Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

26.04.2017 | Auftakt für bundesweite REGINEE-Treffen des VEA auf der Hannover Messe

Vertreter von 22 mittelständischen REGINEE-Mitgliedsunternehmen haben sich gestern auf der Hannover Messe über die Planung und Umsetzung von zeitgemäßen Energieeffizienzmaßnahmen informiert. Neben Fachvorträgen und -diskussionen bestand das Programm aus Messe-Rundgängen zu den Themen Energiemanagement, Netztechnik und Zukunftstechnologien im Energiebereich. Die vom VEA initiierte Veranstaltung fand erstmals im Rahmen der Leitmesse „Energy“, der weltweit bedeutendsten Industriemesse für integrierte Energiesysteme und Mobilität, in Hannover statt.

"Energieeffizientes Wirtschaften wird in Deutschland und auch europaweit immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund ist es nur konsequent, dass die weltweit wichtigste Industriemesse dem Thema Energie einen eigenen Schwerpunkt widmet", resümiert VEA-Geschäftsführer Christian Otto die Veranstaltung. "Der Ansatz der REGINEE ist es, mittelständische Unternehmen zu einem kontinuierlichen und praxisnahen Austausch über Energieeffizienzfragen zu motivieren, um umweltfreundlicher und gleichzeitig wettbewerbsfähiger wirtschaften zu können."

Auf Einladung des VEA konnten sich REGINEE-Mitgliedsunternehmen in drei Impulsvorträgen aus verschiedenen Branchen und während moderierter Hallenrundgänge zu den Themen Energiemanagement, Netztechnik und Neue Energiewelt über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, die Energieeffizienz im eigenen Unternehmen zu steigern.

Aus dem energieintensiven Bereich der Stahlverarbeitung war die WW-K Warmwalzwerk Königswinter GmbH mit einem Impulsvortrag vertreten. Referent Herbert Landsberg, Energiemanager der WW-K Königswinter GmbH, sieht in dieser Vernetzung große Vorteile für sein Unternehmen: "Seit unserer Gründung Anfang 2016 haben wir uns den nachhaltigen und umsichtigen Umgang mit Ressourcen auf unsere Fahne geschrieben. In der stahlverarbeitenden Branche ist Energieeffizienz ein wichtiges Thema - für unsere Wettbewerbsfähigkeit als Mittelständler und im Hinblick auf unsere soziale und ökologische Verantwortung. Der gemeinsame Austausch mit anderen Unternehmen im REGINEE Bonn/Rhein-Sieg hat sich als ein effektiver Weg erwiesen, unsere Ziele zu erreichen."

Mit der Gründung von bislang zehn EnergieEffizienz-Netzwerken unterstützt der VEA die Klimaziele der Bundesregierung bis 2020 im Rahmen der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Neben konkreten Energieeinsparpotenzialen erhalten teilnehmende Unternehmen vom VEA zusätzlich Hinweise zu gesetzlichen Vorgaben und Fristen. Unternehmen, die an einem REGINEE interessiert sind, können sich unter www.vea.de/reginee informieren.

24.04.2017 | Mehr als 500 Prozent Preisunterschied zwischen einzelnen Netzbetreibern

Der Preisunterschied für Unternehmenskunden für die Gasnetzentgelte beträgt je nach Netzbetreiber mehr als 500 Prozent. Dies ergab der aktuelle Preisvergleich des VEA. Zwar hat sich der Durchschnittspreis für die Netznutzung im Gasbereich innerhalb der letzten 12 Monate nur leicht um 0,9 Prozent auf insgesamt 0,58 ct/kWh erhöht, einzelne Preissteigerungen fallen mit bis zu 76 Prozent jedoch massiv aus.

"Zugegeben ist die durchschnittliche Preisveränderung für die Gasnetznutzung mit 0,9 Prozent überschaubar", so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Die Preisdifferenzen zwischen den Netzbetreibern mit mehr als 500 Prozent sind jedoch enorm. Da die Netznutzung integraler Bestandteil der Gaskosten ist, haben Unternehmen in bestimmten Netzgebieten erhebliche wirtschaftliche Standortnachteile."

