Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

05.02.2016 | VEA fordert Korrekturen bei Referentenentwurf für EnSTransV

Unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand schade kleinen und mittleren Unternehmen …

Hannover, 02.02.2016. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf zur „Verordnung zur Umsetzung von unionsrechtlichen Veröffentlichungs-, Informations- und Transparenzpflichten für das Energiesteuer- und das Stromsteuergesetz sowie zur Änderung der Energiesteuer- und der Stromsteuer-Durchführungsverordnung“ (EnSTransV) eingereicht. Im Zentrum der Kritik des VEA steht der Verwaltungsaufwand, den die EnSTransV in dieser Form für kleine und mittlere Unternehmen mit sich bringen würde.   

„Der Referentenentwurf der EnSTransV ignoriert die Tatsache, dass kleinere mittelständische Unternehmen die Fülle an vorgesehenen Pflichten in der Praxis nicht wirtschaftlich bewältigen können“, sagt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. „Der Verwaltungsaufwand ist unverhältnismäßig und schadet den Betrieben.“ Der Verband kritisiert insbesondere ungeeignete Fristen und eine zu niedrige Grenze für die Befreiung von der Meldepflicht.

Die Bundesregierung will mit der EnSTransV eine nationale Rechtsgrundlage für die Erhebung und weitere Verwendung von Informationen über Steuerbegünstigungen sowie Steuerbefreiungen im Energie- und Stromsteuergesetz legen. Dies geschieht im Rahmen neuer Anforderungen der Europäischen Kommission für die Gewährung und Rechtmäßigkeit staatlicher Beihilfen.

VEA_Stellungnahme_der_EnSTransV

Weitere Informationen zur Stellungnahme des VEA erhalten Sie auf Anfrage.

18.01.2016 | Fernwärme im Osten nach wie vor teurer als im Westen

Hannover, 18.01.2016. In den neuen Bundesländern ist das Preisniveau bei Fernwärme immer noch deutlich höher als in den alten Bundesländern. Laut des aktuellen Fernwärmepreisvergleichs des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zahlen mittelständische Unternehmen im Osten der Bundesrepublik im Schnitt 17,1 Prozent mehr als jene im Westen. Positive Nachrichten sind dennoch zu verzeichnen: In den neuen Bundesländern sank der Preis innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 3,3 Prozent. Im Westen ging er im Schnitt um 2,7 Prozent zurück. Die Preisentwicklungen bei den einzelnen Versorgungsunternehmen zeigen zum Teil erhebliche Unterschiede.

·      Preisentwicklung sowohl im Osten als auch im Westen leicht rückläufig
·      Zum Teil gravierende Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versorgern

 „Die Zahlen des aktuellen VEA-Fernwärmepreisvergleichs zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, laufende Verträge mit Fernwärmeversorgern zu überprüfen und zu optimieren“, merkt VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke an. „Da die Durchschnitts-Wärmepreise in der Regel stark von der Benutzungsdauer abhängen, empfiehlt es sich, die tatsächliche Höhe der benötigten Wärmeleistung zu überprüfen und eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnung vorzunehmen.“

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau deutschlandweit rückläufig ist, bestehen teilweise stark unterschiedliche Preisentwicklungen im Vergleich der einzelnen Versorger. Je nach Benutzungsdauer ergeben sich Preisunterschiede von bis zu 64 Prozent. In den alten Bundesländern sind infra fürth GmbH, die Stadtwerke Pforzheim und Rhönenergie Fulda die teuersten Anbieter, während Fernwärme bei den Stadtwerken Bielefeld, den Hertener Stadtwerken und den Stadtwerken Kiel am günstigsten ist. Die preisintensivsten Versorger in den neuen Bundesländern sind die Stadtwerke Frankfurt/Oder, die Stadtwerke Görlitz und die Stadtwerke Jena-Pößneck. Die günstigste Fernwärme erhält man bei Vattenfall Europe Wärme in Berlin, den Stadtwerken Rostock und den Städtischen Werken Magdeburg.

Seit 1978 veröffentlicht der VEA einmal jährlich den Fernwärmepreisvergleich, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Fernwärmemarkt zu informieren. Er umfasst für die alten Bundesländer 66 Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) mit insgesamt 68 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundesländer 24 FVU mit 24 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 90 FVU mit insgesamt 92 Netzen beteiligt, wodurch die Studie einen hohen Grad an Repräsentativität erreicht. 

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.01.2016 | Strompreis für Unternehmen steigt 2015 um 1,4 Prozent

Hannover, 12.01.2016. Um durchschnittlich 1,4 Prozent sind die Strompreise für mittelständische Unternehmen seit Januar 2015 gestiegen. Dies zeigt der regelmäßig veröffentlichte Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). Grund für die Preissteigerung sind insbesondere die gestiegenen Netznutzungsentgelte. Der Anstieg konnte auch durch rückläufige Großhandelspreise nicht ausgeglichen werden. Noch immer zahlen Stromkunden in den neuen Bundesländern deutlich mehr.

·      Strompreissteigerung trotz rückläufiger Großhandelspreise und Wettbewerb

·      Gestiegene Netzentgelte sind Hauptgrund für die Strompreisentwicklung

„Trotz gesunkener Großhandelspreise und dem weiterhin intensiven Wettbewerb unter den Stromanbietern verzeichneten wir im Jahresverlauf 2015 einen Strompreisanstieg von 1,4 Prozent“, sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Unternehmen müssten den Preisanstieg allerdings nicht tatenlos hinnehmen. Es sei weiterhin möglich, Kosten beim Stromeinkauf einzusparen, wenn Unternehmen die aktuelle Marktlage beachten. „Das A und O ist ein fundierter Überblick über den Markt in puncto Preise und Vertragsdetails. Deshalb empfehlen wir eine unabhängige, professionelle Energieberatung“, so Stuke. Der VEA arbeitet dafür zum Beispiel mit Ausschreibungen über den Marktplatz VEA-Online.de.

Die preisliche Differenz der Angebote zwischen den alten Bundesländern (durchschn. 13,63 Ct/kWh) und den neuen Bundesländern (durchschn. 14,69  Ct/kWh) liegt bei rund 7,8 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte gesunken. Der gesamtdeutsche Durchschnittspreis liegt währenddessen bei 13,85 Ct/kWh.

Nach dem Vergleich des VEA sind die drei günstigsten Anbieter die Rheinische NETZGesellschaft in Köln (12,57 Ct/kWh), gefolgt von den Stadtwerken Kiel und den Stadtwerken Bochum. Der teuerste Anbieter ist die Wemag Netz GmbH in Schwerin (16,50 Ct/kWh), gefolgt von Schleswig-Holstein Netz und EV Halle.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. 

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

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Christian Otto

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