Presseinformationen

Aktuelles vom VEA

07.08.2019 | VEA gibt energieintensivem Mittelstand eine Stimme im politischen Berlin

Mit einem Hauptstadtbüro sorgt der VEA ab August dafür, dass die Stimme des Mittelstands in der Bundespolitik verstärkt Gehör findet. "Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, spielen im politischen Berlin bislang aber nur eine untergeordnete Rolle", sagt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. Ziel sei es, die energiepolitischen Interessen des Mittelstands künftig noch besser gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Behörden zu vertreten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, Planungssicherheit zu erhöhen und unnötige bürokratische Hürden weiter abzubauen.

Mit Eva Schreiner besetzt der VEA das Hauptstadtbüro in der Friedrichstraße (im Internationalen Handelszentrum) mit einer langjährigen Verbandsjuristin für die energieintensive Industrie, die auf Energierecht und energiepolitische Interessenvertretung spezialisiert ist.

"Eine Besonderheit des VEA ist die umfassende und detailliert vorliegende Datengrundlage zu Abnahmeverhalten und Energieverbrauch von 4.500 Unternehmen aus allen Branchen. So können geplante politische Vorhaben auf ihre konkreten Folge- und Wechselwirkungen hin geprüft werden", erklärt Eva Schreiner. "Der VEA ist offen für einen Austausch mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und auch anderen Verbänden."

26.07.2019 | REGINEE München I erfolgreich beendet: Energieeffizienz-Netzwerk spart 10,2 GWh und 4.000 t CO2 ein

Nach 4 Jahren regulärer Laufzeit ist das erste Energieeffizienz-Netzwerk des VEA, das REGINEE München I, erfolgreich abgeschlossen. Dazu fand gestern im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie das letzte Netzwerktreffen statt. Insgesamt konnten die 9 teilnehmenden Unternehmen 10,2 GWh und 4.000 t CO2 einsparen. Dies entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von circa 3.400 2-Personen-Haushalten in Deutschland und dem CO2-Ausstoß von 30.000 Pkw auf einer Strecke von 1.000 km.

Steigende Energiepreise, zunehmender Wettbewerb, drängender Klimaschutz: Gerade für energieintensive Unternehmen wird es immer wichtiger, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz miteinander zu verbinden. "Bayern gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Dafür ist eine sichere, bezahlbare, in Zukunft vor allem aber auch umweltschonende und effiziente Energieversorgung unverzichtbar. Ich bin stolz darauf, dass 9 bayerische Unternehmen 2015 mit dem Netzwerk REGINEE München I einen neuen, innovativen Weg zur Steigerung der eigenen Energieeffizienz eingeschlagen haben. Dies zeigt einmal mehr, dass sich bayerische Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst sind und als Vorbild vorangehen", lobte Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das Engagement der Netzwerkteilnehmer im ersten VEA-Effizienz-Netzwerk.

In der gesamten Bundesrepublik schließen sich Geschäftsführer, Energiemanager und Techniker aus Lebensmittelunternehmen, Gießereien oder etwa Schwimmbädern zu Energieeffizienz-Netzwerken zusammen. Ist der VEA federführend, heißen sie REGINEE - REGIonale Netzwerke für EnergieEffizienz.

"In einem REGINEE arbeiten Unternehmen gemeinsam daran, ihre Energieeffizienz zu verbessern. Das senkt den Energieverbrauch, reduziert die Kosten und schafft Wettbewerbsvorteile. Zusammengefasst: Klimaschutz so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. Dass das funktioniert, zeigen die Ergebnisse unserer REGINEE", erklärt Dr. Volker Stuke, VEA-Hauptgeschäftsführer. Bereits 18 solcher REGINEE hat der VEA gegründet. Jährlich sparen diese Netzwerke über 100 GWh ein. Im REGINEE München I sollten 10,2 GWh und 3.160 t CO2 eingespart werden. Über 45 umgesetzte Maßnahmen trugen dazu bei, die anvisierte Energiereduktion problemlos zu erreichen und die CO2-Zielmarke mit insgesamt eingesparten 4.000 t sogar zu übertreffen.

