Pressemitteilungen

Aktuelle Informationen vom VEA

26.01.2018 | Hoher Andrang auf das VEA-Energieeffizienz-Netzwerk in Franken

Zwölf fränkische Unternehmen wollen in den kommenden vier Jahren gemeinsam für mehr Energieeffizienz einstehen. Sie haben sich dafür zu einem REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) unter Federführung des VEA zusammengeschlossen. Der Austausch im Bereich Energieoptimierung sowie weitere relevante Themen stehen hierbei im Vordergrund. Aufgrund der hohen Nachfrage ist die Gründung eines zweiten REGINEE in der Region geplant. Damit haben weitere vier Unternehmen die Möglichkeit, sich einem der zwei Energieeffizienznetzwerke des VEA anzuschließen.

August Wagner, Geschäftsführer der J.G. KNOPF'S SOHN GmbH & Co. KG und zugleich Vorstandsvorsitzender des VEA, verdeutlicht die Gründe seiner REGINEE-Teilnahme: "Knopf's Sohn ist ein Familienunternehmen mit mehr als 200 Jahren Erfahrung. Zugleich entwickeln wir uns ständig fort und setzen in unserer Produktion auf neue, innovative Verfahren und Technologien. Teil unserer Zukunftsstrategie ist es auch, immer umweltschonender zu arbeiten. Wir freuen uns daher, als gastgebendes Unternehmen der REGINEE-Gründung gemeinsam mit den elf anderen Unternehmen aus der fränkischen Region mit gutem Beispiel voranzugehen."

"Als Verband ist es unser Ziel, unsere Mitglieder in Energiefragen bestmöglich zu unterstützen", so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Gerne bilden wir die Unternehmen durch Fachvorträge und Impulse im Bereich der Energieeffizienz weiter. Zusammen mit dem interdisziplinären Austausch in einem REGINEE kann dies den teilnehmenden Unternehmen helfen, ihre Energiekosten langfristig zu senken."

Folgende zwölf Unternehmen nehmen in diesem Sinne am REGINEE Franken teil:

  • ECKART Effect Pigments Gmbh
  • Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG
  • Hefefabrik GIEGOLD Ndl. der Hagold Hefe GmbH
  • J. G. Knopf's Sohn GmbH & Co. KG
  • Naabtaler Milchwerke GmbH & Co. KG
  • PEMA Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG
  • Pflüger Lober Kuvert GmbH
  • Rottolin-Werk Julius Rotter & Co. KG
  • RUAG Ammotec GmbH
  • Textilveredelung Drechsel GmbH
  • TVU Textilveredelungsunion GmbH & Co. KG
  • Zweckverband Tierkörperbeseitigung Nordbayern

Weitere REGINEE befinden sich derzeit bundesweit in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

18.01.2018 | Fernwärme wird für Unternehmen wieder teurer

Laut dem aktuellen VEA-Fernwärmepreisvergleich müssen Unternehmen mit höheren Fernwärmepreisen rechnen. Während auf Mittelständler in den alten Bundesländern ein durchschnittlicher Preisanstieg von 2,3 Prozent zukommt, zahlen Unternehmer im Osten – im Vergleich zum Oktober 2016 – zwar nur 0,4 Prozent mehr. Der Preis für Fernwärme liegt in den neuen Bundesländern jedoch 15,0 Prozent über dem Preisniveau in den alten.

Westdeutsche Unternehmer zahlen derzeit bei einer Benutzungsdauer von 1.500 h/a zwischen 55,26 €/MWh bei den Stadtwerken Kempen und 89,47 €/MWh bei den Stadtwerken Pforzheim - ein Preisunterschied von 62 Prozent. Bei einer Benutzungsdauer von 2.000 h/a zeigt sich zwischen den Fernwärme-Versorgungs-Unternehmen (FVU) sogar eine Differenz von 77 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Wärmepreis in den alten Bundesländern bei 69,95 €/MWh (1.500 h/a) bzw. 65,36 €/MWh (2.000 h/a). Dabei führen die Stadtwerke Pforzheim vor der Heilbronner Versorgungs Gesellschaft und RhönEnergie Fulda die Gruppe der teuersten FVU an. Die Stadtwerke Kempen, Düsseldorf und Bielefeld gehören zu den günstigsten FVU im Westen.