Das mittlere Netzentgelt beträgt derzeit 0,58 ct/kWh. Während mittelständische Sondervertragskunden bei den zehn teuersten Netzbetreibern durchschnittlich 1,29 ct/kWh für die Netznutzung zahlen müssen, kostet dieselbe Leistung bei den zehn günstigsten Netzversorgern mit 0,24 ct/kWh nur ein Fünftel. Die preisgünstigsten Netzgebiete sind derzeit die Gemeindewerke Holzkirchen, Stadtwerke Lemgo (Hochdrucknetz) sowie die Stadtwerke Eckernförde. Die Versorgungsunternehmen (ohne Arealnetzbetreiber) mit den höchsten Durchschnittsentgelten sind die Stadtwerke Havelberg, Merseburg und Külsheim.

Besonders signifikante Preisunterschiede ergeben sich im Regionalvergleich. So ist das durchschnittliche Preisniveau im Norden im Vergleich zu allen Netzbetreibern deutlich günstiger, im Osten der Bundesrepublik deutlich teurer.

Da der Gasmarkt durch eine dynamische Preisveränderung und immer neue gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt ist, gestaltet sich ein Angebotsvergleich für die Mehrzahl der Unternehmen schwierig. "Hier können unabhängige Experten wie die Energieberater des VEA unterstützen", so Stuke. Der VEA stellt unter anderem eine Datenbank bereit, mit der sich die Mitglieder ständig über die Entwicklung der Netzentgelte informieren und so ihre Gasversorgung kosteneffizient gestalten können.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 682 Gasnetzbetreiber und zeigt dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen.

06.04.2017 | Wachsende Belastung für Mittelstand: Gaspreise steigen um 10,8 Prozent

Für mittelständische Unternehmen wird die Gasversorgung im bundesweiten Durchschnitt um 10,8 Prozent teurer, das ergab der im Vergleich zum Oktober 2016 aktuell durchgeführte Gaspreisvergleich des VEA. Die größte Preissteigerung ist mit 14,5 Prozent im Netzgebiet der Hamburg Netz aufgekommen, die geringste mit 5,8 Prozent bei der Netrion im Teilnetz Mannheim. Damit haben sich die Gaspreise um ganze 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (April 2016) verteuert.

"Der erneute Anstieg der Erdgaspreise stellt insbesondere für energieintensive mittelständische Unternehmen eine massive Kostenbelastung dar", bekräftigt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Die Preissteigerung ist vor allem auf die im ersten Quartal 2017 deutlich gestiegenen Großhandelsnotierungen zurückzuführen. Aber auch die veränderten Bilanzierungsumlagen in den Marktgebieten NetConnect Germany und Gaspool lassen die Preise steigen.

Der durchschnittliche Gaspreis liegt im gesamtdeutschen Vergleich aktuell bei etwa 2,58 Ct/kWh und ist damit 10,8 Prozent teurer als noch vor sechs Monaten. Die größte Preissteigerung ist mit 14,5 Prozent bei der Hamburg Netz zu beobachten. Den geringsten Anstieg der Preise verzeichnet mit 5,8 Prozent die Netrion im Teilnetz Mannheim. Dem Vergleich des VEA zufolge ist der preisgünstigste Anbieter wesernetz in Bremen mit 2,32 Ct/kWh, gefolgt von e-netz Südhessen und dem Dortmunder Netz. Zum teuersten Anbieter Netrion (2,82 Ct/kWh) ergibt sich somit eine Preisspanne von 21,9 Prozent. Weiterhin zählen SWE Netz mit Sitz in Erfurt und das energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken zu den teuersten Versorgungsgebieten."

