• Effizienz

Konsultation des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung

Deutschland soll bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral werden. Vor diesem Hintergrund stellt das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit unter anderem die Frage, welche Anreize helfen können, Investitionen in die Transformation zur Klimaneutralität zu beschleunigen und die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken.

VEA-Position zur Dekarbonisierung der Prozesswärme
Die Dekarbonisierung der Prozesswärme ist essenziell für das Erreichen der Klimaziele und zugleich eine Überlebensfrage für die heimische Industrie. Nahezu alle produzierenden Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre für die Produktion unverzichtbare Prozesswärme zu dekarbonisieren. Dennoch wird dieser zentrale Transformationsprozess politisch bislang kaum adressiert. Dabei verbindet kaum ein Thema Klimaschutz und Standortsicherung so unmittelbar wie die Prozesswärme. Rund drei Viertel der industriellen CO₂-Emissionen stammen aus ihr. Gleichzeitig sehen sich Unternehmen mit steigenden CO₂-Preisen, der perspektivischen Stilllegung von Gasnetzen sowie einer zunehmend klimaorientierten Kundennachfrage konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wird die Transformation industrieller Prozesse nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch wirtschaftlich unausweichlich.

Wir empfehlen aufgrund der überragenden Wichtigkeit dieses Themas drei zentrale Punkte:

  • Einen zentralen Ansprechpartner auf hoher Ebene der Regierung zum Thema Prozesswärme schaffen
  • Einen gemeinsamen Dialogprozess, um all die genannten Fragen zu adressieren und zu besprechen, der in einer Politikstrategie mündet
  • Einen Dekarbonisierungsstrompreis, der den Kreis der berechtigten Unternehmen erweitert und die Dekarbonisierung von Prozesswärme direkt anreizt