In den neuen Bundesländern liegt der durchschnittliche Wärmepreis bei 81,41 €/MWh (1.500 h/a) bzw. 74,25 €/MWh (2.000 h/a). Hier gehören die Stadtwerke Frankfurt/Oder, Cottbus und Forst zu den teuersten FVU; die Städtische Werke Magdeburg, EV Pirna und Vattenfall Europe Wärme in Berlin zu den günstigsten.

"Unser Preisvergleich zeigt erneut, dass der Wärmepreis bei den meisten FVU sehr stark von der Benutzungsdauer abhängt", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Für Unternehmer ist es daher besonders wichtig, die Höhe der benötigten Wärmeleistung genau zu kennen und bei Vertragsabschluss anzugeben. Bei älteren Verträgen sollte die vereinbarte Wärmeleistung überprüft bzw. eine Korrektur vorgenommen werden. Im Einzelfall kann hier auch ein Berater helfen."

Der VEA untersucht seit 1978 regelmäßig die Preisentwicklung im Bereich Fernwärme. Der diesjährige Fernwärmepreisvergleich umfasst für die alten Bundesländer 67 FVU mit insgesamt 69 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundes­länder 23 FVU mit 24 Netzen. Damit sind am Fernwärmepreisvergleich 90 FVU mit insgesamt 93 Netzen beteiligt.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

03.01.2018 | Strompreis steigt um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Der Strompreis für Industriekunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent erhöht. Grund dafür sind maßgeblich gestiegene Großhandelsnotierungen. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Strompreisvergleich des VEA hervor.

"Zwar erscheint die Preissteigung dieses Jahr aufgrund geringer Veränderungen bei Abgaben und Umlagen moderat, aber auch geringe Strompreisveränderungen können erhebliche finanzielle Zusatzbelastungen bedeuten. Mit dem Preisvergleich lassen sich diese Veränderungen leichter erkennen", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt bei 15,12 Ct/kWh. Die Preisunterschiede sind nach wie vor regional sehr groß. So beträgt die Differenz aktuell 27,4 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gebiet: Stadtwerke Rostock Netz (13,80 Ct/kWh) und Wemag Netz in Schwerin (17,58 Ct/kWh).

Die Lage des Versorgungsgebiets spielt bei den Stromkosten für Unternehmen auch eine Rolle. Zwischen alten und neuen Bundesländern liegt eine Strompreisdifferenz. Diese ist zwar im letzten Jahr gesunken, liegt allerdings immer noch bei 4,5 Prozent.

Seit den Strompreistiefständen von 2000 hat sich am Markt viel verändert und bei der Auswahl des richtigen Energieversorgungsunternehmens (EVU) spielt nicht mehr nur der Preis eine Rolle. "Viele Kriterien beeinflussen die Entscheidung für das richtige EVU. Der VEA beobachtet den Markt ständig, um bei der richtigen Entscheidung beratend zur Seite zu stehen", erklärt Stuke. Neben einer professionellen Beratung ermöglicht der VEA schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen über seinen digitalen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

17.11.2017 | Regionale Netzwerke sind Vorreiter beim Klimaschutz

Während Delegierte auf der 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) in Bonn derzeit über die internationale Zusammenarbeit für mehr Klimaschutz diskutieren, trafen sich gestern 23 Unternehmensvertreter aus der Bonner Region bei der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, um sich über bereits realisierte und geplante Energieeffizienzmaßnahmen auszutauschen. Die Unternehmen sind Mitglied im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, eines von insgesamt zwölf REGIonalen Netzwerken für EnergieEffizienz (kurz: REGINEE) des VEA. Ihr gemeinsames Ziel: Die eigenen kWh- und CO2-Emissionen zu reduzieren. Allein das REGINEE Bonn/Rhein-Sieg, das gemeinsam vom VEA und der IHK Bonn/Rhein-Sieg initiiert wurde, plant bis 2020 entsprechend etwa 18 Mio. kWh und fast 8 Tsd. Tonnen CO2 einzusparen. Damit wird Klimaschutz in der Region bereits ganz konkret umgesetzt.

