Preisanstieg konnten die Experten bei den Stadtwerken Leipzig verzeichnen. Dort müssen Industriekunden gegenüber Oktober 2017 10,9 Prozent mehr für Erdgas zahlen.

"Die Preissteigerungen sind unter anderem auf die gestiegenen Großhandelspreise zurückzuführen und bedeuten eine erhebliche Zusatzbelastung für Unternehmen. Der Vergleich hilft Gaskunden, den Überblick über kurzfristige Preisveränderungen zu behalten", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäfts-führer des VEA.

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind unter anderem auch die Preise bei der SWM Infrastruktur mit Sitz in München (8,8 Prozent), der Stadtwerke Rostock Netz (8,0 Prozent) und der e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt (7,7 Prozent). Jeweils 0,7 Prozent weniger zahlen Unternehmen der Netzgebiete Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn und Hamburg Netz. Demnach lassen sich zwischen den einzelnen Netzgebieten Unterschiede von bis zu 27,5 Prozent feststellen.

"Wir erwarten, dass sich die Erdgaspreise auch weiterhin verteuern werden", sagt Stuke weiter. So hat das OLG Düsseldorf zwischenzeitlich entschieden, dass die Eigenkapitalverzinsung der Netzbetreiber zu niedrig ist. "Deshalb werden die Netzentgelte Gas und damit auch die Erdgaspreise vermutlich weiter steigen." Diese Auswirkungen sind im Preisvergleich noch nicht berücksichtigt, da das Urteil des OLG noch nicht rechtskräftig ist. "Seit zehn Jahren herrscht Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt. Der VEA beobachtet ihn ständig, um schließlich bei der richtigen Entscheidung beratend zur Seite zu stehen", erklärt Stuke. Daneben ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

27.02.2018 | Neue Online-Übersicht zu Meldepflichten und -fristen

Zum morgigen Datum, dem 28.02.2018 müssen Eigenversorger und sonstige Letztverbraucher gegenüber dem zuständigen Netzbetreiber nach §§ 70, 74a Abs. 2, 76 EEG ihre Mengenmeldung veröffentlichen. Diese ist nur einige von zahlreichen Meldepflichten, die Eigenerzeuger und Eigenversorger, Letztverbraucher, aber auch Stromweiterleiter erfüllen müssen. Der VEA bietet mit einer chronologischen Listung interessierten Unternehmen nun eine entsprechende Übersicht der einzuhaltenden Meldepflichten. Neben der konkreten Frist wird auch auf die zugehörige Rechtsgrundlage verwiesen.

Die bereits bestehenden umfangreichen Melde- und Mitteilungspflichten wurden mit dem EEG 2017 noch einmal erheblich ausgeweitet. Die Vielzahl und Frequenz der Pflichten überfordern insbesondere mittelständische Unternehmen. Bei Nicht-Einhaltung dieser Fristen drohen zudem erhebliche Sanktionen. Für Unternehmen ist es daher umso wichtiger, alle Fristen im Auge zu behalten - nicht zuletzt um Begünstigungen in Anspruch nehmen zu können.

"Der VEA-Fristenkalender gibt bereits zum Jahresbeginn einen klar strukturierten Überblick zu den gesetzlich vorgeschriebenen Meldefristen. Dabei werden Informationen zu Empfängern, Inhalten, rechtlichen Grundlagen und Fristen bereitgestellt", macht Christian Otto, Geschäftsführer des VEA, deutlich.

Das Informationsangebot richtet sich diesbezüglich gleichermaßen an Letztverbraucher, Energieerzeuger bzw. -versorger sowie an Stromweiterleiter und Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

"Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bei Fragen direkt an einen VEA-Berater zu wenden. Damit stellen Unternehmen sicher, keine Termine zu verpassen - neben der Übersicht", erklärt Otto. "Für Unternehmen mit geringen personellen Ressourcen übernimmt der VEA auch die fristgerechte, gesetzeskonforme und vollständige Meldung aller Informationen in Vollmacht."

Um eine effiziente unternehmensinterne Aufgabenverteilung sicherzustellen und die bürokratischen Hürden zusätzlich zu senken, stellt der VEA mit dem Rechtsmanager ein weiteres Online-Angebot zur Aufgabenstrukturierung.

Die Übersicht zu den Meldepflichten ist auf der Website des VEA unter https://www.vea.de/fristenkalender/ abrufbar.