Es lohnt sich ein Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern, um für jeden Bedarf den optimalen Vertrag mit den besten Konditionen zu finden. Aufgrund der zunehmenden Komplexität des Gasmarktes ist es für Unternehmen jedoch nur mit großem Mehraufwand möglich, Angebote objektiv zu bewerten", erläutert Dr. Volker Stuke. "Um hier den Überblick zu behalten, ist es empfehlenswert, die kompetente Beratung eines unabhängigen Experten, wie dem VEA, in Anspruch zu nehmen."

Mit Hilfe eines ausführlichen Preisvergleichs untersucht der VEA zweimal jährlich die Entwicklung des Gasmarktes. Um einen umfassenden Überblick zu bieten, werden Daten aus deutschlandweit 50 verschiedenen Netzgebieten erhoben.Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

31.03.2017 | Einladung zur Hannover Messe vom 24. – 28. April 2017

Der VEA ist erstmalig offizieller Partner der Sonderschau „Digital Energy – Energiemanagement im industriellen Umfeld“, einem neuen Ausstellungsbereich mit Anwenderforum auf der Hannover Messe. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Auch in diesem Jahr findet im April, vom 24.04. – 28.04.2017, wieder die Hannover Messe statt.

Die Sonderschau „Digital Energy – Energiemanagement im industriellen Umfeld“ ist der neue Ausstellungsbereich mit Anwenderforum:
Bedingt durch die Digitalisierung, die branchenübergreifend auf dem Vormarsch ist, werden die Energieströme in der Produktion und der sie umgebenden Infrastruktur erfasst. Daten können gezielt erfasst, visualisiert und ausgewertet werden. Ziel sind die Erhöhung der Energieeffizienz und die Einsparung der Betriebskosten.

Die Digital Energy dient somit zum zentralen Anlaufpunkt für Besucher der energieintensiven Branchen und Unternehmen, die sich vor dem Hintergrund gesetzlicher Auflagen, steigender Energiekosten oder der Aussicht auf Steuerentlastungen und Fördermittel für die Einführung oder Optimierung eines ganzheitlichen Energiemanagementsystems in Ihrem Unternehmen interessieren.

Neben Beratung zur Zertifizierung nach ISO 50001 gehören Lösungen für die smarte Erfassung und Verknüpfung von Produktionsdaten industrieller Anlagen mit den Energiedaten der sie umgebenden Gebäude ebenso wie intelligente Lichtsteuerungskonzepte und Gebäudeleittechnik zu den Schwerpunktthemen.

Als offizieller Partner der Digital Energy bietet der VEA seinen Mitgliedern kostenfreie eTickets für den Besuch der HANNOVER MESSE 2017. Die Tickets sind registrierungspflichtig und können bei Frau Natho (cnatho@vea.de; 0511/9848-120) angefragt werden.

Nutzen Sie die verschiedenen Informationsmöglichkeiten auf der Hannover Messe und vereinbaren Sie gerne Termine mit uns!

· Am 25.04.2017 findet ein deutschlandweites REGINEE-Treffen auf der Messe statt; besprochen werden netzwerkübergreifend Energieeffizienzmaßnahmen und weitere aktuelle Themen. Anschließend erfolgen Führungen über das Messegelände.

· Am 26.04.2017 wird VEA-Geschäftsführer Christian Otto in Halle 12, Stand D45 zu diesen Themen die Speakers‘ Corner moderieren. Herr Tilmann Wiesel, VEA-Experte für Energiemanagementsysteme, informiert in Vorträgen und Gesprächen vor Ort, Frau Judith Aue steht für Rückfragen zum VEA-Energieeffizienz-Netzwerk REGINEE zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihren Besuch; nutzen Sie die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch!

· Am 28.04.2017 erläutert VEA-Geschäftsführer Christian Otto die Erfahrungen  bezüglich REGIonaler Netzwerke für EnergieEffizienz (REGINEE) in Halle 27 auf der „Energy meets Industry: Energiewende und die Industrie von morgen“. Im Zeitraum von 11:00 – 14:00 Uhr können Sie ihn dort antreffen.

