Pressemitteilungen

Aktuelle Informationen vom VEA

06.12.2018 | REGINEE Schwaben: Neun Unternehmen gründen regionales Effizienznetzwerk

Gestern haben sich neun Unternehmen in Baden-Württemberg zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammengeschlossen. Dabei stehen der Austausch zu Effizienzmaßnahmen sowie die Senkung der unternehmenseigenen kWh- und CO2-Emissionen im Vordergrund. Initiiert wurde das Netzwerk durch den VEA, der die Unternehmen während der Laufzeit begleitet.

Zur Netzwerkgründung hatte der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller WALA Heilmittel GmbH nach Bad Boll geladen. "Für uns ist das REGINEE eine großartige Möglichkeit, uns mit anderen Unternehmen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. So können wir unsere Arbeit noch energieeffizienter gestalten", zeigt sich Uwe Strofus, Abteilungsleiter Technik bei WALA, erfreut. Während der Betriebsbegehung erhielten die Teilnehmer Einblick in die komplexen technischen Anlagen.

Der Ministerialdirektor des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Helmfried Meinel, freute sich, dass Unternehmen in Schwaben gemeinsam die vorhandene Energie effektiver nutzen wollen: "Indem die Firmen ihre Kräfte bündeln und Informationen austauschen, können sie schneller ihren Bedarf an Energie reduzieren und damit dauerhaft Kosten einsparen, als solche Unternehmen, die das große Einsparpotenzial noch nicht erkannt haben." Das gegründete Netzwerk leiste einen wichtigen Beitrag, das Thema Energieeffizienz zu einer der tragenden Säulen der Energiewende zu entwickeln.

Der VEA gründet mit dem REGINEE Schwaben sein inzwischen 17. Effizienznetzwerk. Christian Otto, Geschäftsführer des VEA, erklärt: "Wir unterstützen die Unternehmen praxisorientiert mit Fachvorträgen. Nach der REGINEE-Laufzeit von vier Jahren haben die Teilnehmer durch gegenseitige Besuche, Betriebsbegehungen und natürlich den engen Austausch viel voneinander gelernt. Mit diesem Wissen sind sie im Unternehmensalltag bestens gerüstet."

Diese Unternehmen sind Teil des REGINEE Schwaben:

  • Brauerei Schimpfle GmbH & Co. KG, Gessertshausen
  • CERATIZIT Balzheim GmbH & Co. KG, Balzheim
  • Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei GmbH & Co. KG, Dietenheim
  • Legoland Freizeitpark Deutschland GmbH, Günzburg
  • PERI GmbH, Weißenhorn
  • Papierfabrik Palm, Aalen
  • Tubex GmbH, Rangendingen
  • Lock Antriebstechnik GmbH, Ertingen
  • WALA Heilmittel GmbH, Bad Boll

Bundesweit befinden sich eine Vielzahl weiterer REGINEE in der Gründungsphase. Interessierte Unternehmen können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

09.11.2018 | Gesetzliche Neuregelungen zur Erleichterung bei der Abgrenzung von Drittmengen

Der VEA war bereits in der Vergangenheit im intensiven Austausch mit dem Gesetzgeber zu den Neuregelungen zur Drittbelieferungsproblematik und begleitet auch das jetzt kommende parlamentarische Gesetzgebungs-verfahren. Ziel ist es, dass das Gesetz zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Um das zu erreichen, muss das Gesetz noch im November durch den Bundestag beschlossen werden

Die Neuregelungen betreffen die Abgrenzung von Drittmengen bei verschiedenen Entlastungstatbeständen wie der Begrenzung der netzseitigen Umlagen und der Begrenzung der EEG-Umlage nach der Besonderen Ausgleichsregelung. Außerdem soll es Erleichterungen geben, was den Umgang mit Drittmengen im Zusammenhang mit dem Eigenstromprivileg und den Nachweis an die sogenannte Zeitgleichheit nach dem ¼ h Maßstab angeht.

In der Vergangenheit bestand der Grundsatz, dass Strommengen, die an Dritte geleitet werden, per geeichter Messung abzugrenzen sind. Konnte diese Voraussetzung nicht erfüllt werden, bestand das Risiko, dass die oben genannten Entlastungstatbestände nicht in Anspruch genommen werden konnten. Dieser Grundsatz besteht auch weiterhin. Für die Vergangenheit und für eine Übergangszeit werden allerdings Schätzungen zugelassen, für die aber zahlreiche Voraussetzungen eingehalten werden müssen. In bestimmten Fällen können Drittmengen auch in der Zukunft geschätzt werden.