26.01.2018 | Hoher Andrang auf das VEA-Energieeffizienz-Netzwerk in Franken

Zwölf fränkische Unternehmen wollen in den kommenden vier Jahren gemeinsam für mehr Energieeffizienz einstehen. Sie haben sich dafür zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) unter Federführung des VEA zusammengeschlossen. Der Austausch im Bereich Energieoptimierung sowie weitere relevante Themen stehen hierbei im Vordergrund. Aufgrund der hohen Nachfrage ist die Gründung eines zweiten REGINEE in der Region geplant. Damit haben weitere vier Unternehmen die Möglichkeit, sich einem der zwei Energieeffizienznetzwerke des VEA anzuschließen.

August Wagner, Geschäftsführer der J.G. KNOPF'S SOHN GmbH & Co. KG und zugleich Vorstandsvorsitzender des VEA, verdeutlicht die Gründe seiner REGINEE-Teilnahme: "Knopf's Sohn ist ein Familienunternehmen mit mehr als 200 Jahren Erfahrung. Zugleich entwickeln wir uns ständig fort und setzen in unserer Produktion auf neue, innovative Verfahren und Technologien. Teil unserer Zukunftsstrategie ist es auch, immer umweltschonender zu arbeiten. Wir freuen uns daher, als gastgebendes Unternehmen der REGINEE-Gründung gemeinsam mit den elf anderen Unternehmen aus der fränkischen Region mit gutem Beispiel voranzugehen."

"Als Verband ist es unser Ziel, unsere Mitglieder in Energiefragen bestmöglich zu unterstützen", so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Gerne bilden wir die Unternehmen durch Fachvorträge und Impulse im Bereich der Energieeffizienz weiter. Zusammen mit dem interdisziplinären Austausch in einem REGINEE kann dies den teilnehmenden Unternehmen helfen, ihre Energiekosten langfristig zu senken."

Folgende zwölf Unternehmen nehmen in diesem Sinne am REGINEE Franken teil:

  • ECKART Effect Pigments Gmbh
  • Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG
  • Hefefabrik GIEGOLD Ndl. der Hagold Hefe GmbH
  • J. G. Knopf's Sohn GmbH & Co. KG
  • Naabtaler Milchwerke GmbH & Co. KG
  • PEMA Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG
  • Pflüger Lober Kuvert GmbH
  • Rottolin-Werk Julius Rotter & Co. KG
  • RUAG Ammotec GmbH
  • Textilveredelung Drechsel GmbH
  • TVU Textilveredelungsunion GmbH & Co. KG
  • Zweckverband Tierkörperbeseitigung Nordbayern

Weitere REGINEE befinden sich derzeit bundesweit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

18.01.2018 | Fernwärme wird für Unternehmen wieder teurer

Laut dem aktuellen VEA-Fernwärmepreisvergleich müssen Unternehmen mit höheren Fernwärmepreisen rechnen. Während auf Mittelständler in den alten Bundesländern ein durchschnittlicher Preisanstieg von 2,3 Prozent zukommt, zahlen Unternehmer im Osten – im Vergleich zum Oktober 2016 – zwar nur 0,4 Prozent mehr. Der Preis für Fernwärme liegt in den neuen Bundesländern jedoch 15,0 Prozent über dem Preisniveau in den alten.

Westdeutsche Unternehmer zahlen derzeit bei einer Benutzungsdauer von 1.500 h/a zwischen 55,26 €/MWh bei den Stadtwerken Kempen und 89,47 €/MWh bei den Stadtwerken Pforzheim - ein Preisunterschied von 62 Prozent. Bei einer Benutzungsdauer von 2.000 h/a zeigt sich zwischen den Fernwärme-Versorgungs-Unternehmen (FVU) sogar eine Differenz von 77 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Wärmepreis in den alten Bundesländern bei 69,95 €/MWh (1.500 h/a) bzw. 65,36 €/MWh (2.000 h/a). Dabei führen die Stadtwerke Pforzheim vor der Heilbronner Versorgungs Gesellschaft und RhönEnergie Fulda die Gruppe der teuersten FVU an. Die Stadtwerke Kempen, Düsseldorf und Bielefeld gehören zu den günstigsten FVU im Westen.

