Pressemitteilungen

Aktuelle Informationen vom VEA

31.07.2018 | Wasserpreis für Unternehmen leicht gestiegen: Kubikmeter 1 Cent teurer

Industriekunden müssen auch in diesem Jahr mehr zahlen, wie der aktuelle VEA-Wasserpreisvergleich zeigt: Die Kosten steigen um durchschnittlich 0,58 Prozent. Zwischen einzelnen Wasserversorgungsunternehmen (WVU) sind jedoch große Unterschiede erkennbar.

"Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der Wasserpreis zwar nur um einen Cent. Bei einer Abnahmemenge von mehreren Tausend Kubikmetern entstehen dabei aber doch erhebliche Zusatzkosten, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen stark belasten", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, die Auswirkungen des Preisanstiegs für den Mittelstand.

Von den 82 untersuchten WVU zeigen 18 im Vergleich zum Vorjahr eine Preissteigerung: Den größten Anstieg mit 8,4 Prozent auf 4,45 €/m3 gab es in Neunkirchen. Um 7,2 Prozent auf 3,97 €/m3 erhöhten die Stadtwerke Bamberg den Wasserpreis und um 6,6 Prozent auf 3,48 €/m3 die Technischen Werke Kaiserslautern. Dagegen senkten drei der untersuchten WVUs die Wasserkosten.

Als Grundlage des VEA-Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Die Aussagekraft wird jedoch durch uneinheitliche Berechnungen der Grundstücksflächen im Abwasserbereich eingeschränkt.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

04.07.2018 | Strompreis innerhalb eines Jahres um 3,2 Prozent gestiegen

Der Strompreis für Industriekunden ist seit Juli 2017 im Durchschnitt um 3,2 Prozent gestiegen. Dies zeigt der Preisvergleich des VEA. Der Anstieg geht auf eine 20-prozentige Erhöhung der Großhandelsnotierungen zurück, deren Auswirkungen dank reduzierter Durchleitungsentgelte jedoch abgemildert wurden.

"Auf den ersten Blick erscheint ein Preisanstieg um 3,2 Prozent akzeptabel. Diese Erhöhung reiht sich jedoch - mit kleineren Gegenströmen - in eine seit fast zehn Jahren kontinuierliche Preisentwicklung ein. Für Mittelständler bedeuten auch geringe Preissteigerungen enorme Kostenbelastungen, die erst einmal erwirtschaftet werden müssen," sensibilisiert Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Dabei schwanken laut VEA-Preisvergleich die Belastungen erheblich von Region zu Region: Mit 14,25 ct/kWh erhalten Kunden im Netzgebiet der Stadtwerke Rostock das preisgünstigste Angebot, während im Wemag Netz in Schwerin 18,03 ct/kWh anfallen. Ein Preisunterschied von immerhin 26,5 Prozent. Zu weiteren kostengünstigen Versorgungsgebieten zählen die Rheinische NETZGesellschaft in Köln und die Stadtwerke Kiel Netz.

Damit zeigt der Vergleich auch, dass sich die Unterschiede nicht mehr regional in Ost und West pauschalisieren lassen: Zwischen den neuen und alten Bundesländern halbierte sich das Preisgefälle innerhalb von zwei Jahren nahezu - von 8,0 Prozent in 2016 auf nun 4,3 Prozent.

Umso mehr lohnt es sich, Stromanbieter und deren Kostenangebote genau zu prüfen. "Für Unternehmer ist es zeitaufwendig, sich einen Marktüberblick zu verschaffen und den für sie besten Anbieter herauszufinden. Mit unserem Preisvergleich bieten wir hierfür einen ersten Ansatz", erklärt Dr. Stuke. "Oft sind neben dem Preis aber auch andere Aspekte wie Laufzeit, Service und Erfahrung des Anbieters entscheidend, die in unserer Beratung mit einfließen." Neben einer professionellen Beratung ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

22.06.2018 | VEA fordert: Politik muss deutschen Mittelstand stärker einbeziehen

Es sei an der Zeit, den deutschen Mittelstand bei Energiefragen stärker einzubeziehen, so die Hauptforderung des VEA – Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. beim diesjährigen Informations-Forum. Zu oft konzentriere sich die Energiepolitik auf Großkonzerne, dabei besteht die hiesige Wirtschaft zu 95 Prozent aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Unterstützung fand der Vorstoß des Verbandes vor Ort auch von Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött (CDU), Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die als Gastrednerin zugegen war.