 Weitere interessante Themen auf der Messe finden Sie nachfolgend aufgeführt und online unter http://www.hannovermesse.de/home

16.02.2017 | Lastgangdaten aus einer Hand: VEA wird Messstellenbetreiber

Der VEA erweitert sein umfangreiches Leistungsportfolio um den Messstellenbetrieb. Dies umfasst zahlreiche neue Services für mittelständische Unternehmen: von der Bereitstellung und dem technischen Betrieb der Mess- und Zähleinrichtung, das Auslesen der Verbrauchswerte mittels ¼-Stunden-Lastgangmessung sowie die tägliche Aufbereitung und Reportübermittlung. Für Unternehmen mit mehreren Standorten kann der Vergleich der einzelnen Verbrauchsstandorte zusätzliche Planungssicherheit und langfristige Kostenvorteile bringen.

„Für Unternehmen ist es sehr wichtig, den eigenen Energiebedarf kontinuierlich zu erfassen, um ihn bei Bedarf auch zeitnah optimieren zu können“, erklärt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA.

Bislang erhalten Unternehmen ihre Verbrauchsdaten von dem jeweiligen Netzbetreiber in der Regel unregelmäßig und nur auf Anfrage. Eine regelmäßigere Aufschlüsselung der Verbrauchsdaten ist zeitaufwendig und häufig mit Zusatzkosten verbunden. Dabei kann gerade für Unternehmen mit mehreren Standorten der kontinuierliche Vergleich der einzelnen Verbrauchsstandorte zusätzliche Planungssicherheit und langfristige Kostenvorteile mit sich bringen.

„Die Kenntnis der exakten Verbrauchswerte ist für die Erfüllung der Meldepflichten und im Controlling des Energiemanagementsystems von großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund permanent stattfindender gesetzlicher Änderungen bedeutet ein derartiger Wissensvorsprung oftmals eine große Zeitersparnis“, erklärt Otto weiter.

Bereits seit 2008 überlässt das Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb dem Endkunden die freie Wahl des Messstellenbetreibers. Endverbraucher sind hinsichtlich ihrer Verbrauchsermittlung nicht an die Leistungen der Netzbetreiber gebunden.

27.01.2017 | Erstes REGionales Netzwerk für EnergieEffizienz in den neuen Bundesländern in Chemnitz gegründet

Insgesamt acht Unternehmen aus der Region Chemnitz haben sich dafür entschieden, in den nächsten vier Jahren etwas für den Klimaschutz zu tun. Sie schließen sich in einem REGionalen Netzwerk für EnergieEffizienz – kurz: REGINEE – zusammen, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen in diesem Bereich auszutauschen und voneinander zu lernen. Der Zusammenschluss im Raum Chemnitz ist zugleich das erste REGINEE in den neuen Bundesländern. Initiiert wird das Netzwerk vom Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA). Gestern fand das Gründungstreffen bei einem Netzwerkmitglied, der Kliniken Erlabrunn gGmbH, in Breitenbrunn/Erzgebirge statt.

"Im REGINEE vernetzte Unternehmen tragen aktiv zum Klimaschutz bei, senken gleichzeitig Ihre Kosten und steigern ihre Wettbewerbsfähigkeit. Eine Win-win-Situation", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA beim ersten Netzwerktreffen. "Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit dem REGINEE Chemnitz das erste Netzwerk in den neuen Bundesländern gegründet haben", betont Stuke.

Gastgeber des ersten Netzwerktreffens des REGINEE Chemnitz war ein langjähriges VEA-Mitglied, die Kliniken Erlabrunn gGmbH. "Wir haben als Krankenhaus nicht nur gegenüber unseren Patienten eine Verpflichtung, sondern auch gegenüber der Umwelt. Das Ziel der Teilhabe am REGINEE Chemnitz ist es, beidem gerechter zu werden: Die Einsparpotenziale im Energiebereich können wir im Sinne unserer Patienten reinvestieren - bei gleichzeitigem Umweltschutz", erläutert Dr. Constanze Fisch, Geschäftsführerin der Kliniken Erlabrunn.

