Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

22.12.2016 | Fernwärme sinkt im Durchschnitt – bleibt aber im Osten deutlich teurer als im Westen

Der Preis für Fernwärme ist innerhalb eines Jahres im bundesweiten Durchschnitt um 4,9 Prozent gesunken, gleichzeitig bestehen zwischen einzelnen Versorgern jedoch gravierende Preisunter¬schiede von bis zu 77,0 Prozent. Auch im Vergleich zwischen den neuen und den alten Bundesländern zeigt das Preisniveau für Heizkosten einen enormen Unter¬schied von 18,4 Prozent. Damit zahlen Unternehmen im ostdeutschen Raum fast ein Fünftel mehr für Fern¬wärme. Das ergab der aktuelle Fernwärmepreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

"Auch die aktuellen Zahlen im jährlich durchgeführten VEA-Fernwärmepreisvergleich zeigen, dass über das gesamte Bundesgebiet hinweg teils massive Preisunterschiede vorherrschen", fasst VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke die Untersuchung zusammen.

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau leicht gesunken ist, treten zwischen einzelnen Anbietern große Preisunter­schiede auf: In den neuen Bundesländern trennen den günstigsten und den teuersten Versorger je nach Bezugs­dauer zwischen 73,0,0 und 77,0,0 Prozent. Besonders teuer sind demnach die Stadtwerke Pforzheim und Hanau, die Heilbronner Versorgungs GmbHesellschaft oder RhönEnergie Fulda. Das günstigste Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) im Westen ist derzeit die Stadtwerke Bielefeld GmbH. In den neuen Bundesländern zahlen Kunden der Stadtwerke Frankfurt/Oder, Aschersleben und Forst den höchsten Preis. Den günstigsten Fernwärmepreis bieten im Osten die Städtischen Werke Magdeburg, Stadtwerke Pirna und Vattenfall Europe Wärme in Berlin. Für die Benutzungs­dauer von 1.500 h/a ergab sich in den alten Bundesländern ein durchschnittlicher Wärmepreis von 68,77 €/MWh, in den neuen Bundesländern von 82,37 €/MWh.

"Um die Kosten bei der Fernwärme so gering wie möglich zu halten, ist es ratsam, insbesondere bei älteren Verträgen die Höhe der Wärmeleistung zu überprüfen bzw. eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnungen vorzunehmen", erklärt Stuke. "Im Hinblick auf die Energieträger ist jedoch deutlich, dass Gas und Öl in aller Regel die kostengünsti­gere Alternative stellen."

Der vom VEA seit 1978 regelmäßig veröffentlichte Fern­wärmepreisvergleich erreicht einen hohen Repräsentations­grad. Er umfasst für die alten Bundesländer 65 FVU mit insgesamt 67 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundes­länder 22 FVU mit 22 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 87 FVU mit insgesamt 89 Netzen beteiligt.

10.11.2016 | Pläne der Bundesnetzagentur zur atypischen Netznutzung gefährden Netzstabilität

Die Bundesnetzagentur überlegt die Erheblichkeitsschwellen anzuheben, ab denen Letztverbraucher mit atypischer Netznutzung von reduzierten Netzentgelten profitieren. Dadurch würden etwa 95 Prozent der bisherigen Begünstigten aus der Regelung herausfallen. Besonders betroffen wären kleine und mittlere Unternehmen. Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) vor weiteren finanziellen Belastungen für die betroffenen Unternehmen sowie einer Gefährdung der Netzstabilität. Der Verband kritisiert insbesondere die unzureichende Datengrundlage, auf die sich die Überlegungen stützen.

"Der Beschlussentwurf zur Anpassung der Erheblichkeitsschwellen beruht auf Berichten, die für eine solche Einschätzung völlig ungeeignet sind. So wurden im Frühjahr dieses Jahres lediglich sieben Netzbetreiber aber nicht ein einziger Atypik-Nutzer befragt. Bisherige Analysen der Bundesnetzagentur zeigten zudem, dass die befragten Netzbetreiber in der Mehrheit gar nicht aussagefähig sind", gibt VEA-Geschäftsführer Christian Otto zu bedenken. Der Beschlussentwurf sieht vor, die Flexibilitätsregelungen erst ab einer absoluten Lastverlagerung von 1.000 kW bei der relativen Lastverlagerung von mindestens 50 Prozent greifen zu lassen.