"Der VEA hat einen langfristig zuverlässigen energiepolitischen Rahmen mit allem diplomatischen Anstand immer wieder hartnäckig gegenüber den häufig wechselnden Ministern angemahnt. Wir haben nun abermals die Hoffnung, dass die neue Bundesregierung und Minister Peter Altmaier unserem Anliegen endlich mehr Gehör schenkt", formuliert August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA, seine Forderung in Richtung Politik. Der VEA e. V. vertritt derzeit mehr als 4.500 energieintensive, mittelständische Unternehmen in Deutschland.

War es bei Gründung des VEA vor allem die Marktmacht großer Energiekonzerne, welche den Strompreis ansteigen ließen, hat sich das Szenario seit der Liberalisierung des Energiemarktes gewandelt. "Heute ist es der hohe Staatsanteil, der die Strompreise in schwindelnde Höhen treibt", erklärt Wagner. Dahinter verbirgt sich die Umgestaltung des Energieversorgungssystems. Die ehrgeizigen Ziele der Energiewende, die gleichzeitig sowohl den Verzicht auf fossile Brennstoffe als auch den Ausstieg aus der Atomenergie herbeiführen sollen, erfordern enorme Neuinvestitionen, die durch die EEG-Umlage mitfinanziert werden. "Allein diese Umlage ist in den letzten zwei Jahrzehnten um über 8.000 Prozent gestiegen", rechnet Wagner vor.

Verbunden mit der stetigen Erhöhung des Staatsanteils stellen auch die zunehmenden bürokratischen Anforderungen Mittelständler vor Herausforderungen. "Mögen die umfangreichen und zuweilen komplexen gesetzlichen Bestimmungen von den Rechtsabteilungen großer Konzerne noch bewältigt werden, so sprengen sie in kleineren und mittleren Unternehmen schnell den Rahmen der tragbaren Verwaltungskapazitäten", mahnt Wagner an.

Die bürokratischen Belastungen seien umso höher, je schneller sich die Gesetze und Vorschriften ändern. Zusätzlich führen die zahlreichen Novellierungen zu Investitionsunsicherheiten, wie Mitglieder vor Ort bestätigen. In Kombination mit den hohen Energiekosten als nationales Sonderphänomen gefährde die derzeitige Situation die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Eine Entbürokratisierung in Verbindung mit finanziellen Entlastungen für mittelständische Unternehmen sei daher längst überfällig. "Auf dem Weg in eine umweltverträgliche, versorgungssichere aber vor allem auch bezahlbare Energieversorgung stehen wir der Politik als Gesprächspartner gern zur Seite", betont Wagner.

08.06.2018 | Schwimmbäder schließen sich zu regionalem Energieeffizienz-Netzwerk zusammen

Sieben regionale Frei- und Hallen-bäder haben sich gestern zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) unter Federführung des VEA und des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) mit Unterstützung der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) zusammengeschlossen. In den kommenden vier Jahren diskutieren sie gemeinsam die aktuellen Herausforderungen im Energiebereich und planen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Dadurch soll vor allem die Reduzierung der CO2-Emissionen vorangetrieben werden.

Zum ersten Netzwerktreffen laden die Stadtwerke Gersthofen ein, Geschäftsführer Bernhard Schinzel und Energiemanager Manuel Sutter freuen sich auf die Gäste und den fachlichen Austausch: "Der Energiebedarf für die Bereitstellung der relativ großen und beheizten Wasserflächen sowie der dazugehörigen Raumklimatisierung ist immens." Daher sei es besonders wichtig, dass die Energiekosten der Schwimmbäder systematisch erfasst und reduziert werden. "Mithilfe des REGINEE Schwimmbäder wollen wir einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz und Ressourcenschonung gehen", so Sutter.

Im Rahmen der Bayerischen EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) unterstützt und befürwortet das Bayerische Wirtschaftsministerium die Netzwerkaktivitäten. Der Bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer ist Schirmherr der BEEN-i Initiative (weitere Info unter: www.been-i.de). Dr. Rupert Pritzl, der das Treffen für das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie begleitet, sieht entsprechende Vorteile für die Schwimmbäder: "Der gemeinsame Erfahrungsaustausch unter Einbezug der VEA-Experten, des LfU und der BVS schafft Energiekompetenz in den beteiligten Unternehmen, fördert die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und führt zur Reduzierung von Energieverbrauch und -kosten." Damit trage das Energieeffizienz-Netzwerk langfristig zur Verbesserung der Attraktivität der beteiligten Schwimmbäder bei.