Im EnSaG soll auch die Reduzierung der EEG-Umlage bei der Eigenversorgung aus hocheffizienten KWK-Anlagen mit geregelt werden. Nachdem die Europäische Kommission die Vorgängerregelung ab Januar 2018 nicht weiter genehmigt hatte, war hier eine Neuregelung erforderlich. Die aktuelle Regelung ist wesentlich komplexer und gewährt eine Reduzierung auf 40 Prozent der EEG-Umlage nur noch unter bestimmten Voraussetzungen.

23.10.2018 | Große Last für den Mittelstand: Preis für Erdgas steigt um 20,9 Prozent

Die Preise für Erdgas haben sich seit April 2018 in allen Netzgebieten massiv verteuert. Wie aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervorgeht, verzeichneten die Experten einen durchschnittlichen Preisanstieg von 20,9 Prozent. Davon sind besonders Industriekunden der Dortmunder Netz GmbH betroffen: Sie müssen fast ein Viertel mehr für Erdgas zahlen.

"Für die Preissteigerungen sind vor allem signifikant höhere Großhandelspreise verantwortlich", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Unser Preisvergleich bietet Gaskunden Orientierung. Aufgrund der aktuellen Marktsituation raten wir Unternehmen, vor Beginn der Kälteperiode neue Verträge mit Erdgaslieferanten abzuschließen", sagt er.

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind nicht nur die Preise bei Dortmunder Netz. Auch Kunden bei Energienetze Bayern (23,2 Prozent), Osthessen Netz und Schwaben Netz (beide 23,0 Prozent) müssen mit großen Preisanstiegen rechnen. Weiterhin sind auch die Preisunterschiede zwischen den Netzgebieten hoch: Die Differenz zwischen wesernetz Bremen als preisgünstigstes und den Stadtwerken Leipzig als teuerstes Netzgebiet beträgt 0,59 Ct/kWh oder 21,9 Prozent.

Auch wenn die Dortmunder Netz im Vergleich den höchsten Preisanstieg zu verzeichnen hat, zählt sie dennoch mit der Energienetze Bayern mit Sitz in München, der Hamburg Netz und der Osthessen Netz mit Sitz in Fulda zu den günstigsten Netzbetreibern in der Bundesrepublik. Neben den Stadtwerken Leipzig führen die Netrion mit dem Teilnetz Mannheim, energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken und die Netze BW mit Sitz in Stuttgart die Liste der teuersten Netzgebiete an.

"Der VEA beobachtet den Gasmarkt ständig, um Angebote objektiv und kompetent zu bewerten. Wir stehen dem Mittelstand zur Seite", betont Stuke. Daneben ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

27.08.2018 | Gemeinsam effizienter werden: Elf regionale Unternehmen gründen REGINEE NRW Süd

In Nordrhein-Westfalen gründet sich bereits das fünfte REGIonale Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) - initiiert durch den VEA. Die elf Unternehmen suchen für die kommenden vier Jahre den interdisziplinären Austausch über Maßnahmen zur Steigerung der eigenen Energieeffizienz.

Gastgebendes Unternehmen des ersten Netzwerktreffens war die Krombacher Brauerei, die bei einer Brauereiführung zudem Einblick in die Produktion gab. "Ein möglichst schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen bildet die Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie von Krombacher. Die Teilnahme in einem REGINEE des VEA ist da nur eine logische Konsequenz. Wir freuen uns auf viele Impulse, die uns dabei helfen, noch energieeffizienter zu produzieren", zeigen sich Ulrich Stiebeling, Hauptabteilungsleiter Betriebsengineering (Energiemanager) und Rainer Bub, Projektleiter Technik bei Krombacher, begeistert.

Mit dem neuen REGINEE gründet der VEA zugleich das 16. Netzwerk in der Bundesrepublik. "Wir unterstützen die REGINEE-Mitglieder durch Fachvorträge, Impulse aus dem Bereich Energieeffizienz und darüber hinaus, z. B. Informationen zu gesetzlichen Meldepflichten. Dadurch versetzen wir die Unternehmen in die Lage, ihren Energiebedarf zu optimieren und unter Umständen auch von steuerlichen Vergünstigungen zu profitieren", erklärt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA.