Folgende sieben Unternehmen beteiligen sich ebenfalls:

  • AWVC Abfallverwertungsgesellschaft mbH, Chemnitz
  • C & V Cord & Velveton GmbH, Leutersdorf
  • Forte Wärmebehandlung GmbH, Stollberg/Erzgebirge
  • Frauenthal Automotive Elterlein GmbH, Elterlein
  • Grünperga Papier GmbH, Grünhainichen
  • KSG Leiterplatten GmbH, Gornsdorf
  • Ringoplast Leubsdorf GmbH, Leubsdorf


Weitere acht REGINEE-Netzwerke befinden sich in der Gründung. Unternehmen, die an der REGINEE-Idee interessiert sind, haben hier die Möglichkeit, sich einem regionalen Netzwerk anzuschließen. Eine Übersicht finden Sie unter www.vea.de/reginee/regionen/.

04.01.2017 | Strompreis innerhalb eines Jahres um 6,5 Prozent gestiegen

Steigende Netzentgelte sowie höhere EEG-Umlagen führen im Vergleich zum Vorjahr zu einer weiteren Erhöhung des Strompreises um 6,5 Prozent – und dies, obwohl der Großhandelspreis auf einem Rekordtief ist. Dies zeigt der aktuell veröffentlichte Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

"Der um 6,5 Prozent gestiegene Strompreis geht insbesondere auf die Erhöhung der Netzentgelte und der EEG-Umlage zurück", erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Die Kosten für die Netzentgelte stiegen um 14,0 Prozent. Die EEG-Umlage erhöhte sich um 8,0 Prozent. Mit der erneuten Preissteigerung im Strombereich ergeben sich für die inländische Industrie enorme Kosten.

Um Kosten beim Stromeinkauf einzusparen, müssen Unternehmen die aktuelle Marktlage kennen. "Neben dem Preis sind auch Kriterien wie zum Beispiel die Vertragslaufzeit oder die Bonität des potenziellen Versorgers für die Marktbewertung wichtig. Hier ergeben sich für Unternehmen oft Intransparenzen", so Stuke. Deshalb empfiehlt der VEA eine professionelle Energieberatung. Schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen sind über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de) möglich.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt bei 14,74 Ct/kWh. Zwischen den einzelnen Netzgebieten bestehen jedoch zum Teil große Preisunterschiede: Der günstigste Anbieter ist die Rheinische NETZGesellschaft mit dem Versorgungsgebiet Köln (13,09 Ct/kWh), gefolgt vom e-Netz Südhessen in Darmstadt und dem KEVAG Verteilnetz in Koblenz. Der teuerste Anbieter ist wie im Vorjahr das Wemag Netz in Schwerin (17,73 Ct/kWh), gefolgt vom Schleswig-Holstein Netz und der EV Halle.

Zudem zeigte der VEA-Vergleich eine Preisdifferenz von 9,0 Prozent zwischen den alten (durchschn. 14,48 Ct/kWh) und den neuen Bundesländern (durchschn. 15,79 Ct/kWh). Dies bedeutet eine Erhöhung der Differenz um 1,2 Prozent zum Vorjahr.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

22.12.2016 | Fernwärme sinkt im Durchschnitt – bleibt aber im Osten deutlich teurer als im Westen

Der Preis für Fernwärme ist innerhalb eines Jahres im bundesweiten Durchschnitt um 4,9 Prozent gesunken, gleichzeitig bestehen zwischen einzelnen Versorgern jedoch gravierende Preisunter¬schiede von bis zu 77,0 Prozent. Auch im Vergleich zwischen den neuen und den alten Bundesländern zeigt das Preisniveau für Heizkosten einen enormen Unter¬schied von 18,4 Prozent. Damit zahlen Unternehmen im ostdeutschen Raum fast ein Fünftel mehr für Fern¬wärme. Das ergab der aktuelle Fernwärmepreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

"Auch die aktuellen Zahlen im jährlich durchgeführten VEA-Fernwärmepreisvergleich zeigen, dass über das gesamte Bundesgebiet hinweg teils massive Preisunterschiede vorherrschen", fasst VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke die Untersuchung zusammen.