"Wir sind stolz darauf, bei dem Thema Energieeffizienz mit Hilfe des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg Vorreiter zu sein und anderen regionalen aber auch nationalen Unternehmen als gutes Beispiel voranzugehen. Innerhalb des REGINEE können wir unseren Beitrag für mehr Klimaschutz leisten und gleichzeitig Investitionen wirtschaftlich umsetzen. Dadurch entwickeln wir uns insgesamt erfolgreich als modernes lebensmittelherstellendes Unternehmen weiter, das den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Eine Win-win-Situation", erklärt Stefan Franceschini, Geschäftsführer der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG. "Wir setzen hier vor Ort konkrete Maßnahmen um, über die an mancher Stelle noch diskutiert wird", ergänzt Franceschini.

Die teilnehmenden Unternehmen des REGINEE Bonn/Rhein-Sieg können bereits auf eine Vielzahl von Effizienz- und weiteren kostensparenden Maßnahmen zurückblicken. So wurden unter anderem neben Beleuchtungsumstellungen auf LED oder der Installation von KWK-Antrieben bei der Drucklufterzeugung die Begrenzung der Spitzenlast durch verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen. Neben konkreten Effizienz- und Einsparmaßnahmen spielen für die Unternehmen aber auch rechtliche Rahmenbedingungen und Fragen zu Meldepflichten eine wichtige Rolle.

Weitere fünf REGINEE befinden sich derzeit deutschlandweit in Gründung. Darunter auch ein zweites REGINEE in der Region Bonn/Rhein-Sieg, für das bereits vier Unternehmen angemeldet sind. Unternehmen, die an einer REGINEE-Teilnahme interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

04.10.2017 | Gute Nachricht für Unternehmen: Gaspreis um 8,9 Prozent gesunken

Mittelständische Unternehmen können sich über fallende Gaspreise freuen. Wie aus dem VEA-Erdgaspreisvergleich hervorgeht, sank der Erdgaspreis in den letzten 6 Monaten durchschnittlich um 8,9 Prozent. Damit liegt er nach einer zwischenzeitlichen Steigerung um 10,8 Prozent mit derzeit 2,35 Ct/kWh wieder auf Vorjahresniveau (2,33 Ct/kWh). Zwar ging der Preis in jedem der 50 zum Vergleich herangezogenen Netzgebiete zurück, zwischen den einzelnen Anbietern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede von bis zu 24,2 Prozent.

„Wir sind froh, dass mittelständische Unternehmen von abnehmenden Gaspreisen profitieren und sich die Kostenbelastung – zumindest im Bereich des Erdgases – nicht weiter ausweitet“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. „Gerade angesichts des nahenden Winters sollten Unternehmen dennoch über neue Verträge mit Erdgaslieferanten nachdenken“, empfiehlt Stuke. Die Preissenkungen sind im Wesentlichen auf die deutlich rückläufigen Großhandelsnotierungen im dritten Quartal 2017 zurückzuführen.

Mit 9,8 Prozent ist bei wesernetz mit Sitz in Bremen der größte Preisrückgang zu verzeichnen (2,09 Ct/kWh). Damit führt der Bremer Erdgasversorger die Gruppe der zehn preisgünstigsten Anbieter vor e-netz Südhessen mit Sitz in Darmstadt und dem Dortmunder Netz an. Kunden bei Netrion mit dem Teilnetz Mannheim müssen dagegen mit durchschnittlich 2,60 Ct/kWh im Vergleich zu wesernetz-Kunden 24,2 Prozent mehr zahlen. Laut dem unabhängigen VEA-Gaspreisvergleich folgen auf Netrion das Saarbrücker energis-Netz und das SWE-Netz mit Sitz in Erfurt als teuerste Versorgungsgebiete.