Für die Unternehmen ist der Abschluss aber nur ein Abschied auf Zeit, denn das REGINEE München I+ ist in Planung: 5 Mitglieder haben ihre Teilnahme bereits bestätigt. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich am neuen Netzwerk zu beteiligen und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

18.07.2019 | Steigende Großhandelsnotierungen verteuern Industriestrom erneut

Um 23 Prozent gestiegene Großhandelsnotierungen sorgen derzeit für eine Verteuerung des Industriestroms. Wie aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervorgeht, müssen Unternehmen gegenüber Juli 2018 im Durchschnitt 6,9 Prozent mehr für ihren Strom bezahlen. Auch die Netzentgelte tragen mit einem durchschnittlichen Anstieg von 4,0 Prozent zum erhöhten Strompreis bei.

"Wir verzeichnen bereits seit 2016 steigende Großhandelsnotierungen", sagt VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke. "Durch die gesetzlichen Änderungen im Zuge der Energiewende müssen Industriekunden zusätzlich etwa noch EEG- und KWKG-Umlagen schultern, die teilweise erhebliche finanzielle Zusatzbelastungen verursachen", erklärt er. Zwar sei die Wechselbereitschaft der Kunden in den vergangenen Jahren gestiegen. "Es ist aber beachtlich, dass einige Abnehmer nur bei deutlichen Preisunterschieden zu einem Versorgerwechsel bereit sind. Unser Vergleich hilft Unternehmen, den Markt besser zu überblicken."

Den größten Preisanstieg müssen Kunden im Stadtwerke Rostock Netz mit 12,4 Prozent, gefolgt vom Stadtwerke Bochum Netz mit 11,8 Prozent und dem wesernetz in Bremen mit 11,4 Prozent hinnehmen. Die geringste Erhöhung gibt es im Wemag Netz in Schwerin mit 2,9 Prozent und im Enso Netz in Dresden mit 3,7 Prozent. Ebenso bleibt die Differenz zwischen einzelnen Netzgebieten erheblich: 22,5 Prozent trennen die Rheinische Netzgesellschaft als preisgünstigstes (15,14 Ct/kWh) und die Wemag Netz als teuerstes Netzgebiet (18,55 Ct/kWh).

"Aufgrund der sich uneinheitlich entwickelten Preisunterschiede für die Netznutzung ergeben sich auch weiterhin starke regionale Unterschiede bei den Strompreisen - vor allem zwischen den alten und den neuen Bundesländern", erklärt Dr. Stuke. So beträgt der durchschnittliche Strompreis im Osten der Republik 17,08 Ct/kWh und ist damit um 0,54 Ct/kWh bzw. 3,3 Prozent teurer als der in den alten Bundesländern mit 16,54 Ct/kWh.

"Nicht nur die großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Regionen, sondern auch die Vielzahl an individuellen Angeboten stellen für Unternehmen enormen Aufwand dar, die günstigsten Preise zu finden", erklärt Dr. Stuke weiter. "Wir unterstützen deshalb den Mittelstand mit professioneller Beratung und bewerten Angebote objektiv und kompetent." Mit Hilfe des digitalen Marktplatzes VEA-Online haben Unternehmen etwa die Möglichkeit, ihren Strom- und Gasbedarf schnell und unkompliziert auszuschreiben.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

06.06.2019 | Hohe Stromkosten: VEA ruft zu mehr Umsicht bei der Energiewende auf

Der VEA hat gestern auf seiner Mitgliederversammlung mehr Umsicht bei der Energiewende gefordert. "Die entstehenden Kosten müssen in einem vernünftigen Verhältnis zu den erzielten Effekten stehen" sagte August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA vor den geladenen Mitgliedern in Hannover. Momentan seien mittelständische Unternehmen von hohen Strompreisen stark betroffen, die die Energiewende jedoch kaum voranbringen.