Von den bisherigen Regelungen der Atypik profitierten Netzbetreiber sowie alle Netznutzer: Die atypische Netznutzung entlastete das Netz und sorgte für eine ökonomische Planbarkeit und Kalkulierbarkeit seitens der Netzbetreiber. Im Gegenzug erhielten die atypischen Nutzer bisher individuelle Netzentgelte. Die Regelungen zur Atypik haben über alle Netzebenen hinweg eine netzstützende Wirkung, vermeiden den sonst notwendigen Netzausbau und sparen somit für alle Netzkunden Kosten.

Durch die geplante Anhebung der Erheblichkeitsschwellen soll u. a. das § 19-Umlage-Volumen (2017: 386 Mio. Euro) gesenkt werden. Zwar würden 95 Prozent der bisherigen atypischen Letztverbraucher - vorrangig kleinere und mittlere Unternehmen - aus der Regelung herausfallen, diese stellen jedoch nur ein Viertel des Umlagevolumens. "Für den deutschen Mittelstand haben solche auf unzureichenden Daten basierende Fehlentscheidungen gravierende finanzielle Folgen. Wir fordern die Politik daher auf, eine solide und transparente Evaluierung vorzunehmen. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit anderen Verbänden bereits an einem detaillierten Konzept mit eigenen Vorschlägen", erklärt Otto.

03.11.2016 | Enorme Belastung für den deutschen Mittelstand: Strompreise ab 2017 auf Rekordniveau

Die Strompreise werden auch im kommenden Jahr weiter steigen. Zwar steht der Stromerzeugerpreis auf anhaltend niedrigem Niveau, durch eine entsprechende Erhöhung der EEG-Umlage um 8,3 Prozent steigen die Stromkosten ab 2017 jedoch auf ein Rekordniveau. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) warnt vor einer zu starken Belastung für den deutschen Mittelstand. Insbesondere energieintensive Unternehmen sind im nationalen und internationalen Wettbewerb durch die massiven Kosten im Nachteil. Arbeitsplätze sind in Gefahr.

"Die jährliche Erhöhung der EEG-Umlage und der Netzgelte allein sind schon eine große Belastung, mit der zusätzlichen dramatischen Erhöhung der KWK-Umlage ab dem kommenden Jahr werden die Stromkosten endgültig zu einem kritischen Kostenfaktor für mittelständische Unternehmen", erklärt VEA-Geschäftsführer Christian Otto. Die EEG-Umlage steigt ab dem 1. Januar 2017 auf 6,88 ct/kWh. Die KWK-Umlage wird auch für Mengen ab 1 Mio. kWh in voller Höhe fällig. Die Netzentgelte erhöhen sich im Bundesdurchschnitt um 9 Prozent. Durch nationale Bestimmungen erhöhen sich die Kosten und bedingen eine verschlechterte Ausgangsposition deutscher Mittelständler im nationalen und internationalen Wettbewerb. Zehntausende Arbeitsplätze im für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtigen Mittelstand sind bedroht.

Zusätzlich überlegt die Bundesnetzagentur derzeit, die Flexibilitätsregelungen bei der atypischen Netznutzung abzuschaffen. Durch diese Regelungen werden bisher jene Unternehmen belohnt, die ihren individuellen Energiebedarf so steuern, dass er nicht in das Höchstlastzeitfenster der Netzbetreiber fällt, dadurch das Netz entlastet und Netzentgelterhöhungen entgegenwirkt.

"Die intensiven Bemühungen von Unternehmen zur Flexibilisierung der eigenen Stromabnahme werden mit der Abschaffung der Atypik wieder einmal abgestraft", erklärt Otto. Der Mittelstand gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass eine Energiewende ohne ihn stattfinden soll. Aussagen der Politik, z. B. der stellvertretenden Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, dass sich Unternehmen über kreative Prozesse die Netzentgeltermäßigung erschleichen, führen dazu, dass sich viele Unternehmen nicht mehr mit der Energiewende identifizieren können.

06.10.2016 | Aktuelle Stellungnahme des VEA zum KWKG

Stellungnahme des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zum Referentenentwurf zur Änderung der Bestimmungen zur Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und zur Eigenversorgung

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) bedankt sich für die Beteiligungsmöglichkeit der Stellungnahme am Konsultationsverfahren zum o.g. Referentenentwurf eines Gesetztes des BMWi (IIIB2) vom 26. September 2016. 

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. ist ein Verband mit rund 4.500 Mitgliedern. Bei den Mitgliedern handelt es sich überwiegend um energieintensive Unternehmen des Mittelstandes. Der Anteil am deutschen Energiebedarf der mittelständischen Industrie beträgt dabei etwa 15 Prozent. Es ist das Satzungsziel des VEA, die energiewirtschaftli-chen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten.

