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Netznutzungsentgeltvergleich Strom 2026

Netzentgelte bleiben durchschnittlich stabil – Unterschied zwischen günstigsten und teuersten Netzbetreiber bei fast 500 Prozent


Im Durchschnitt der 769 am Preisvergleich beteiligten Netzbetreiber sind im M/M-Bereich 5,62 Ct/kWh und im N/N-Bereich 9,70 Ct/kWh zu entrichten. M/M ist die Abkürzung für mittelspannungsseitige Lieferung und mittelspannungsseitige Messung. N/N ist die Abkürzung für niederspannungsseitige Lieferung und niederspannungsseitige Messung. Damit sind die Preise innerhalb der letzten zwölf Monate durchschnittlich in der Mittelspannung um 1,19 Ct/kWh oder 5,62 Prozent gesunken. In der Niederspannung sind die durchschnittlichen Preise um 1,32 Ct/kWh oder 9,70 Prozent zurückgegangen.

Nach wie vor sind die Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Netzbetreibern sehr groß: Preisunterschiede von fast 500 Prozent existieren zwischen den günstigsten und den teuersten Netzbetreibern. Dies gilt sowohl für mittelspannungsseitig versorgte Kunden als auch für Kunden in der Niederspannung. Bei den zehn teuersten Netzbetreibern müssen mittelständische Sondervertragskunden durchschnittlich 10,48 Ct/kWh (M/M-Fälle) beziehungsweise 18,27 Ct/kWh (N/N-Fälle) für die Netznutzung zahlen, während dieselbe Leistung bei den zehn günstigsten Netzversorgern lediglich 2,20 Ct/kWh (M/M-Fälle) beziehungsweise 4,97 Ct/kWh (N/N-Fälle) kostet.

Die zehn preisgünstigsten Netzbetreiber (M/M-Fälle, inklusive Messkosten)

  • Energieversorgung Westenthanner mit Sitz in Dorfen

  • Gemeindewerke Langenpreising

  • Stadtwerke Waldkirchen

  • NordNetz mit Sitz in Quickborn

  • Stadtwerke Olching

  • Stadtwerke Norden

  • Energieversorgung Guben

  • Stadtwerke Pritzwalk

  • Stadtwerke Schwarzenbach an der Saale

  • Strom- und Gasnetz Wismar


Die zehn Versorgungsunternehmen mit den höchsten Durchschnittsentgelten bei den M/M-Fällen

  • Kraftwerk Köhlgartenwiese mit Sitz in Tegernau

  • Elektrizitätswerk Karl Stengle mit Sitz in Rottenburg am Neckar

  • Elektrizitätswerke Schönau Netze

  • Stadtwerke Schwerte

  • Gemeindewerke Frammersbach

  • Raiffeisenbank Greding-Thalmässing

  • Niedersachsen Ports mit Sitz in Emden

  • Stadtnetze Barmstedt

  • C. Ensinger in Owen

  • Elektrizitätswerk Hindelang


Die Netzbetreiber in der Tabelle sind nach dem Bundesland und dem Netzbetreibersitz sortiert. Neben der laufenden Nummer findet sich in der Tabelle noch eine Angabe zum Preisniveau: Unter der Spalte „Platz“ haben wir entsprechend dem durchschnittlichen Netznutzungsentgelt der 15 M/M-Fälle die Platzierung innerhalb des jeweiligen Bundeslandes aufgeführt. In der letzten Spalte haben wir zusätzlich die prozentuale Veränderung der durchschnittlichen Netznutzungsentgelte in der Mittelspannung gegenüber unserem Entgeltvergleich 2025 erfasst. Die Tabellen finden Sie als PDF im Downloadarchiv unseres Extranets, dort unter Marktüberblick in der Rubrik Preisvergleiche – exklusiv für unsere VEA-Mitglieder.

Hintergrund zu den Netznutzungsentgelten
Wesentliche Voraussetzung für den Wettbewerb am Strommarkt ist ein kostengünstiger und diskriminierungsfreier Zugang zum Netz. Im Juli 2005 ist das aktuelle Energiewirtschaftsgesetz in Kraft getreten. Nach den neuen rechtlichen Grundlagen bedürfen alle Netzentgelte der Genehmigung der jeweiligen Regulierungsbehörden.

Der hier vorgestellte Netznutzungsentgeltvergleich von 769 Netzbetreibern hat einen sehr hohen Repräsentationsgrad. Untersucht werden in dieser Studie nur Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung (M/M-Fälle) weitere drei Abnahmefälle mit niederspannungsseitiger Versorgung und Messung (N/N-Fälle). Die Netznutzungsentgelthöhe hängt neben der Benutzungsstruktur, die durch die vom Kunden bezogene Strommenge und Leistung beeinflusst wird, auch von den Kosten für Messung und Abrechnung ab. Diese haben insbesondere bei relativ geringen Bezugsmengen erheblichen Einfluss auf den durchschnittlichen Preis. Von acht der untersuchten 769 Versorgungsunternehmen lagen keine Angaben über die Kosten für den Messstellenbetrieb vor. In den Tabellen sind diese Versorgungsunternehmen entsprechend gekennzeichnet. Alle genannten Preiskomponenten (Arbeits-, Leistungs- und soweit vorliegend Messstellenbetrieb) sind Bestandteile der veröffentlichten Durchschnittspreise. Wir weisen an dieser Stelle explizit darauf hin, dass beim Berechnen der Netznutzungsentgelte die höchste im Jahr aufgetretene Leistung abrechnungsrelevant ist.