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau leicht gesunken ist, treten zwischen einzelnen Anbietern große Preisunter­schiede auf: In den neuen Bundesländern trennen den günstigsten und den teuersten Versorger je nach Bezugs­dauer zwischen 73,0,0 und 77,0,0 Prozent. Besonders teuer sind demnach die Stadtwerke Pforzheim und Hanau, die Heilbronner Versorgungs GmbHesellschaft oder RhönEnergie Fulda. Das günstigste Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) im Westen ist derzeit die Stadtwerke Bielefeld GmbH. In den neuen Bundesländern zahlen Kunden der Stadtwerke Frankfurt/Oder, Aschersleben und Forst den höchsten Preis. Den günstigsten Fernwärmepreis bieten im Osten die Städtischen Werke Magdeburg, Stadtwerke Pirna und Vattenfall Europe Wärme in Berlin. Für die Benutzungs­dauer von 1.500 h/a ergab sich in den alten Bundesländern ein durchschnittlicher Wärmepreis von 68,77 €/MWh, in den neuen Bundesländern von 82,37 €/MWh.

"Um die Kosten bei der Fernwärme so gering wie möglich zu halten, ist es ratsam, insbesondere bei älteren Verträgen die Höhe der Wärmeleistung zu überprüfen bzw. eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnungen vorzunehmen", erklärt Stuke. "Im Hinblick auf die Energieträger ist jedoch deutlich, dass Gas und Öl in aller Regel die kostengünsti­gere Alternative stellen."

Der vom VEA seit 1978 regelmäßig veröffentlichte Fern­wärmepreisvergleich erreicht einen hohen Repräsentations­grad. Er umfasst für die alten Bundesländer 65 FVU mit insgesamt 67 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundes­länder 22 FVU mit 22 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 87 FVU mit insgesamt 89 Netzen beteiligt.

10.11.2016 | Pläne der Bundesnetzagentur zur atypischen Netznutzung gefährden Netzstabilität

Die Bundesnetzagentur überlegt die Erheblichkeitsschwellen anzuheben, ab denen Letztverbraucher mit atypischer Netznutzung von reduzierten Netzentgelten profitieren. Dadurch würden etwa 95 Prozent der bisherigen Begünstigten aus der Regelung herausfallen. Besonders betroffen wären kleine und mittlere Unternehmen. Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) vor weiteren finanziellen Belastungen für die betroffenen Unternehmen sowie einer Gefährdung der Netzstabilität. Der Verband kritisiert insbesondere die unzureichende Datengrundlage, auf die sich die Überlegungen stützen.

"Der Beschlussentwurf zur Anpassung der Erheblichkeitsschwellen beruht auf Berichten, die für eine solche Einschätzung völlig ungeeignet sind. So wurden im Frühjahr dieses Jahres lediglich sieben Netzbetreiber aber nicht ein einziger Atypik-Nutzer befragt. Bisherige Analysen der Bundesnetzagentur zeigten zudem, dass die befragten Netzbetreiber in der Mehrheit gar nicht aussagefähig sind", gibt VEA-Geschäftsführer Christian Otto zu bedenken. Der Beschlussentwurf sieht vor, die Flexibilitätsregelungen erst ab einer absoluten Lastverlagerung von 1.000 kW bei der relativen Lastverlagerung von mindestens 50 Prozent greifen zu lassen.