So habe etwa das World Economic Forum Deutschland bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren nur Mittelmaß bescheinigt. Im Vergleich der Strompreise für private Verbraucher belegt die Bundesrepublik Rang 87 von 115, beim Strompreis für Unternehmen sogar den drittletzten, 113. Rang. "Die German Energiewende ist kein Exportschlager", verdeutlichte August Wagner.

Vielmehr bedrohen die hohen Strompreise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich. Deshalb fordert Wagner: "Wir brauchen eine Klimapolitik, die mit, nicht gegen den innovativen deutschen Mittelstand arbeitet und verhindert, dass die Produktion aus Deutschland abwandert." Durch finanzielle Entlastungen etwa bei den Netzentgelten bliebe mehr Kapital für Investitionen, die etwa für den Austausch veralteter Technologien gegen moderne nötig seien. "Damit wäre dem globalen Klima viel mehr gedient", sagte Wagner. Zudem seien ein verstärkter Bürokratieabbau sowie mehr Rechts- und Planungsicherheit wichtig, um den deutschen Mittelstand verlässlich zu unterstützen.

Neben den finanziellen Entlastungen sei auch der Ansatz einer europäischen bzw. internationalen Energiewende ausschlaggebend für eine beständige wie nachhaltige Entwicklung des Klimaschutzes. "Klimaziele können nur global und unter gemeinsamer Anstrengung gelöst werden. Jedes Land muss seinen Teil der Verantwortung übernehmen", ergänzte Wagner.

21.05.2019 | Gemeinsame Stellungnahme zum Empfehlungsverfahren der Clearingstelle EEG/KWKG

Haben KWK-Anlagen mit mehr als 100 kWel unter § 4 KWKG 2012 einen Zuschlagsanspruch und in welcher Höhe? Betreiber von KWK-Anlagen auch mit mehr als 100 kWel haben nach § 4 KWKG 2012 die Befugnis, den in der Anlage erzeugten Strom kaufmännisch-bilanziell in das Netz der allgemeinen Versorgung (NdAV) einzuspeisen und in vollem Umfang die Vergütung in Anspruch zu nehmen.

Begründung: Dies folgt bereits aus § 4 Abs. 3a KWKG 2012. Dort ist geregelt, dass ein Zuschlag auch für KWK-Strom zu entrichten ist, der nicht in ein Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird. Diese Regelung zielt zwar in erster Linie auf selbstverbrauchte Strommengen ab. Im Umkehrschluss lässt sich aber ableiten, dass dies erst Recht für Strom gilt, der kaufmännisch-bilanziell in das NdAV eingespeist wird. Außerdem ist der Netzbetreiber gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 KWKG 2012 verpflichtet, den in hocheffizienten KWK-Anlagen im Sinne des Gesetzes erzeugten KWK-Strom unverzüglich vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu verteilen, und für den aufgenommenen KWK-Strom den Preis, den der Betreiber der KWK-Anlage und der Netzbetreiber vereinbaren, und einen Zuschlag zu entrichten. Die Zuschlagspflicht knüpft also an den "aufgenommenen" Strom, wobei dieser Begriff gesetzlich nicht definiert ist. Hierzu hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 13. Dezember 2016 entschieden, dass die Beschränkung auf den tatsächlich-physikalischen Strombezug im Rahmen der Vereinbarungen einer 7.000-Std.-Regelung nicht zulässig ist. Der BGH stützt seine Entscheidung vor allem darauf, dass der Begriff Stromentnahme sowohl physikalisch als auch kaufmännisch-bilanziell verstanden werden könnte. Aus dieser Entscheidung folgt, dass die Begrifflichkeit des "aufgenommenen" Stroms auch kaufmännisch-bilanziell verstanden werden kann. Außerdem stellt der BGH darauf ab, dass es für die Berechnung der Netzentgelte bereits eine Ausnahme vom Grundsatz der tatsächlichen Stromentnahme gebe, wenn der aus Erneuerbaren-Energien gewonnene Strom im Wege der kaufmännisch-bilanziellen Verrechnung in das Netz eingespeist würde. Denn in diesem Fall wird der Verbrauch des Erzeugers vom BGH als netzentgeltpflichtig angesehen. Wenn aber die kaufmännisch-bilanzielle Einspeisung als netzentgeltpflichtiger Verbrauch des Erzeugers angesehen werde, müsse ihm, so der BGH, auch die Vergünstigung des § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV zu Gute kommen. Diese Argumentation findet auf die vorliegende Fragestellung ebenfalls Anwendung. Auch daraus leitet sich also ab, dass auch für kaufmännisch-bilanziell eingespeisten Strom unter dem KWKG 2012 die Zuschlagspflicht gilt. Im Übrigen wird auf die nachfolgenden Ausführungen zum KWKG 2016 Bezug genommen, da diese im Rahmen des KWKG 2012 ebenfalls Anwendung finden, bzw. dort erst recht gelten.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier zum Download.