Diese Unternehmen sind Teil des REGINEE NRW Süd:

  • AMMANN Verdichtung GmbH, Hennef (Sieg)
  • COEXPAN Deutschland GmbH, Bad Kreuznach
  • ESCHA GmbH & Co. KG, Halver
  • Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Kreuztal
  • Gordopack Gesellschaft für Kunststoffverpackung mbH, Lindlar
  • HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth
  • Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG, Bonn
  • Maxion Wheels Werke GmbH, Königswinter
  • Teckentrup GmbH & Co. KG, Herscheid
  • Deutsche Tiernahrung, Düsseldorf
  • DECO-Glas GmbH, Montabaur

Bundesweit befinden sich eine Vielzahl weiterer REGINEE in der Gründungsphase. Unternehmen, die an einer Teilnahme interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

31.07.2018 | Wasserpreis für Unternehmen leicht gestiegen: Kubikmeter 1 Cent teurer

Industriekunden müssen auch in diesem Jahr mehr zahlen, wie der aktuelle VEA-Wasserpreisvergleich zeigt: Die Kosten steigen um durchschnittlich 0,58 Prozent. Zwischen einzelnen Wasserversorgungsunternehmen (WVU) sind jedoch große Unterschiede erkennbar.

"Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der Wasserpreis zwar nur um einen Cent. Bei einer Abnahmemenge von mehreren Tausend Kubikmetern entstehen dabei aber doch erhebliche Zusatzkosten, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen stark belasten", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA, die Auswirkungen des Preisanstiegs für den Mittelstand.

Von den 82 untersuchten WVU zeigen 18 im Vergleich zum Vorjahr eine Preissteigerung: Den größten Anstieg mit 8,4 Prozent auf 4,45 €/m3 gab es in Neunkirchen. Um 7,2 Prozent auf 3,97 €/m3 erhöhten die Stadtwerke Bamberg den Wasserpreis und um 6,6 Prozent auf 3,48 €/m3 die Technischen Werke Kaiserslautern. Dagegen senkten drei der untersuchten WVUs die Wasserkosten.

Als Grundlage des VEA-Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Die Aussagekraft wird jedoch durch uneinheitliche Berechnungen der Grundstücksflächen im Abwasserbereich eingeschränkt.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

04.07.2018 | Strompreis innerhalb eines Jahres um 3,2 Prozent gestiegen

Der Strompreis für Industriekunden ist seit Juli 2017 im Durchschnitt um 3,2 Prozent gestiegen. Dies zeigt der Preisvergleich des VEA. Der Anstieg geht auf eine 20-prozentige Erhöhung der Großhandelsnotierungen zurück, deren Auswirkungen dank reduzierter Durchleitungsentgelte jedoch abgemildert wurden.

"Auf den ersten Blick erscheint ein Preisanstieg um 3,2 Prozent akzeptabel. Diese Erhöhung reiht sich jedoch - mit kleineren Gegenströmen - in eine seit fast zehn Jahren kontinuierliche Preisentwicklung ein. Für Mittelständler bedeuten auch geringe Preissteigerungen enorme Kostenbelastungen, die erst einmal erwirtschaftet werden müssen," sensibilisiert Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Dabei schwanken laut VEA-Preisvergleich die Belastungen erheblich von Region zu Region: Mit 14,25 ct/kWh erhalten Kunden im Netzgebiet der Stadtwerke Rostock das preisgünstigste Angebot, während im Wemag Netz in Schwerin 18,03 ct/kWh anfallen. Ein Preisunterschied von immerhin 26,5 Prozent. Zu weiteren kostengünstigen Versorgungsgebieten zählen die Rheinische NETZGesellschaft in Köln und die Stadtwerke Kiel Netz.

Damit zeigt der Vergleich auch, dass sich die Unterschiede nicht mehr regional in Ost und West pauschalisieren lassen: Zwischen den neuen und alten Bundesländern halbierte sich das Preisgefälle innerhalb von zwei Jahren nahezu - von 8,0 Prozent in 2016 auf nun 4,3 Prozent.

Umso mehr lohnt es sich, Stromanbieter und deren Kostenangebote genau zu prüfen. "Für Unternehmer ist es zeitaufwendig, sich einen Marktüberblick zu verschaffen und den für sie besten Anbieter herauszufinden. Mit unserem Preisvergleich bieten wir hierfür einen ersten Ansatz", erklärt Dr. Stuke. "Oft sind neben dem Preis aber auch andere Aspekte wie Laufzeit, Service und Erfahrung des Anbieters entscheidend, die in unserer Beratung mit einfließen." Neben einer professionellen Beratung ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

22.06.2018 | VEA fordert: Politik muss deutschen Mittelstand stärker einbeziehen

Es sei an der Zeit, den deutschen Mittelstand bei Energiefragen stärker einzubeziehen, so die Hauptforderung des VEA – Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. beim diesjährigen Informations-Forum. Zu oft konzentriere sich die Energiepolitik auf Großkonzerne, dabei besteht die hiesige Wirtschaft zu 95 Prozent aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Unterstützung fand der Vorstoß des Verbandes vor Ort auch von Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött (CDU), Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die als Gastrednerin zugegen war.