Von den bisherigen Regelungen der Atypik profitierten Netzbetreiber sowie alle Netznutzer: Die atypische Netznutzung entlastete das Netz und sorgte für eine ökonomische Planbarkeit und Kalkulierbarkeit seitens der Netzbetreiber. Im Gegenzug erhielten die atypischen Nutzer bisher individuelle Netzentgelte. Die Regelungen zur Atypik haben über alle Netzebenen hinweg eine netzstützende Wirkung, vermeiden den sonst notwendigen Netzausbau und sparen somit für alle Netzkunden Kosten.

Durch die geplante Anhebung der Erheblichkeitsschwellen soll u. a. das § 19-Umlage-Volumen (2017: 386 Mio. Euro) gesenkt werden. Zwar würden 95 Prozent der bisherigen atypischen Letztverbraucher - vorrangig kleinere und mittlere Unternehmen - aus der Regelung herausfallen, diese stellen jedoch nur ein Viertel des Umlagevolumens. "Für den deutschen Mittelstand haben solche auf unzureichenden Daten basierende Fehlentscheidungen gravierende finanzielle Folgen. Wir fordern die Politik daher auf, eine solide und transparente Evaluierung vorzunehmen. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit anderen Verbänden bereits an einem detaillierten Konzept mit eigenen Vorschlägen", erklärt Otto.

03.11.2016 | Enorme Belastung für den deutschen Mittelstand: Strompreise ab 2017 auf Rekordniveau

Die Strompreise werden auch im kommenden Jahr weiter steigen. Zwar steht der Stromerzeugerpreis auf anhaltend niedrigem Niveau, durch eine entsprechende Erhöhung der EEG-Umlage um 8,3 Prozent steigen die Stromkosten ab 2017 jedoch auf ein Rekordniveau. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) warnt vor einer zu starken Belastung für den deutschen Mittelstand. Insbesondere energieintensive Unternehmen sind im nationalen und internationalen Wettbewerb durch die massiven Kosten im Nachteil. Arbeitsplätze sind in Gefahr.

"Die jährliche Erhöhung der EEG-Umlage und der Netzgelte allein sind schon eine große Belastung, mit der zusätzlichen dramatischen Erhöhung der KWK-Umlage ab dem kommenden Jahr werden die Stromkosten endgültig zu einem kritischen Kostenfaktor für mittelständische Unternehmen", erklärt VEA-Geschäftsführer Christian Otto. Die EEG-Umlage steigt ab dem 1. Januar 2017 auf 6,88 ct/kWh. Die KWK-Umlage wird auch für Mengen ab 1 Mio. kWh in voller Höhe fällig. Die Netzentgelte erhöhen sich im Bundesdurchschnitt um 9 Prozent. Durch nationale Bestimmungen erhöhen sich die Kosten und bedingen eine verschlechterte Ausgangsposition deutscher Mittelständler im nationalen und internationalen Wettbewerb. Zehntausende Arbeitsplätze im für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtigen Mittelstand sind bedroht.

Zusätzlich überlegt die Bundesnetzagentur derzeit, die Flexibilitätsregelungen bei der atypischen Netznutzung abzuschaffen. Durch diese Regelungen werden bisher jene Unternehmen belohnt, die ihren individuellen Energiebedarf so steuern, dass er nicht in das Höchstlastzeitfenster der Netzbetreiber fällt, dadurch das Netz entlastet und Netzentgelterhöhungen entgegenwirkt.

"Die intensiven Bemühungen von Unternehmen zur Flexibilisierung der eigenen Stromabnahme werden mit der Abschaffung der Atypik wieder einmal abgestraft", erklärt Otto. Der Mittelstand gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass eine Energiewende ohne ihn stattfinden soll. Aussagen der Politik, z. B. der stellvertretenden Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, dass sich Unternehmen über kreative Prozesse die Netzentgeltermäßigung erschleichen, führen dazu, dass sich viele Unternehmen nicht mehr mit der Energiewende identifizieren können.

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