Diese Belange werden durch den Entwurf betroffen und bedingen daher die folgende Stellungnahme in entsprechend dargelegter Weise. Einige Regelungen werden vom VEA (ausdrücklich) begrüßt. Wichtige Forderungen entnehmen Sie bitte der unteren Datei.

24.06.2016 | Der VEA-Vorstand wird personell verstärkt.

Neu im Vorstand: Herr Robert Mauerlechner.

Die diesjährige VEA Mitgliederversammlung am 09.06.2016 in München hat Herrn Robert Mauerlechner, Geschäftsführer der Sachtleben Bergbau GmbH & Co. KG in Hausach, einstimmig in den Vorstand gewählt.

31.03.2016 | Über 50 Unternehmen bereits in Energieeffizienz-Netzwerken des VEA aktiv

Hannover. Seit dem Start der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke 2015 haben sich unter der Federführung des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) mit Unterstützung seiner Kooperationspartner bereits sechs REGIonale EnergieEffizienz-Netzwerke (REGINEE) gegründet. Insgesamt entschieden sich über 50 Unternehmen branchenübergreifend dafür, ihre Energieeffizienz in den nächsten vier Jahren gemeinsam zu steigern und dabei auf den VEA zu setzen. Sie unterstützen damit den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) und den Klimaschutz aktiv.

Der VEA gründet unter anderem in Zusammenarbeit mit regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) die REGINEE-Netzwerke. Für die Unternehmen ergeben sich durch das speziell auf den Mittelstand zugeschnittene Projekt viele Vorteile. Durch ihre Teilnahme an REGINEE können sie Zeit sparen und werden zu relevanten Fristen, Voraussetzungen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Entwicklungen informiert. Im Zentrum steht der Know-how-Austausch mit den Experten und vor allem mit den anderen Netzwerkteilnehmern in der Praxis. „Die Teilnehmer festigen ihre Wettbewerbsfähigkeit und tragen gleichzeitig zum Klimaschutz bei", betont VEA-Geschäftsführer Christian Otto.

Neben den bereits aktiven REGINEE-Netzwerken befinden sich weitere in Gründung. Unternehmen sind eingeladen, sich zu informieren und bei Interesse teilzunehmen:

Am 10. März 2016 haben sich 7 Unternehmen zum REGINEE Hannover zusammengeschlossen; das zweite Netzwerktreffen findet Ende Mai statt. Netzwerkträger ist der VEA. Es können noch Unternehmen teilnehmen.

Am 28. April 2016 finden sich für das REGINEE Bonn/Rhein-Sieg 8 Unternehmen zur Netzwerkgründung im ersten Netzwerktreffen zusammen. Netzwerkträger sind der VEA und die IHK Bonn/Rhein-Sieg. Es besteht noch begrenzt die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Weiterhin startet demnächst das REGINEE Stuttgart, getragen durch den VEA. Bisher planen 8 Unternehmen ihre Teilnahme.

In Gründung befindet sich ebenfalls das REGINEE Südthüringen. Netzwerkträger sind der VEA und die IHK Südthüringen. Weitere Teilnehmer sind willkommen.

Auch das REGINEE Pfalz wird durch die Netzwerkträger VEA und IHK Pfalz demnächst gegründet. Zusätzliche interessierte Unternehmen werden begrüßt.

Für die Region Trier findet am 10. Mai 2016 bei der IHK Trier eine Informationsveranstaltung zum REGINEE Region Trier statt. Zukünftige Netzwerkträger sind der VEA und die IHK Trier.

Einen Überblick über die bisher bestehenden Netzwerke und weitere Informationen finden Sie unter http://www.vea.de/reginee/regionen/.

11.03.2016 | Initiative Energieeffizienz-Netzwerke: Neues Unternehmensnetzwerk REGINEE startet in Hannover

Hannover, 11.03.2016. In Hannover nimmt das 6. Energieeffizienz-Netzwerk, das sich auf Initiative des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) hin gegründet hat, seinen Betrieb auf. Bisher haben sich sechs Unternehmen aus der Region dafür entschieden, ihre Energieeffizienz in den nächsten vier Jahren gemeinsam zu steigern. Das Projekt REGINEE (REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz) des VEA bildet hierfür die Grundlage.