Folgende Bäder nehmen am REGINEE Schwimmbäder teil:

  • Bade-, Sport- und Freizeitzentrum BADRIA, Wasserburg am Inn
  • Freizeitbad Bad Blau, Blaustein
  • Freizeitbad Nautilla Betriebs-GmbH, Illertissen
  • Freizeit- und Bäderpark Rigi Rutsch´n, Peißenberg
  • Frei- und Hallenbad Gersthofen, Gersthofen
  • Jordan Badepark, Kaufbeuren
  • Limes-Thermen, Aalen

Das Netzwerk ist noch offen für weitere Bäder.

Zusätzliche REGINEE befinden sich derzeit bundesweit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

25.05.2018 | Anpassung der Datenschutzerklärung auf DSGVO

Anpassung der Datenschutzerklärung auf DSGVO

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08.05.2018 | Monitoring belegt Wirksamkeit von Energieeffizienz-Netzwerken wie REGINEE

„Efficiency first“ ist nicht nur das Leitmotiv der deutschen Energiewende, auch viele Unternehmen konzentrieren ihre Anstrengungen zunehmend in die Steigerung der eigenen Energieeffizienz. Dafür setzen Unternehmen auch verstärkt auf sog. Energieeffizienz-Netzwerke wie beispielsweise REGINEE (REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA. Um die Wirksamkeit solcher Netzwerke zu überprüfen, wurden im März diesen Jahres 14 Netzwerke ausgewertet. Das Ergebnis: Alle untersuchten Netzwerke haben die selbst gesteckten Ziele in der Regel erfüllt oder sogar überfüllt.

"Efficiency first" ist nicht nur das Leitmotiv der deutschen Energiewende, auch viele Unternehmen konzentrieren ihre Anstrengungen zunehmend in die Steigerung der eigenen Energieeffizienz. Dafür setzen Unternehmen auch verstärkt auf sog. Energieeffizienz-Netzwerke wie beispielsweise REGINEE (REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA. Um die Wirksamkeit solcher Netzwerke zu überprüfen, wurden im März diesen Jahres 14 Netzwerke ausgewertet. Das Ergebnis: Alle untersuchten Netzwerke haben die selbst gesteckten Ziele in der Regel erfüllt oder sogar überfüllt.

Insgesamt konnten in den vergangenen Jahren in den untersuchten Netzwerken 165 GWh/a Endenergie und 230 GWh/a Primärenergie eingespart werden. Dies entspricht einer Treibhausgasreduktion von 70 kt CO2/a. Auch die REGINEE-Initiative des VEA zeigt vergleichbare Ergebnisse: In den REGINEE-Netzwerken haben sich die Unternehmen als Ziel gesetzt, über die gesamte Netzwerklaufzeit zusammen mehr als 420 Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen und somit in Summe 143 GWh Endenergie einzusparen.

"Aufgrund steigender Energiepreise wird Energieeffizienz insbesondere für energieintensive Unternehmen immer wichtiger. Doch oft fehlt im Tagesgeschäft die Zeit, um Effizienzpotenziale zu erkennen, oder auch das Wissen, um diese komplett auszuschöpfen. Beim REGINEE tauschen sich Unternehmen aus verschiedenen Branchen gemeinsam zu möglichen Maßnahmen aus und lernen voneinander - unter Begleitung von Energieexperten", erklärt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA.

Durchgeführt wurde das Monitoring der 14 Netzwerke vom Forschungs- und Beratungsinstitut adelphi und dem Fraunhofer ISI in Zusammenarbeit mit der IEEN und 22 Unternehmensverbänden. Die Analyse wird zum Juni 2018 wiederholt. Weitere REGINEE befinden sich derzeit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

04.05.2018 | Erstes VEA-Energieeffizienznetzwerk im Münsterland gegründet

Vom Lebensmittelerzeuger bis zum Automobilzulieferer – Unternehmen aus verschiedenen Branchen im Münsterland wollen in den kommenden vier Jahren gemeinsam für mehr Energieeffizienz einstehen. Sie haben sich dafür gestern zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) unter Federführung des VEA zusammengeschlossen. Im REGINEE Münsterland werden sie ihre Erfahrungen in und um den Bereich der Energie-optimierung miteinander teilen und so voneinander lernen.