08.05.2019 | VEA-Preisvergleich zeigt regionale Unterschiede bei Gasnetzentgelten

Bis zu 400 Prozent Preisunterschied herrschen zwischen einzelnen Netzbetreibern beim Gasnetzentgelt. Das geht aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervor. Zum Vergleich: Mittelständische Sondervertragskunden zahlen bei den 10 günstigsten Netzversorgern durchschnittlich nur 0,25 Ct/kWh für die Gasnetznutzung. Dieselbe Leistung kostet bei den 10 teuersten Anbietern hingegen im Schnitt 1,12 Ct/kWh. Vor allem im Osten und Süden Deutschlands ist das Preisniveau für das Gasnetzentgelt deutlich teurer.

"Mit etwa 20 Prozent sind Gasnetzentgelte ein integraler Bestandteil der Gaskosten", so Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. "Bei Preisunterschieden von mehr als 400 Prozent zwischen einzelnen Anbietern kommt es so selbst bei geringem Gasverbrauch - im Vergleich - zu hohen Kosten. Hier ergeben sich für einen Teil der Industriekunden wirtschaftliche Standortnachteile", so Stuke.

Kunden der Anbieter Gemeindewerke Holzkirchen, Stadtwerke Lemgo und Stadtwerke Nettetal profitieren von den preisgünstigsten Gasnetzentgelten der untersuchten Netzbetreiber. Die im Vergleich höchsten Entgelte rufen die Stadtwerke Altensteig, das Gaswerk Illingen und die Stadtwerke Burg Energienetze ab. Einzelne Preissteigerungen betragen sogar bis zu 65 Prozent. Der Durchschnittspreis für das Gasnetzentgelt hat sich dagegen kaum verändert und beträgt 0,59 Ct/kWh.

Um von möglichst günstigen Gasnetzentgelten zu profitieren, ist ein Vergleich der Anbieter notwendig. "Sich bei Preisveränderungen, wechselnden Angeboten und den gesetzlichen Rahmenbedingen einen Marktüberblick zu verschaffen, ist für die meisten Unternehmen jedoch eine sehr große Herausforderung und einfach mühsam", erklärt Stuke. "Hier kann der VEA als unabhängiger Berater unterstützen", fährt Stuke weiter fort. Eine gute Informationslage sei schließlich eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen, um unkompliziert die eigene Gasversorgung gestalten zu können.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA von 676 Gasnetzbetreibern umfasst 15 Abnahmefälle, wodurch ein sehr hoher Repräsentationsgrad vorliegt. Untersucht werden Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