  • VEA-Netzwerk in Hannover veranstaltet erstes Treffen
  • Interessierte Unternehmen können sich noch zur Teilnahme anmelden

Diese Woche veranstaltete der VEA gemeinsam mit den mitwirkenden Unternehmen das erste Netzwerktreffen. Bisher haben sich die Hilliges Gipswerk GmbH & Co. KG, die Schollglas GmbH, die Silgan White Cap Deutschland GmbH, die Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH, die Wabco GmbH und die Yanfeng Germany Automotive Interior Systems Limited & Co. KG dem REGINEE-Netzwerk in Hannover angeschlossen.

 „Es gab schon bei dieser ersten Zusammenkunft einen regen Austausch, der eine erfolgreiche Zusammenarbeit erwarten lässt“, sagt VEA-Geschäftsführer Christian Otto. „Nach dieser positiven Erfahrung freuen wir uns auf weitere Teilnehmer, die wie die bisherigen von den Vorteilen unserer Energieeffizienz-Netzwerke profitieren sollen.“ Bei REGINEE steht der Netzwerkgedanke im Vordergrund: Ziel ist es, effektiv Zeit und Kosten zu sparen durch gemeinsame Effizienzziele, Motivation und den Austausch wertvoller Erfahrungen zu Themen wie Messkonzepte, Druckluft, Wärmerückgewinnung oder Beleuchtung u.v.m..

Mit Hilfe eines REGINEE Netzwerks können Unternehmen ihre Investitionen in Energiesparmaßnahmen noch effizienter gestalten und auf das Know-how anderer Netzwerkmitglieder zurückgreifen. Der VEA übernimmt dabei die Organisation und unterstützt das Netzwerk durch kompetente Energieeffizienzberater vor Ort. „Wir ermutigen Unternehmen bundesweit, sich an uns zu wenden, um sich Netzwerken anzuschließen oder vielleicht auch ein neues in ihrer Region zu gründen“, betont Christian Otto. „Die Umsetzung wird dabei von Anfang an vom VEA und seinen Partnern begleitet. Wir beraten die Teilnehmer, erarbeiten einen detaillierten Maßnahmenplan und unterstützen bei allen Schritten der Umsetzung.“

Unternehmen in der Region um Hannover, die an der Netzwerk-Idee interessiert sind, haben noch die Möglichkeit, sich dem REGINEE Hannover anzuschließen. Informationen finden Sie unter www.reginee.de.

Weitere Informationen stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

05.02.2016 | VEA fordert Korrekturen bei Referentenentwurf für EnSTransV

Unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand schade kleinen und mittleren Unternehmen …

Hannover, 02.02.2016. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf zur „Verordnung zur Umsetzung von unionsrechtlichen Veröffentlichungs-, Informations- und Transparenzpflichten für das Energiesteuer- und das Stromsteuergesetz sowie zur Änderung der Energiesteuer- und der Stromsteuer-Durchführungsverordnung“ (EnSTransV) eingereicht. Im Zentrum der Kritik des VEA steht der Verwaltungsaufwand, den die EnSTransV in dieser Form für kleine und mittlere Unternehmen mit sich bringen würde.   

„Der Referentenentwurf der EnSTransV ignoriert die Tatsache, dass kleinere mittelständische Unternehmen die Fülle an vorgesehenen Pflichten in der Praxis nicht wirtschaftlich bewältigen können“, sagt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. „Der Verwaltungsaufwand ist unverhältnismäßig und schadet den Betrieben.“ Der Verband kritisiert insbesondere ungeeignete Fristen und eine zu niedrige Grenze für die Befreiung von der Meldepflicht.

Die Bundesregierung will mit der EnSTransV eine nationale Rechtsgrundlage für die Erhebung und weitere Verwendung von Informationen über Steuerbegünstigungen sowie Steuerbefreiungen im Energie- und Stromsteuergesetz legen. Dies geschieht im Rahmen neuer Anforderungen der Europäischen Kommission für die Gewährung und Rechtmäßigkeit staatlicher Beihilfen.

VEA_Stellungnahme_der_EnSTransV

Weitere Informationen zur Stellungnahme des VEA erhalten Sie auf Anfrage.

18.01.2016 | Fernwärme im Osten nach wie vor teurer als im Westen

Hannover, 18.01.2016. In den neuen Bundesländern ist das Preisniveau bei Fernwärme immer noch deutlich höher als in den alten Bundesländern. Laut des aktuellen Fernwärmepreisvergleichs des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zahlen mittelständische Unternehmen im Osten der Bundesrepublik im Schnitt 17,1 Prozent mehr als jene im Westen. Positive Nachrichten sind dennoch zu verzeichnen: In den neuen Bundesländern sank der Preis innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 3,3 Prozent. Im Westen ging er im Schnitt um 2,7 Prozent zurück. Die Preisentwicklungen bei den einzelnen Versorgungsunternehmen zeigen zum Teil erhebliche Unterschiede.