"Der VEA hat einen langfristig zuverlässigen energiepolitischen Rahmen mit allem diplomatischen Anstand immer wieder hartnäckig gegenüber den häufig wechselnden Ministern angemahnt. Wir haben nun abermals die Hoffnung, dass die neue Bundesregierung und Minister Peter Altmaier unserem Anliegen endlich mehr Gehör schenkt", formuliert August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA, seine Forderung in Richtung Politik. Der VEA e. V. vertritt derzeit mehr als 4.500 energieintensive, mittelständische Unternehmen in Deutschland.

War es bei Gründung des VEA vor allem die Marktmacht großer Energiekonzerne, welche den Strompreis ansteigen ließen, hat sich das Szenario seit der Liberalisierung des Energiemarktes gewandelt. "Heute ist es der hohe Staatsanteil, der die Strompreise in schwindelnde Höhen treibt", erklärt Wagner. Dahinter verbirgt sich die Umgestaltung des Energieversorgungssystems. Die ehrgeizigen Ziele der Energiewende, die gleichzeitig sowohl den Verzicht auf fossile Brennstoffe als auch den Ausstieg aus der Atomenergie herbeiführen sollen, erfordern enorme Neuinvestitionen, die durch die EEG-Umlage mitfinanziert werden. "Allein diese Umlage ist in den letzten zwei Jahrzehnten um über 8.000 Prozent gestiegen", rechnet Wagner vor.

Verbunden mit der stetigen Erhöhung des Staatsanteils stellen auch die zunehmenden bürokratischen Anforderungen Mittelständler vor Herausforderungen. "Mögen die umfangreichen und zuweilen komplexen gesetzlichen Bestimmungen von den Rechtsabteilungen großer Konzerne noch bewältigt werden, so sprengen sie in kleineren und mittleren Unternehmen schnell den Rahmen der tragbaren Verwaltungskapazitäten", mahnt Wagner an.

Die bürokratischen Belastungen seien umso höher, je schneller sich die Gesetze und Vorschriften ändern. Zusätzlich führen die zahlreichen Novellierungen zu Investitionsunsicherheiten, wie Mitglieder vor Ort bestätigen. In Kombination mit den hohen Energiekosten als nationales Sonderphänomen gefährde die derzeitige Situation die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Eine Entbürokratisierung in Verbindung mit finanziellen Entlastungen für mittelständische Unternehmen sei daher längst überfällig. "Auf dem Weg in eine umweltverträgliche, versorgungssichere aber vor allem auch bezahlbare Energieversorgung stehen wir der Politik als Gesprächspartner gern zur Seite", betont Wagner.

08.06.2018 | Schwimmbäder schließen sich zu regionalem Energieeffizienz-Netzwerk zusammen

Sieben regionale Frei- und Hallen-bäder haben sich gestern zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) unter Federführung des VEA und des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) mit Unterstützung der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) zusammengeschlossen. In den kommenden vier Jahren diskutieren sie gemeinsam die aktuellen Herausforderungen im Energiebereich und planen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Dadurch soll vor allem die Reduzierung der CO2-Emissionen vorangetrieben werden.

Zum ersten Netzwerktreffen laden die Stadtwerke Gersthofen ein, Geschäftsführer Bernhard Schinzel und Energiemanager Manuel Sutter freuen sich auf die Gäste und den fachlichen Austausch: "Der Energiebedarf für die Bereitstellung der relativ großen und beheizten Wasserflächen sowie der dazugehörigen Raumklimatisierung ist immens." Daher sei es besonders wichtig, dass die Energiekosten der Schwimmbäder systematisch erfasst und reduziert werden. "Mithilfe des REGINEE Schwimmbäder wollen wir einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz und Ressourcenschonung gehen", so Sutter.

Im Rahmen der Bayerischen EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) unterstützt und befürwortet das Bayerische Wirtschaftsministerium die Netzwerkaktivitäten. Der Bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer ist Schirmherr der BEEN-i Initiative (weitere Info unter: www.been-i.de). Dr. Rupert Pritzl, der das Treffen für das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie begleitet, sieht entsprechende Vorteile für die Schwimmbäder: "Der gemeinsame Erfahrungsaustausch unter Einbezug der VEA-Experten, des LfU und der BVS schafft Energiekompetenz in den beteiligten Unternehmen, fördert die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und führt zur Reduzierung von Energieverbrauch und -kosten." Damit trage das Energieeffizienz-Netzwerk langfristig zur Verbesserung der Attraktivität der beteiligten Schwimmbäder bei.