André Behrmann, Geschäftsführer der Franz Wiltmann GmbH & Co. KG erläutert die Gründe seiner REGINEE-Teilnahme: "Als Familienunternehmen übernehmen wir seit über 125 Jahren Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Kunden aber auch für unsere Umwelt. Durch unser Engagement im REGINEE Münsterland wollen wir beim Thema Ressourcenschonung und Energieeffizienz einen weiteren Schritt gehen - für unsere eigene Energiekostenoptimierung und für den Umweltschutz. Wir freuen uns, mit dem REGINEE ein Netzwerk gefunden zu haben, das beide Ansprüche vereint."

"Der branchenübergreifende Wissensaustausch in einem REGINEE hilft Unternehmen dabei, gemeinsam mehr aus Energie zu machen", so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Dabei werden die REGINEE-Mitglieder auch durch Fachvorträge aus Energiepolitik und Energiemanagement unterstützt."

Folgende Unternehmen nehmen am REGINEE Münsterland teil:

  • Hanna-Feinkost AG, Delbrück
  • Franz Wiltmann GmbH & Co. KG, Versmold/Peckeloh
  • OKE Automotive GmbH & Co. KG, Hörstel
  • Setex-Textil GmbH, Hamminkeln-Dingden
  • Heinrich Borgmeier GmbH & Co. KG, Delbrück
  • VOSSKO GmbH & Co. KG, Ostbevern
  • Papierfabrik Vreden GmbH, Vreden
  • HERMANN BIEDERLACK GmbH & Co. KG, Greven

Weitere REGINEE befinden sich derzeit bundesweit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

17.04.2018 | Anstieg gestoppt: Netzentgeltpreise sinken erstmals seit neun Jahren

Erstmals seit neun Jahren sind die Netzentgeltpreise wieder gesunken. Im Vorjahresver-gleich fiel der Preis in der Mittelspannung um 0,16 Ct/kWh also um 3,9 Prozent. Im Niederspannungsbereich verbilligten sich die Preise um 0,23 Ct/kWh oder 3,4 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Netznutzungs-entgeltvergleich des VEA hervor. Weiterhin weist der Preisvergleich jedoch einen massiven Unterschied von bis zu 400 Prozent zwischen einzelnen Netzbetreibern auf.

"Auch wenn die Preise gesunken sind, so bleiben die regionalen Unterschiede in Deutschland signifikant", sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Insgesamt ist das Preisniveau im Westen und Südwesten deutlich günstiger als im Rest der Republik. Vor allem in den neuen Bundesländern werden nicht zuletzt aufgrund des regional vorangetriebenen Ausbaus von Windkraftanlagen höhere Preise verlangt." So müssen mittelständische Sonder-vertragskunden bei den zehn teuersten Netzbetreibern durchschnittlich 6,61 Ct/kWh im Mittelspannungsbereich und 13,12 Ct/kWh in der Niederspannung zahlen. Die selbe Leistung bei den zehn preisgünstigsten Netzversorgern kostet 2,12 Ct/kWh in der Mittel- und 3,62 Ct/kWh in der Niederspannung.

Zu den Versorgungsunternehmen mit den niedrigsten Durchschnittsentgelten im Mittelspannungsbereich zählen die Stadtwerke Waldkirchen, die Stadtwerke Metzigen und die Stadtwerke Hilden. Die teuersten Netzbetreiber werden laut Preisvergleich angeführt vom Elektrizitätswerk Hindelang, den Stadtwerken Leutershausen und Niedersachsen Ports mit Sitz in Emden. Generell sind die Versorger verpflichtet die Netzkosten im Internet zu veröffentlichen. "Bei fast 900 Netzbetreibern fällt ein individueller Preisvergleich jedoch schwer. Hier können die unabhängigen Berater des VEA unterstützen", erklärt Stuke. Mit Hilfe der VEA-Datenbank können die Netzentgelte deutschlandweit verglichen werden.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 812 Netzbetreiber und weist dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad auf. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung weitere drei Abnahmefälle mit niederspannungs-seitiger Versorgung und Messung.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.04.2018 | Belastung für den Mittelstand: Preis für Erdgas steigt um 4,5 Prozent

Die Preise für Erdgas haben sich in den vergangenen sechs Monaten um 4,5 Prozent verteuert. Das geht aus dem aktuellen Erdgaspreisvergleich des VEA hervor. Den größten Preisanstieg konnten die Experten bei den Stadtwerken Leipzig verzeichnen. Dort müssen Industriekunden gegenüber Oktober 2017 10,9 Prozent mehr für Erdgas zahlen.

