Handlungsfelder und Lösungsansätze zur Klimaneutralität

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, muss auch Deutschland seine Verpflichtung erfüllen und bis 2050 klimaneutral werden. Die 2020er Jahre sind entscheidend, um die Weichen hierfür stellen zu können. Mit der Ausgestaltung dieser Weichenstellung befasst sich die dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“, die von einem Gremium mit über 70 Projektpartnern, einem 45-köpfigen Projektbeirat und sechs renommierten Instituten als Gutachter erstellt wird. All diese bringen ihre Markt- und Fachkenntnisse ein, um realistische und konkrete Umsetzungspfade und Lösungsansätze für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft darstellen zu können.

Ziel der dena-Leitstudie ist die Schaffung einer Basis, anhand derer fundierte strategische Entscheidungen der politischen und wirtschaftlichen Akteure zur Erreichung von Klimaneutralität 2050 getroffen werden können.

Derzeit haben die Projektbeteiligten sieben Impulse identifiziert, die essenziell für eine beschleunigte Transformation zur Klimaneutralität sind:

1.    Ehrlich machen: Die Politik sollte früh, umfassend und deutlich kommunizieren, welche notwendigen Veränderungen für die Gesellschaft und dem persönlichen Umfeld anstehen und welche finanziellen Belastungen dies bedeutet.

2.    Der ganzheitliche Blick: Klimaneutrale Produkte müssen kostengünstiger sein als klimaschädliche Produkte. Denn wenn keine Nachfrage vorhanden ist, sind alle Maßnahmen wirkungslos.

3.    Stabiler Rahmen und starker Stimulus: Klimaneutrale Lösungen bedürfen einen langfristig verlässlichen regulatorischen Rahmen, um sich im Wettbewerb mit klimaschädlichen Alternativen behaupten zu können. Hier ist für bestimmte Transformationspfade ein starker Stimulus von Nöten.

4.    Starke Governance: Die Akteure der Bundesregierung müssen stärker zusammenarbeiten und benötigen eine zentrale Koordination, flankierend zum Klimakabinett. Denn nur so kann ein regulatorischer Rahmen geschaffen werden, der in sich konsistent ist und gleichzeitig flexibel auf neue Entwicklungen reagieren kann.

5.    Alle mitnehmen: Wichtig ist, dass der Transformationsprozess bei allen Akteuren auf Akzeptanz und Partizipation stößt. Daher muss sie mitgestalterisch transparent sein.

6.    Eine Strategie für Senken: Es wird auch 2050 vereinzelt noch Emissionen geben, die sich nur über natürliche CO2-Senken und die aktive Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre neutralisieren lassen. Daher ist eine Strategie zur Nutzung dieser Senken und ein globaler Innovationsschub von negativen Emissionstechnologien von Nöten.

7.    Die vier Säulen der Klimaneutralität: Neben den drei Säulen:

a.    Synthetisch erzeugte erneuerbare Energie

b.    Energieeffizienz

c.    Und Ausbau der direkten Nutzung Erneuerbarer Energien

ist vor allem die vierte Säule entscheidend für die Zielerreichung. Diese Säule ist die Nutzung der Senken (siehe Impuls 6).

Umfangreiche Information zu der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ finden Sie auf der Homepage der dena.