„Neben den reinen Kosten für die Netznutzung, Gasbeschaffung oder auch die Konzessionsabgabe spielen natürlich auch andere Kriterien wie die Flexibilität, Vertragslaufzeit oder die Bonität des Versorgers bei der Wahl des Energieanbieters eine Rolle“, erläutert Dr. Volker Stuke. „Um den optimalen Vertrag zu finden, empfiehlt sich daher immer eine kompetente Beratung eines unabhängigen Experten, wie dem VEA.“

Der VEA untersucht zweimal jährlich die Entwicklung des Gaspreises und stellt diese in einem umfassenden Preisvergleich zusammen. Waren in der Vergangenheit Standardpreisregelungen die Grundlage des Vergleichs der 50 verschiedenen Gasnetzgebiete, publiziert der VEA nun realistische Preisindikationen aus 15 definierten Abnahmefällen. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.07.2017 | Wasserpreise steigen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 0,75 Prozent

Der aktuelle Wasserpreisvergleich des VEA zeigt für Industriekunden erneut einen leichten Preisanstieg: Sie müssen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 0,75 Prozent mehr für Trinkwasser bezahlen. Dabei zeigen einzelne Wasserversorgungsunternehmen (WVU) jedoch erhebliche Schwankungen zwischen +19,6 Prozent und -1,2 Prozent. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ steigt damit auf 4,01 €/m³.

"Der VEA-Wasserpreisvergleich zeigt in diesem Jahr zwar nur einen durchschnittlichen Preisanstieg von unter 1 Prozent", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch ein kleiner Preisanstieg Mehrkosten verursacht, die von den Unternehmen erst einmal wieder erwirtschaftet werden müssen."

Insgesamt 13 der 82 untersuchten Wasserversorgungsunternehmen (WVU) zeigen Preissteigerungen, darunter drei WVU sogar im zweistelligen Bereich. Den stärksten Preisanstieg verzeichnet der VEA-Preisvergleich mit 19,6 Prozent auf jetzt 4,46 €/m³ bei den Stadtwerken Emden. Es folgen mit 12,5 Prozent MAINOVA in Frankfurt/Main und mit 12,1 Prozent die Stadtwerke Augsburg.

Fünf der untersuchten Wasserversorger senkten dagegen ihre Preise: Mit jeweils -1,2 Prozent führen der Kommunalbetrieb Ingolstadt und Purena Helmstedt diese Liste an. Es folgen EVI Hildesheim (-0,2 Prozent) sowie Halle und Krefeld (jeweils -0,1 Prozent).

Als Grundlage des Preisvergleichs dienen die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Eingeschränkt wird die Aussagekraft des Preisvergleichs dadurch, dass vor allem die Abwassergebühren aufgrund uneinheitlicher Berechnungen der Grundstücksflächen nur bedingt vergleichbar sind. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis - also Wasser plus Abwasser - Ingolstadt (2,72 €/m³), Worms (2,84 €/m³) und Augsburg (2,96 €/m³) als die drei günstigsten, Potsdam (5,84 €/m³), Krefeld (5,64 €/m³) und Saarbrücken (5,48 €/m³) als die drei teuersten Versorgungsgebiete.

04.07.2017 | Erneut massiver Strompreisanstieg: 11,9 Prozent innerhalb eines Jahres

 

Der massive Preisanstieg im Strombereich setzt sich fort: 30 Prozent höhere Großhandelspreise aber auch Kostensteigerungen bei den Netzentgelten und der EEG-Umlage lassen den im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlichen Strompreis um 11,9 Prozent steigen. Dies zeigt der aktuell veröffentlichte Strompreisvergleich des VEA.

"Bereits seit dem Frühjahr 2016 verzeichnen wir einen Anstieg des Großhandelspreises, der die Energiekosten - neben den Umlagezahlungen - weiter nach oben treibt. Der nun ermittelte Anstieg um 11,9 Prozent zeigt jedoch eine neue Kostendimension", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Damit setzt sich der Trend eines ansteigenden Strompreises - um 1,3 Prozent im August 2016 und 6,5 Prozent im Januar 2017 - konsequent fort. "Zum Leidwesen des deutschen Mittelstandes", ergänzt Stuke. "Energiefragen sind gerade für kleinere und mittlere Unternehmen längst auch erhebliche Kostenfragen. Da ein Rückgang des Strompreises derzeit nicht abzusehen ist, müssen Unternehmer selbst aktiv werden", empfiehlt Stuke. Hier setzt eine professionelle Energieberatung an. So sind schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen bspw. über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de) möglich.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt aktuell bei 15,09 Ct/kWh, wobei in keinem der 50 untersuchten Netzgebiete der Preis gesunken ist. Den geringsten Preisanstieg verzeichnet ED Netze in Rheinfelden (+7,0 Prozent), gefolgt von Netz BW in Karlsruhe (+7,4 Prozent) und Westnetz in Wesel (+8,3 Prozent). Mit einem Preisanstieg von 17,9 Prozent führt die Main-Donau Netzgesellschaft in Nürnberg die Statistik an. Die Preise im SWB Netz in Bielefeld erhöhten sich um 17,4 Prozent, im Netz des Bayernwerks in Regensburg um 17,3 Prozent. Der Preisvergleich zeigt zudem, dass sich die prozentuale Differenz zwischen Ost und West um 0,2 Punkte auf 8,8 Prozent verringert hat. Mit Kosten von durchschnittlich 16,13 Ct/kWh liegt das Preisniveau in den neuen Bundesländern jedoch nach wie vor deutlich über dem der alten Bundesländer (14,83 Ct/kWh).