Folgende Bäder nehmen am REGINEE Schwimmbäder teil:

  • Bade-, Sport- und Freizeitzentrum BADRIA, Wasserburg am Inn
  • Freizeitbad Bad Blau, Blaustein
  • Freizeitbad Nautilla Betriebs-GmbH, Illertissen
  • Freizeit- und Bäderpark Rigi Rutsch´n, Peißenberg
  • Frei- und Hallenbad Gersthofen, Gersthofen
  • Jordan Badepark, Kaufbeuren
  • Limes-Thermen, Aalen

Das Netzwerk ist noch offen für weitere Bäder.

Zusätzliche REGINEE befinden sich derzeit bundesweit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

25.05.2018 | Anpassung der Datenschutzerklärung auf DSGVO

Anpassung der Datenschutzerklärung auf DSGVO

Vielen Dank, dass Sie unsere Webseite besuchen. Wir möchten Sie informieren, wie wir Ihre personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit der Nutzung unseres Angebotes verarbeiten. Bitte klicken Sie hier.

08.05.2018 | Monitoring belegt Wirksamkeit von Energieeffizienz-Netzwerken wie REGINEE

„Efficiency first“ ist nicht nur das Leitmotiv der deutschen Energiewende, auch viele Unternehmen konzentrieren ihre Anstrengungen zunehmend in die Steigerung der eigenen Energieeffizienz. Dafür setzen Unternehmen auch verstärkt auf sog. Energieeffizienz-Netzwerke wie beispielsweise REGINEE (REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA. Um die Wirksamkeit solcher Netzwerke zu überprüfen, wurden im März diesen Jahres 14 Netzwerke ausgewertet. Das Ergebnis: Alle untersuchten Netzwerke haben die selbst gesteckten Ziele in der Regel erfüllt oder sogar überfüllt.

"Efficiency first" ist nicht nur das Leitmotiv der deutschen Energiewende, auch viele Unternehmen konzentrieren ihre Anstrengungen zunehmend in die Steigerung der eigenen Energieeffizienz. Dafür setzen Unternehmen auch verstärkt auf sog. Energieeffizienz-Netzwerke wie beispielsweise REGINEE (REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA. Um die Wirksamkeit solcher Netzwerke zu überprüfen, wurden im März diesen Jahres 14 Netzwerke ausgewertet. Das Ergebnis: Alle untersuchten Netzwerke haben die selbst gesteckten Ziele in der Regel erfüllt oder sogar überfüllt.

Insgesamt konnten in den vergangenen Jahren in den untersuchten Netzwerken 165 GWh/a Endenergie und 230 GWh/a Primärenergie eingespart werden. Dies entspricht einer Treibhausgasreduktion von 70 kt CO2/a. Auch die REGINEE-Initiative des VEA zeigt vergleichbare Ergebnisse: In den REGINEE-Netzwerken haben sich die Unternehmen als Ziel gesetzt, über die gesamte Netzwerklaufzeit zusammen mehr als 420 Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen und somit in Summe 143 GWh Endenergie einzusparen.

"Aufgrund steigender Energiepreise wird Energieeffizienz insbesondere für energieintensive Unternehmen immer wichtiger. Doch oft fehlt im Tagesgeschäft die Zeit, um Effizienzpotenziale zu erkennen, oder auch das Wissen, um diese komplett auszuschöpfen. Beim REGINEE tauschen sich Unternehmen aus verschiedenen Branchen gemeinsam zu möglichen Maßnahmen aus und lernen voneinander - unter Begleitung von Energieexperten", erklärt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA.

Durchgeführt wurde das Monitoring der 14 Netzwerke vom Forschungs- und Beratungsinstitut adelphi und dem Fraunhofer ISI in Zusammenarbeit mit der IEEN und 22 Unternehmensverbänden. Die Analyse wird zum Juni 2018 wiederholt. Weitere REGINEE befinden sich derzeit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

Pressekontakt

Sie haben Fragen zu aktuellen Veröffentlichungen oder möchten in unserem Presseverteiler aufgenommen werden? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Christian Otto

Telefon: 0511/9848-157
Fax: 0511/9848-288
E-Mail: cotto@vea.de