25.04.2019 | Unternehmen müssen steigende Netzentgelte schultern

Nachdem im vergangenen Jahr die Netzentgelte erstmals seit 9 Jahren gesunken waren, zieht die Gebühr der Netzbetreiber erneut kräftig an. Wie aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervorgeht, stiegen die Preise im Vorjahresvergleich in der Mittelspannung um 9,2 Prozent bzw. 0,36 Ct/kWh. Auch in der Niederspannung stiegen die Entgelte um durchschnittlich 0,64 Ct/kWh bzw. 9,7 Prozent. Weiterhin weist der Preisvergleich einen massiven Unterschied von bis zu 400 Prozent zwischen einzelnen Netzbetreibern auf.

"Die signifikanten regionalen Unterschiede in Deutschland sind auffallend: Insgesamt ist das Preisniveau im Westen bzw. Südwesten deutlich günstiger als im Rest der Republik, insbesondere in den neuen Bundesländern", sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Dies gelte sowohl für mittelspannungsseitig versorgte Kunden als auch für Kunden in der Niederspannung. Bei den 10 teuersten Netzbetreibern müssen mittelständische Sondervertragskunden durchschnittlich 7,20 Ct/kWh bzw. 13,77 Ct/kWh im Niederspannungsbereich für die Netznutzung zahlen, während dieselbe Leistung bei den 10 günstigsten Netzversorgern im Schnitt lediglich 2,30 Ct/kWh bzw. 4,17 Ct/kWh kostet.

Zu den günstigsten Netzbetreibern im Mittelspannungsbereich zählen laut Preisvergleich die Stadtwerke Schwarzenbach a. d. Saale, die Stadtwerke Landsberg und die Stadtwerke Hilden. Die Liste mit den teuersten Versorgungsunternehmen führen das Elektrizitätswerk Hindelang, das Gemeindewerk Lichtenau und Bauer - Elektrounternehmen mit Sitz in Buchbach an. Laut Stuke seien die Versorger zwar dazu verpflichtet, ihre Preise im Internet öffentlich auszuschreiben. "Bei fast 900 Netzbetreibern fällt ein individueller Preisvergleich jedoch schwer. Hier können die unabhängigen Berater des VEA unterstützen", erklärt er weiter. Mit Hilfe der VEA-Datenbank können die Netzentgelte deutschlandweit verglichen werden.

Der Netznutzungsentgeltvergleich des VEA umfasst 813 Netzbetreiber und weist dadurch einen sehr hohen Repräsentationsgrad auf. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung drei weitere Abnahmefälle mit niederspannungsseitiger Versorgung und Messung.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

23.04.2019 | Unternehmen aus Ernährungsbranche ziehen im REGINEE an einem Strang

Eine Branche, ein Ziel: Unternehmen der bayerischen Ernährungsindustrie wollen ab Herbst gemeinsam an einer nachhaltigeren und sparsameren Energieversorgung arbeiten. Im REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz, kurz REGINEE, sollen auf diese Weise die energetischen Herausforderungen der Ernährungsindustrie zusammen in Angriff genommen werden. Denn viele Prozesse, wie etwa das Trocknen oder stetige Erhitzen von Lebensmitteln, treiben den Energieverbrauch und somit auch die Kosten dafür in die Höhe. Nach dem REGINEE Schwimmbäder gründet sich nun das zweite Netzwerk dieser Art bestehend aus Unternehmen einer Branche.

Ein REGINEE besteht meist aus 8 bis 12 Unternehmen einer Region, ist üblicherweise branchenübergreifend aufgestellt und hat eine Laufzeit von 4 Jahren. "Die Netzwerkerfahrung der vergangenen Jahre zeigt uns, dass Betriebe der Ernährungsindustrie ihre ganz eigenen Hürden bewältigen müssen. Wir wollen ihnen durch die Arbeit im REGINEE Lösungen dafür anbieten", sagt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA - Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. Neben dem Verband zählen auch das Landesamt für Umwelt Bayern (LfU), die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) sowie das Cluster Ernährung Bayern zu den Netzwerkträgern. Ziel ist es, gemeinsam Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu diskutieren und umzusetzen.