"Die Preissteigerungen sind unter anderem auf die gestiegenen Großhandelspreise zurückzuführen und bedeuten eine erhebliche Zusatzbelastung für Unternehmen. Der Vergleich hilft Gaskunden, den Überblick über kurzfristige Preisveränderungen zu behalten", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäfts-führer des VEA.

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind unter anderem auch die Preise bei der SWM Infrastruktur mit Sitz in München (8,8 Prozent), der Stadtwerke Rostock Netz (8,0 Prozent) und der e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt (7,7 Prozent). Jeweils 0,7 Prozent weniger zahlen Unternehmen der Netzgebiete Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn und Hamburg Netz. Demnach lassen sich zwischen den einzelnen Netzgebieten Unterschiede von bis zu 27,5 Prozent feststellen.

"Wir erwarten, dass sich die Erdgaspreise auch weiterhin verteuern werden", sagt Stuke weiter. So hat das OLG Düsseldorf zwischenzeitlich entschieden, dass die Eigenkapitalverzinsung der Netzbetreiber zu niedrig ist. "Deshalb werden die Netzentgelte Gas und damit auch die Erdgaspreise vermutlich weiter steigen." Diese Auswirkungen sind im Preisvergleich noch nicht berücksichtigt, da das Urteil des OLG noch nicht rechtskräftig ist. "Seit zehn Jahren herrscht Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt. Der VEA beobachtet ihn ständig, um schließlich bei der richtigen Entscheidung beratend zur Seite zu stehen", erklärt Stuke. Daneben ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

27.02.2018 | Neue Online-Übersicht zu Meldepflichten und -fristen

Zum morgigen Datum, dem 28.02.2018 müssen Eigenversorger und sonstige Letztverbraucher gegenüber dem zuständigen Netzbetreiber nach §§ 70, 74a Abs. 2, 76 EEG ihre Mengenmeldung veröffentlichen. Diese ist nur einige von zahlreichen Meldepflichten, die Eigenerzeuger und Eigenversorger, Letztverbraucher, aber auch Stromweiterleiter erfüllen müssen. Der VEA bietet mit einer chronologischen Listung interessierten Unternehmen nun eine entsprechende Übersicht der einzuhaltenden Meldepflichten. Neben der konkreten Frist wird auch auf die zugehörige Rechtsgrundlage verwiesen.

Die bereits bestehenden umfangreichen Melde- und Mitteilungspflichten wurden mit dem EEG 2017 noch einmal erheblich ausgeweitet. Die Vielzahl und Frequenz der Pflichten überfordern insbesondere mittelständische Unternehmen. Bei Nicht-Einhaltung dieser Fristen drohen zudem erhebliche Sanktionen. Für Unternehmen ist es daher umso wichtiger, alle Fristen im Auge zu behalten - nicht zuletzt um Begünstigungen in Anspruch nehmen zu können.

"Der VEA-Fristenkalender gibt bereits zum Jahresbeginn einen klar strukturierten Überblick zu den gesetzlich vorgeschriebenen Meldefristen. Dabei werden Informationen zu Empfängern, Inhalten, rechtlichen Grundlagen und Fristen bereitgestellt", macht Christian Otto, Geschäftsführer des VEA, deutlich.

Das Informationsangebot richtet sich diesbezüglich gleichermaßen an Letztverbraucher, Energieerzeuger bzw. -versorger sowie an Stromweiterleiter und Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

"Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bei Fragen direkt an einen VEA-Berater zu wenden. Damit stellen Unternehmen sicher, keine Termine zu verpassen - neben der Übersicht", erklärt Otto. "Für Unternehmen mit geringen personellen Ressourcen übernimmt der VEA auch die fristgerechte, gesetzeskonforme und vollständige Meldung aller Informationen in Vollmacht."

Um eine effiziente unternehmensinterne Aufgabenverteilung sicherzustellen und die bürokratischen Hürden zusätzlich zu senken, stellt der VEA mit dem Rechtsmanager ein weiteres Online-Angebot zur Aufgabenstrukturierung.

Die Übersicht zu den Meldepflichten ist auf der Website des VEA unter https://www.vea.de/fristenkalender/ abrufbar.

Pressekontakt

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Christian Otto

Telefon: 0511/9848-157
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