In den neuen Bundesländern liegt der durchschnittliche Wärmepreis bei 81,41 €/MWh (1.500 h/a) bzw. 74,25 €/MWh (2.000 h/a). Hier gehören die Stadtwerke Frankfurt/Oder, Cottbus und Forst zu den teuersten FVU; die Städtische Werke Magdeburg, EV Pirna und Vattenfall Europe Wärme in Berlin zu den günstigsten.

"Unser Preisvergleich zeigt erneut, dass der Wärmepreis bei den meisten FVU sehr stark von der Benutzungsdauer abhängt", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Für Unternehmer ist es daher besonders wichtig, die Höhe der benötigten Wärmeleistung genau zu kennen und bei Vertragsabschluss anzugeben. Bei älteren Verträgen sollte die vereinbarte Wärmeleistung überprüft bzw. eine Korrektur vorgenommen werden. Im Einzelfall kann hier auch ein Berater helfen."

Der VEA untersucht seit 1978 regelmäßig die Preisentwicklung im Bereich Fernwärme. Der diesjährige Fernwärmepreisvergleich umfasst für die alten Bundesländer 67 FVU mit insgesamt 69 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundes­länder 23 FVU mit 24 Netzen. Damit sind am Fernwärmepreisvergleich 90 FVU mit insgesamt 93 Netzen beteiligt.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

03.01.2018 | Strompreis steigt um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Der Strompreis für Industriekunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent erhöht. Grund dafür sind maßgeblich gestiegene Großhandelsnotierungen. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Strompreisvergleich des VEA hervor.

"Zwar erscheint die Preissteigung dieses Jahr aufgrund geringer Veränderungen bei Abgaben und Umlagen moderat, aber auch geringe Strompreisveränderungen können erhebliche finanzielle Zusatzbelastungen bedeuten. Mit dem Preisvergleich lassen sich diese Veränderungen leichter erkennen", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt bei 15,12 Ct/kWh. Die Preisunterschiede sind nach wie vor regional sehr groß. So beträgt die Differenz aktuell 27,4 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gebiet: Stadtwerke Rostock Netz (13,80 Ct/kWh) und Wemag Netz in Schwerin (17,58 Ct/kWh).

Die Lage des Versorgungsgebiets spielt bei den Stromkosten für Unternehmen auch eine Rolle. Zwischen alten und neuen Bundesländern liegt eine Strompreisdifferenz. Diese ist zwar im letzten Jahr gesunken, liegt allerdings immer noch bei 4,5 Prozent.

Seit den Strompreistiefständen von 2000 hat sich am Markt viel verändert und bei der Auswahl des richtigen Energieversorgungsunternehmens (EVU) spielt nicht mehr nur der Preis eine Rolle. "Viele Kriterien beeinflussen die Entscheidung für das richtige EVU. Der VEA beobachtet den Markt ständig, um bei der richtigen Entscheidung beratend zur Seite zu stehen", erklärt Stuke. Neben einer professionellen Beratung ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

17.11.2017 | Regionale Netzwerke sind Vorreiter beim Klimaschutz

Während Delegierte auf der 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) in Bonn derzeit über die internationale Zusammenarbeit für mehr Klimaschutz diskutieren, trafen sich gestern 23 Unternehmensvertreter aus der Bonner Region bei der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, um sich über bereits realisierte und geplante Energieeffizienzmaßnahmen auszutauschen. Die Unternehmen sind Mitglied im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, eines von insgesamt zwölf REGIonalen Netzwerken für EnergieEffizienz (kurz: REGINEE) des VEA. Ihr gemeinsames Ziel: Die eigenen kWh- und CO2-Emissionen zu reduzieren. Allein das REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, das gemeinsam vom VEA und der IHK Bonn/Rhein-Sieg initiiert wurde, plant bis 2020 entsprechend etwa 18 Mio. kWh und fast 8 Tsd. Tonnen CO2 einzusparen. Damit wird Klimaschutz in der Region bereits ganz konkret umgesetzt.

"Wir sind stolz darauf, bei dem Thema Energieeffizienz mit Hilfe des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg Vorreiter zu sein und anderen regionalen aber auch nationalen Unternehmen als gutes Beispiel voranzugehen. Innerhalb des REGINEE können wir unseren Beitrag für mehr Klimaschutz leisten und gleichzeitig Investitionen wirtschaftlich umsetzen. Dadurch entwickeln wir uns insgesamt erfolgreich als modernes lebensmittelherstellendes Unternehmen weiter, das den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Eine Win-win-Situation", erklärt Stefan Franceschini, Geschäftsführer der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG. "Wir setzen hier vor Ort konkrete Maßnahmen um, über die an mancher Stelle noch diskutiert wird", ergänzt Franceschini.