"Industrielle Abnehmer in Deutschland werden mit Energiepreisen konfrontiert, die zu den höchsten in Europa gehören", sagt Peter Feller, stellvertretender Geschäftsführer des BVE. "Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, sind Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz unerlässlich. Die Netzwerke sind eine tolle Gelegenheit das umzusetzen." Dass die Arbeit im REGINEE durchaus erfolgreich ist, davon konnten sich die ersten potenziellen Netzwerk-Teilnehmer bereits überzeugen: Im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) in München informierten die Netzwerkträger zu Hintergründen und Best-Practice-Beispielen, etwa dass die REGINEE-Unternehmen durch fachliche Impulse unterstützt werden. "Beliebt sind auch die Betriebsbesichtigungen, bei denen die Teilnehmer Energieflüsse nachvollziehen können", sagt Christian Otto. Das Staatsministerium unterstützt mit der Bayerische EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) ebenfalls die Gründung des REGINEE Ernährungsindustrie.

Über 200 GWh werden allein die bisher vom VEA initiierten 18 REGINEE einsparen. Das wäre genug Energie, um die komplette Straßenbeleuchtung der Bundesrepublik für 18 Tage zu versorgen. Als Teil der deutschlandweiten Initiative Energieeffizienz Netzwerke (IEEN) gründet und begleitet der VEA bereits seit 2015 REGIonale Netzwerke für EnergieEffizienz.

Unternehmen der bayerischen Ernährungsindustrie, die an der Netzwerk-Idee interessiert sind, haben noch die Möglichkeit, sich dem REGINEE anzuschließen. Informationen dazu finden Sie unter www.vea.de/reginee.  

17.04.2019 | Entlastung für den Mittelstand: Gaspreis sinkt um 3,6 Prozent

Gute Nachrichten für mittelständische Unternehmen: Die Preise für Erdgas sind in den vergangenen 6 Monaten in fast allen Netzgebieten gesunken. Das geht aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervor, der halbjährlich 50 große Netzgebiete in der Bundesrepublik untersucht. Demnach zahlen Industriekunden durchschnittlich 3,6 Prozent weniger für Erdgas als noch im Oktober des Vorjahres. Leicht gestiegen sind einzig die Preise in den Netzgebieten wesernetz mit Sitz in Bremen und Westfalen Weser Netz in Paderborn.

"Unternehmen profitieren derzeit von niedrigen Großhandelsnotierungen. Wir sind froh, dass somit eine zusätzliche Kostenbelastung - verursacht durch steigende Gaspreise - ausbleibt", sagt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Die größte Preissenkung können Kunden bei Netz Leipzig verzeichnen: Sie zahlen 10,2 Prozent weniger für ihr Erdgas. Auch bei EWE Netz mit den Teilnetzen Ost und West sind die Preise um 7,8 bzw. 7,0 Prozent gesunken.

Der Preisvergleich zeigt auch, dass weiterhin große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten bestehen. So müssen Kunden bei den Stadtwerken Kiel mit 3,06 Ct/kWh im teuersten Netz rund ein Siebtel mehr zahlen als im günstigsten Netz der Dortmund Netz. Durchschnittlich unterscheiden sich die Preise zwischen den Netzgebieten um 10,0 Prozent bzw. 0,27 Ct/kWh.

Die derzeit günstigsten Netzgebiete neben der Dortmund Netz sind Energienetz Bayern mit Sitz in München, wesernetz in Bremen, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und Schwaben Netz mit Sitz in Augsburg. Die Stadtwerke Kiel Netz führen zusammen mit Netrion im Teilnetz Mannheim, Netze BW mit Sitz in Stuttgart, energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken und Westfalen Weser Netz in Paderborn die Liste der teuersten Netzgebiete an.

