• Ersparnis

Erdgaspreisvergleich I/2026

Dank Wegfall der Gasspeicherumlage – Großhandelspreise sanken bis zum Beginn des Irankrieges / 5,84 Cent/kWh bezahlen Sondervertragskunden im Durchschnitt

Im Durchschnitt haben sich die Preise innerhalb der letzten sechs Monate (seit Oktober 2025) um 3 Prozent verbilligt. Die Preisreduzierung hat der Wegfall der Gasspeicherumlage verursacht. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzgebieten sind weiterhin signifikant: Die Differenz zwischen dem nach diesem Vergleich preisgünstigsten Netz (Stadtwerke Rostock mit 5,47 Ct/kWh) und dem teuersten Netzgebiet (Sachsen Netz im Netzgebiet Dresden mit 6,28 Ct/kWh) beträgt 0,81 Ct/kWh beziehungsweise 14,9 Prozent. Bezogen auf das arithmetische Mittel der zehn preisgünstigsten Netze (5,56 Ct/kWh) liegen die durchschnittlichen Preise der zehn teuersten Gebiete (6,15 Ct/kWh) um 0,58 Ct/kWh beziehungsweise 10,5 Prozent höher. Das durchschnittliche Niveau der Gruppe der zehn Netzbetreiber mit den höchsten Preisen bewegt sich im Mittel um 0,28 Ct/kWh bzw. 4,8 Prozent über und das der Gruppe der zehn preisgünstigsten Versorgungsgebiete um 0,30 Ct/kWh beziehungsweise 5,2 Prozent unter dem Durchschnitt aller 50 Vergleichsnetze in Deutschland (5,84 Ct/kWh).

Die zehn günstigsten Gebiete

  • Stadtwerke Rostock

  • Dortmunder Netz

  • Netzgesellschaft Düsseldorf

  • Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg

  • wesernetz Bremen

  • schwaben netz mit Sitz in Augsburg

  • Energienetze Bayern mit Sitz in München

  • EWE Netz Teilnetz Ost

  • EWE Netz Teilnetz West

  • Gasnetz Hamburg


Die zehn teuersten Gebiete

  • Sachsen Netz mit dem Netzgebiet Dresden

  • Städtische Werke Magdeburg

  • Netzgesellschaft Potsdam

  • Syna mit Sitz in Frankfurt

  • SWKiel Netz

  • TraveNetz mit Sitz in Lübeck

  • energis-Netzgesellschaft mit Sitz in Saarbrücken

  • ENERVIE Vernetzt mit Sitz in Lüdenscheid

  • Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn

  • Netze BW mit Sitz in Stuttgart

Unser Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit deckt unser VEA-Erdgaspreisvergleich einen erheblichen Teil des deutschen Gasnetzes ab. Die Reihenfolge im Vergleich basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle.

Die in der Tabelle oberhalb genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die jeweilige Netznutzung inklusive Messung und Abrechnung, Gasbeschaffung und Strukturierung, die Konzessionsabgabe (KA), die Belastungen aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), die neue Gasspeicherumlage sowie eine am Markt übliche Marge für den Lieferanten. Lediglich die Erdgas- und Mehrwertsteuer sind vom Kunden zusätzlich zu entrichten. Nur aufgrund der Vielzahl der vom VEA beratenen Unternehmen und der damit verbundenen sehr großen Marktkenntnis ist es uns möglich, realistische Preisangaben zu publizieren.

Hintergrund zum VEA-Erdgaspreisvergleich
Der VEA hat seinen seit 1973 regelmäßig veröffentlichten Gaspreisvergleich aufgrund des veränderten Marktumfelds angepasst. Haben wir vor der Liberalisierung die Standardpreisregelungen der verschiedenen lokalen Versorger ausgewertet und die durchschnittlichen Gaspreise veröffentlicht, so publizieren wir heute für 15 definierte Abnahmefälle realistische Preisindikationen, wie sie vertragsfreie und wechselbereite Gasbezieher in den 50 vom VEA untersuchten Netzgebieten im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung am Markt einholen können. Grundlage für die genannten Preise sind Vollversorgungsverträge mit Vertragsbeginn 1. April 2026 und einer Laufzeit von zwölf Monaten, die im 1. Quartal 2026 abgeschlossen wurden.

VEA – Ihr Partner für sichere und wirtschaftliche Energiebeschaffung
Aufgrund des Irankrieges und den damit verbundenen Turbulenzen im Großhandel ist wieder eine Verunsicherung am Markt spürbar. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Gasversorger Lieferangebote für Sondervertragskunden anbieten. Mengen- und Preisrisiken geben Versorger weitestgehend an die Kunden weiter. Um auch in diesem sehr speziellen Marktumfeld den Herausforderungen gerecht zu werden, benötigen mittelständische Unternehmen professionelle Unterstützung. Der VEA empfiehlt allen Unternehmen, Alternativen zu den klassischen Festpreisverträgen und eine tranchierte Beschaffung zu prüfen. Dies ist auch für Kunden mit einem geringen Gasbedarf sehr leicht möglich. Mit dem Dienstleistungsangebot VEA-Aktiv bietet der VEA seit mehr als 15 Jahren allen Kunden die Option, ohne eigenen Aufwand von einer Tranchenbeschaffung zu partizipieren. Der VEA bündelt die Nachfrage von mehr als 1.200 Unternehmen mit einem Gesamtenergiebedarf von knapp 2 TWh und beschafft den jeweils benötigten Strom- und Gasbedarf der Unternehmen zu sehr attraktiven Konditionen. Für die Kunden sind dank kundenfreundlicher Vertragsgestaltung sowohl das Mengen- als auch das Preisrisiko minimiert.