Die teilnehmenden Unternehmen des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg können bereits auf eine Vielzahl von Effizienz- und weiteren kostensparenden Maßnahmen zurückblicken. So wurden unter anderem neben Beleuchtungsumstellungen auf LED oder der Installation von KWK-Antrieben bei der Drucklufterzeugung die Begrenzung der Spitzenlast durch verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen. Neben konkreten Effizienz- und Einsparmaßnahmen spielen für die Unternehmen aber auch rechtliche Rahmenbedingungen und Fragen zu Meldepflichten eine wichtige Rolle.

Weitere fünf REGINEE befinden sich derzeit deutschlandweit in Gründung. Darunter auch ein zweites REGINEE in der Region Bonn/Rhein-Sieg, für das bereits vier Unternehmen angemeldet sind. Unternehmen, die an einer REGINEE-Teilnahme interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

04.10.2017 | Gute Nachricht für Unternehmen: Gaspreis um 8,9 Prozent gesunken

Mittelständische Unternehmen können sich über fallende Gaspreise freuen. Wie aus dem VEA-Erdgaspreisvergleich hervorgeht, sank der Erdgaspreis in den letzten 6 Monaten durchschnittlich um 8,9 Prozent. Damit liegt er nach einer zwischenzeitlichen Steigerung um 10,8 Prozent mit derzeit 2,35 Ct/kWh wieder auf Vorjahresniveau (2,33 Ct/kWh). Zwar ging der Preis in jedem der 50 zum Vergleich herangezogenen Netzgebiete zurück, zwischen den einzelnen Anbietern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede von bis zu 24,2 Prozent.

„Wir sind froh, dass mittelständische Unternehmen von abnehmenden Gaspreisen profitieren und sich die Kostenbelastung – zumindest im Bereich des Erdgases – nicht weiter ausweitet“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. „Gerade angesichts des nahenden Winters sollten Unternehmen dennoch über neue Verträge mit Erdgaslieferanten nachdenken“, empfiehlt Stuke. Die Preissenkungen sind im Wesentlichen auf die deutlich rückläufigen Großhandelsnotierungen im dritten Quartal 2017 zurückzuführen.

Mit 9,8 Prozent ist bei wesernetz mit Sitz in Bremen der größte Preisrückgang zu verzeichnen (2,09 Ct/kWh). Damit führt der Bremer Erdgasversorger die Gruppe der zehn preisgünstigsten Anbieter vor e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt und dem Dortmunder Netz an. Kunden bei Netrion mit dem Teilnetz Mannheim müssen dagegen mit durchschnittlich 2,60 Ct/kWh im Vergleich zu wesernetz-Kunden 24,2 Prozent mehr zahlen. Laut dem unabhängigen VEA-Gaspreisvergleich folgen auf Netrion das Saarbrücker energis-Netz und das SWE-Netz mit Sitz in Erfurt als teuerste Versorgungsgebiete.

„Neben den reinen Kosten für die Netznutzung, Gasbeschaffung oder auch die Konzessionsabgabe spielen natürlich auch andere Kriterien wie die Flexibilität, Vertragslaufzeit oder die Bonität des Versorgers bei der Wahl des Energieanbieters eine Rolle“, erläutert Dr. Volker Stuke. „Um den optimalen Vertrag zu finden, empfiehlt sich daher immer eine kompetente Beratung eines unabhängigen Experten, wie dem VEA.“

Der VEA untersucht zweimal jährlich die Entwicklung des Gaspreises und stellt diese in einem umfassenden Preisvergleich zusammen. Waren in der Vergangenheit Standardpreisregelungen die Grundlage des Vergleichs der 50 verschiedenen Gasnetzgebiete, publiziert der VEA nun realistische Preisindikationen aus 15 definierten Abnahmefällen. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.07.2017 | Wasserpreise steigen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 0,75 Prozent

Der aktuelle Wasserpreisvergleich des VEA zeigt für Industriekunden erneut einen leichten Preisanstieg: Sie müssen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 0,75 Prozent mehr für Trinkwasser bezahlen. Dabei zeigen einzelne Wasserversorgungsunternehmen (WVU) jedoch erhebliche Schwankungen zwischen +19,6 Prozent und -1,2 Prozent. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ steigt damit auf 4,01 €/m³.