Aufgrund der großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Lieferanten, der Dynamik der sich verändernden Preise und der Vielzahl von individuellen Angeboten ist es für die Mehrzahl der Unternehmen nur mit großem Aufwand möglich, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. "Angebote objektiv und kompetent zu bewerten, ist vor diesem Hintergrund keine leichte Aufgabe für Unternehmen - vor allem, wenn neben dem Preis noch andere Kriterien wie etwa Flexibilität bezüglich der abzunehmenden jährlichen Gasmenge oder Bonität des potenziellen Versorgers berücksichtigt werden müssen", erklärt Stuke. Um die Möglichkeiten, die der liberalisierte Markt bietet, optimal zu nutzen, unterstützt der VEA deshalb Unternehmen bei der Ausschreibung ihres Gasbedarfs, etwa über den digitalen Marktplatz VEA-Online.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung. 

04.04.2019 | Erfolgsbilanz nach 4 Jahren REGINEE: Unternehmen sparen 200 GWh ein

Über 200 GWh werden allein die bisher vom VEA initiierten 18 REGINEE einsparen. Genug Energie, um die komplette Straßenbeleuchtung der Bundesrepublik für 18 Tage zu versorgen. Als Teil der deutschlandweiten Initiative Energieeffizienz Netzwerke (IEEN) gründet und begleitet der VEA bereits seit 2015 REGIonale Netzwerke für EnergieEffizienz - kurz REGINEE.

Netzwerke haben sich für viele Unternehmen als erfolgreicher Ansatz zur Steigerung der Energieeffizienz etabliert. Etwa 2.000 Unternehmen engagieren sich laut der IEEN derzeit in mehr als 200 Energieeffizienz-Netzwerken. Ob weltweit tätige Konzerne, mittelständische Firmen oder kleinere Handwerksbetriebe - ihnen gemein ist die Suche nach Ansätzen zu und der Erfahrungsaustausch über Effizienzmaßnahmen. "Jedes einzelne Energieeffizienz-Netzwerk leistet einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Die Netzwerkunternehmen profitieren dabei gleich mehrfach, schließlich senkt ein geringerer Energieverbrauch die Kosten und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem ist es gut fürs Klima", erklärt Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, gestern zur Eröffnung des 3. Jahrestreffens der IEEN unter dem Motto "Energieeffizienz-Netzwerke - Gemeinsam Vielfalt sichtbar machen" auf der HANNOVER MESSE.

Im Zuge des Jahrestreffens werden Netzwerke für besondere Leistungen ausgezeichnet. Einer der Preisträger der vergangenen Jahre, das REGINEE München I, steht nach 4 Jahren Laufzeit in diesem Sommer vor seinem erfolgreichen Abschluss. "Fast alle Unternehmen wollen die Zusammenarbeit im neu zu gründenden REGINEE München+ fortführen. Für uns ein tolles Zeichen, dass der interdisziplinäre Austausch funktioniert", erklärt Christian Otto, Geschäftsführer des VEA. Denn in einem REGINEE tauschen sich i.d.R. Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Sektoren und Branchen über Effizienzmaßnahmen aus. So ermöglicht der Blick über den Tellerrand neue Perspektiven auf bekannte Probleme. Unterstützt werden sie dabei vom Netzwerkträger: "Wir begleiten unsere REGINEE-Unternehmen durch Begehungen und fachliche Impulse, aber auch durch Informationen zu gesetzlichen Regelungen. Dadurch versetzen wir die Teilnehmer in die Lage, ihren Energiefluss genau zu verstehen, Einsparpotenziale zu identifizieren und wirtschaftliche Lösungen umzusetzen", sagt Christian Otto.

Bundesweit befinden sich eine Vielzahl weiterer REGINEE in der Gründungsphase. Interessierte Unternehmen können sich unter www.vea.de/reginee informieren.  

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