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

30.06.2017 | REGINEE Hamburg gegründet: Neun Unternehmen engagieren sich gemeinsam für den Klimaschutz

Mit dem Ziel, gemeinsam kWh- und CO2-Emissionen einzusparen, sind gestern neun Unternehmen aus Hamburg und Umgebung im Rahmen eines REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammengetroffen. Unter dem Motto "Unternehmen vernetzen. Wissen teilen. Energie sparen." arbeiten die Unternehmen in den nächsten vier Jahren sowohl individuell als auch gemeinsam daran, ihren Energiebedarf nachhaltig zu senken. Das REGINEE Hamburg ist das elfte Netzwerk, das sich unter Initiative des VEA gegründet hat.

"Als moderne Großbäckerei steht für uns die Qualität unserer Produkte an oberster Stelle. Mit diesem Qualitätsanspruch sehen wir uns auch in einer Verantwortung gegenüber der Lebensqualität unserer Kunden und Mitarbeiter. Durch einen sparsamen Energieeinsatz und unsere steten Bemühungen, diesen auch noch weiter zu senken, verbinden wir Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit und tragen unseren Teil zum Umweltschutz bei", erklärt Norbert Lötz, Geschäftsführer der Harry-Brot GmbH, dem gastgebenden Unternehmen der REGINEE-Gründung.

"Unsere REGINEE-Initiative setzt an zwei entscheidenden Punkten an: Wir ermöglichen nicht nur den intensiven Austausch der Unternehmen zu Fragen der Energieeffizienz untereinander, sondern begleiten das Netzwerk als Verband auch durch fachliche Vorträge und neue Impulse. Beide Punkte führen letzten Endes zum Erfolg und senken den Energiebedarf und damit auch die Energiekosten der REGINEE-Unternehmen", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Die in einem REGINEE vernetzten Unternehmen erhalten vom VEA aber nicht nur fachliche Unterstützung im Energiebereich. Es wird zudem sichergestellt, dass teilnehmende Unternehmen immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen sind, z.B. zu aktuellen politischen Meldepflichten.

Folgende neun Unternehmen sind Teilnehmer des Gründungstreffens:

  • ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg
  • Boizenburg Fliesen GmbH, Boizenburg / Elbe
  • Harry-Brot GmbH, Schenefeld
  • Hamburger Hochbahn AG, Hamburg
  • Otto GmbH & Co. KG, Hamburg
  • RSH Polymere GmbH, Hamburg
  • tesa SE, Norderstedt
  • tesa Werk Hamburg GmbH, Hamburg
  • Walsroder Casings GmbH, Bomlitz

Weitere fünf REGINEE befinden sich derzeit deutschlandweit in Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

09.06.2017 | Wahljahr 2017: VEA fordert mehr Beständigkeit in der Energiewende

Der VEA kritisierte bei der gestern stattfindenden Mitgliederversammlung die fehlende Beständigkeit bei der Umsetzung der Energiewende. Wie der Verband mitteilte, leide insbesondere der deutsche Mittelstand unter den steten Novellierungen der Energiegesetze und steigenden Energiepreisen. Dadurch werde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gefährdet. Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 spricht sich der VEA daher für eine Entlastung des energieintensiven Mittelstands und eine beständigere Umsetzung der Energiewende aus.