"Der VEA-Wasserpreisvergleich zeigt in diesem Jahr zwar nur einen durchschnittlichen Preisanstieg von unter 1 Prozent", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch ein kleiner Preisanstieg Mehrkosten verursacht, die von den Unternehmen erst einmal wieder erwirtschaftet werden müssen."

Insgesamt 13 der 82 untersuchten Wasserversorgungsunternehmen (WVU) zeigen Preissteigerungen, darunter drei WVU sogar im zweistelligen Bereich. Den stärksten Preisanstieg verzeichnet der VEA-Preisvergleich mit 19,6 Prozent auf jetzt 4,46 €/m³ bei den Stadtwerken Emden. Es folgen mit 12,5 Prozent MAINOVA in Frankfurt/Main und mit 12,1 Prozent die Stadtwerke Augsburg.

Fünf der untersuchten Wasserversorger senkten dagegen ihre Preise: Mit jeweils -1,2 Prozent führen der Kommunalbetrieb Ingolstadt und Purena Helmstedt diese Liste an. Es folgen EVI Hildesheim (-0,2 Prozent) sowie Halle und Krefeld (jeweils -0,1 Prozent).

Als Grundlage des Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Eingeschränkt wird die Aussagekraft des Preisvergleichs dadurch, dass vor allem die Abwassergebühren aufgrund uneinheitlicher Berechnungen der Grundstücksflächen nur bedingt vergleichbar sind. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis - also Wasser plus Abwasser - Ingolstadt (2,72 €/m³), Worms (2,84 €/m³) und Augsburg (2,96 €/m³) als die drei günstigsten, Potsdam (5,84 €/m³), Krefeld (5,64 €/m³) und Saarbrücken (5,48 €/m³) als die drei teuersten Versorgungsgebiete.

04.07.2017 | Erneut massiver Strompreisanstieg: 11,9 Prozent innerhalb eines Jahres

 

Der massive Preisanstieg im Strombereich setzt sich fort: 30 Prozent höhere Großhandelspreise aber auch Kostensteigerungen bei den Netzentgelten und der EEG-Umlage lassen den im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlichen Strompreis um 11,9 Prozent steigen. Dies zeigt der aktuell veröffentlichte Strompreisvergleich des VEA.

"Bereits seit dem Frühjahr 2016 verzeichnen wir einen Anstieg des Großhandelspreises, der die Energiekosten - neben den Umlagezahlungen - weiter nach oben treibt. Der nun ermittelte Anstieg um 11,9 Prozent zeigt jedoch eine neue Kostendimension", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Damit setzt sich der Trend eines ansteigenden Strompreises - um 1,3 Prozent im August 2016 und 6,5 Prozent im Januar 2017 - konsequent fort. "Zum Leidwesen des deutschen Mittelstandes", ergänzt Stuke. "Energiefragen sind gerade für kleinere und mittlere Unternehmen längst auch erhebliche Kostenfragen. Da ein Rückgang des Strompreises derzeit nicht abzusehen ist, müssen Unternehmer selbst aktiv werden", empfiehlt Stuke. Hier setzt eine professionelle Energieberatung an. So sind schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen bspw. über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de) möglich.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt aktuell bei 15,09 Ct/kWh, wobei in keinem der 50 untersuchten Netzgebiete der Preis gesunken ist. Den geringsten Preisanstieg verzeichnet ED Netze in Rheinfelden (+7,0 Prozent), gefolgt von Netz BW in Karlsruhe (+7,4 Prozent) und Westnetz in Wesel (+8,3 Prozent). Mit einem Preisanstieg von 17,9 Prozent führt die Main-Donau Netzgesellschaft in Nürnberg die Statistik an. Die Preise im SWB Netz in Bielefeld erhöhten sich um 17,4 Prozent, im Netz des Bayernwerks in Regensburg um 17,3 Prozent. Der Preisvergleich zeigt zudem, dass sich die prozentuale Differenz zwischen Ost und West um 0,2 Punkte auf 8,8 Prozent verringert hat. Mit Kosten von durchschnittlich 16,13 Ct/kWh liegt das Preisniveau in den neuen Bundesländern jedoch nach wie vor deutlich über dem der alten Bundesländer (14,83 Ct/kWh).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

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