·      Preisentwicklung sowohl im Osten als auch im Westen leicht rückläufig
·      Zum Teil gravierende Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versorgern

 „Die Zahlen des aktuellen VEA-Fernwärmepreisvergleichs zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, laufende Verträge mit Fernwärmeversorgern zu überprüfen und zu optimieren“, merkt VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke an. „Da die Durchschnitts-Wärmepreise in der Regel stark von der Benutzungsdauer abhängen, empfiehlt es sich, die tatsächliche Höhe der benötigten Wärmeleistung zu überprüfen und eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnung vorzunehmen.“

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau deutschlandweit rückläufig ist, bestehen teilweise stark unterschiedliche Preisentwicklungen im Vergleich der einzelnen Versorger. Je nach Benutzungsdauer ergeben sich Preisunterschiede von bis zu 64 Prozent. In den alten Bundesländern sind infra fürth GmbH, die Stadtwerke Pforzheim und Rhönenergie Fulda die teuersten Anbieter, während Fernwärme bei den Stadtwerken Bielefeld, den Hertener Stadtwerken und den Stadtwerken Kiel am günstigsten ist. Die preisintensivsten Versorger in den neuen Bundesländern sind die Stadtwerke Frankfurt/Oder, die Stadtwerke Görlitz und die Stadtwerke Jena-Pößneck. Die günstigste Fernwärme erhält man bei Vattenfall Europe Wärme in Berlin, den Stadtwerken Rostock und den Städtischen Werken Magdeburg.

Seit 1978 veröffentlicht der VEA einmal jährlich den Fernwärmepreisvergleich, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Fernwärmemarkt zu informieren. Er umfasst für die alten Bundesländer 66 Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) mit insgesamt 68 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundesländer 24 FVU mit 24 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 90 FVU mit insgesamt 92 Netzen beteiligt, wodurch die Studie einen hohen Grad an Repräsentativität erreicht. 

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

12.01.2016 | Strompreis für Unternehmen steigt 2015 um 1,4 Prozent

Hannover, 12.01.2016. Um durchschnittlich 1,4 Prozent sind die Strompreise für mittelständische Unternehmen seit Januar 2015 gestiegen. Dies zeigt der regelmäßig veröffentlichte Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). Grund für die Preissteigerung sind insbesondere die gestiegenen Netznutzungsentgelte. Der Anstieg konnte auch durch rückläufige Großhandelspreise nicht ausgeglichen werden. Noch immer zahlen Stromkunden in den neuen Bundesländern deutlich mehr.

·      Strompreissteigerung trotz rückläufiger Großhandelspreise und Wettbewerb

·      Gestiegene Netzentgelte sind Hauptgrund für die Strompreisentwicklung

„Trotz gesunkener Großhandelspreise und dem weiterhin intensiven Wettbewerb unter den Stromanbietern verzeichneten wir im Jahresverlauf 2015 einen Strompreisanstieg von 1,4 Prozent“, sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Unternehmen müssten den Preisanstieg allerdings nicht tatenlos hinnehmen. Es sei weiterhin möglich, Kosten beim Stromeinkauf einzusparen, wenn Unternehmen die aktuelle Marktlage beachten. „Das A und O ist ein fundierter Überblick über den Markt in puncto Preise und Vertragsdetails. Deshalb empfehlen wir eine unabhängige, professionelle Energieberatung“, so Stuke. Der VEA arbeitet dafür zum Beispiel mit Ausschreibungen über den Marktplatz VEA-Online.de.

Die preisliche Differenz der Angebote zwischen den alten Bundesländern (durchschn. 13,63 Ct/kWh) und den neuen Bundesländern (durchschn. 14,69  Ct/kWh) liegt bei rund 7,8 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte gesunken. Der gesamtdeutsche Durchschnittspreis liegt währenddessen bei 13,85 Ct/kWh.

Nach dem Vergleich des VEA sind die drei günstigsten Anbieter die Rheinische NETZGesellschaft in Köln (12,57 Ct/kWh), gefolgt von den Stadtwerken Kiel und den Stadtwerken Bochum. Der teuerste Anbieter ist die Wemag Netz GmbH in Schwerin (16,50 Ct/kWh), gefolgt von Schleswig-Holstein Netz und EV Halle.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer. 

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

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