"Durch die Dezentralisierung und die Liberalisierung des Stromsektors in den vergangen Jahrzehnten wurden wichtige und notwendige Entwicklungen ermöglicht, die wir als Verband der Energieabnehmer begrüßen", erklärt August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA, in seiner Rede vor den Mitgliedern. "Wir warnen jedoch gleichzeitig davor, dass diese positiven Entwicklungen durch ein Übermaß an Bürokratie, unübersichtliche Regelungen und weiter steigende Stromkosten ins Negative umschlagen."

Steigende Energiekosten, strenge bürokratische Vorgaben und die fehlende Kontinuität in der Gestaltung der Energiewende belasten insbesondere den energieintensiven Mittelstand und führen zu Planungsunsicherheiten und Investitionshemmnissen. "In vielen Branchen wird nicht mehr ausreichend investiert und reinvestiert. Als Konsequenz drohen der Substanzverlust bei Produktionsanlagen und letztlich die Schwächung des Wirtschaftsstandorts", so Wagner. Dies gefährde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft über die nächsten Jahrzehnte hinaus. "Wir können nicht oft genug daran erinnern, dass Unternehmer bei Investitionsentscheidungen nicht in Legislaturperioden denken und planen, sondern in Zeiträumen von häufig mehreren Jahrzehnten", führt Wagner weiter aus.

Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 fordert der VEA daher sichere und beständige Rahmenbedingungen bei der Umsetzung der Energiewende und ein Ende grundlegender Novellierungen und gesetzlicher Veränderungen im Energiesektor. Planungssicherheit und finanzielle Entlastungen in den energieintensiven Wirtschaftsbereichen seien Grundvoraussetzungen dafür, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland auch in den kommenden Jahrzehnten seinen international guten Stand bewahren könnte.

24.05.2017 | Erstes VEA-Energieeffizienz-Netzwerk in Göttingen gegründet

Insgesamt sieben Unternehmen aus der Region Göttingen haben sich gestern zu einem vom VEA initiierten REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz (REGINEE) zusammengeschlossen. Unter dem Motto „Unternehmen vernetzen. Wissen teilen. Energie sparen.“ wollen sie in den nächsten vier Jahren auf die Einsparung von kWh- und CO2-Emissionen hinarbeiten. Das REGINEE Göttingen ist bereits das vierte Netzwerk, das sich unter Federführung des VEA in Niedersachsen gründet.

In einem REGINEE vernetzte Unternehmen erhalten vom VEA fachliche und praxisorientierte Unterstützung im Energiebereich. Sie tauschen sich über neue Möglichkeiten und bereits umgesetzte Maßnahmen sowie deren Auswirkungen auf die Effizienzbilanz aus. Zudem wird sichergestellt, dass REGINEE-Unternehmen immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen sind, z.B. zu aktuellen politischen Meldepflichten.

Michael von Darsen, Leiter Elektrotechnik/ Managementsysteme bei Sartorius, ist von den Vorteilen einer Netzwerkteilnahme überzeugt: "Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Energiebilanz zu verbessern, nicht nur bei den vielen Neubauten, sondern auch im Bestand. Nächstes Jahr zum Beispiel werden wir in unserer Filterproduktion mehr als 1000 konventionelle Reinraum-Leuchten gegen LED-Module tauschen. Gern teilen wir solche Ideen mit REGINEE-Mitgliedern und lassen uns wiederum durch sie inspirieren. Beide Seiten profitieren und können noch besser einschätzen, wie praktikabel und effektiv die Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz sind."

Auch die Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf Alberti GmbH & Co. und KG, seit über 100 Jahren Erzeuger von hochwertigen Schwerspat-Produkten, ist ein Mitglied im neu gegründeten Effizienznetzwerk. "Durch die Teilnahme am REGINEE Göttingen vereinen wir unsere wirtschaftlichen und ökologischen Unternehmensansprüche: Wir senken unsere Energiekosten und tun gleichzeitig etwas für den Klimaschutz", erklärt Robert Mauerlechner, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens und gleichzeitig VEA-Vorstandsmitglied.

Folgende sieben Unternehmen nehmen am Netzwerk teil:

  • Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  • Eisengießerei O. Gattermann GmbH, Dassel
  • Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Holzminden
  • Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen
  • Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf, Bad Lauterberg im Harz
  • Privatbrauerei Wittingen GmbH, Wittingen
  • KWS Saat SE, Einbeck

Weitere sechs REGINEE befinden sich in der Gründung. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

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