
- Recht & Regulierung
Das Strom- und Energiesteuerrecht regelt das Besteuern von Strom und fossilen Energieerzeugnissen…
Der Energieeinkauf zu Tagespreisen an der Börse – sogenannte Spotverträge stecken dahinter – war bis 2021 bei Sondervertragskunden eher selten zu sehen. Mit steigender Volatilität am Markt nahm das Interesse am Einstieg in den Spotmarkt zu. Seinen Peak erreichte dieser Aufschwung im Jahr 2023. Egal ob Strom, Gas oder Heizöl – bedingt durch den Kriegsbeginn in der Ukraine gab es im Jahr 2022 Preisrekorde an den globalen Energiebörsen. Der Rückgang der Preise nahm am Spotmarkt eine viel größere Abwärts-Dynamik an, als am Terminmarkt. Der Terminmarkt zog nur zögerlich nach. Diese Konstellation verleitete viele Sondervertragskunden zum Einstieg am Spotmarkt.
„Bereits einzelne Betriebsstunden können bei Spotverträgen richtig teuer werden“
„In den letzten drei Jahren hat das sicherlich gut für Sondervertragskunden funktioniert. Trotzdem: Seither geht der Anteil an Spotmarktverträgen zurück. Besonders Großverbraucher bekommen zu spüren, dass Krisen und kurzfristige Peaks an der Energiebörse ihre eingesparten Energiekosten aus den Formaten binnen einzelner Stunden komplett verzehren“, sagt unser VEA-Abteilungsleiter Beschaffung, Clemens Schäfer und empfiehlt: „Solche Beispiele sprechen für Lieferverträge mit Terminmarktanteil. Dabei geht es um Festpreis-, Tranchen- und Portfolioverträge, bei denen Unternehmen zumindest Teilmengen langfristig – also bis zu drei Jahre im Voraus – am Terminmarkt fixieren.“
Beispiele dafür, die genau in dieses Raster fallen, sind unsere Lösungen VEA-Tranchenmanagement und unser VEA-Portfoliomanagement. Bei den beiden Dienstleistungen bleibt Ihr Unternehmen jederzeit handlungsfähig. Beim Spotvertrag haben Sondervertragskunden diese Flexibilität nicht. Schäfer blickt exemplarische auf die gegenwärtige Situation am Markt: „Seit dem Kriegsbeginn im Iran stiegen die Gaspreise an der Börse dramatisch. Beim Strom fiel der Anstieg bisher moderater aus. Die Gasrechnungen für März und April hat bei Unternehmern mit Spotmarktverträgen für ein Erschrecken gesorgt. Zwar ist die Entwicklung aktuell nicht ansatzweise vergleichbar mit dem Kriegsbeginn in der Ukraine, finanziell schmerzhaft wird sie dennoch. Wie es am Spotmarkt weiter geht, kann derzeit niemand voraussehen. Vieles wird von den weiteren Entwicklungen der geopolitischen Lage, insbesondere mit Blick auf den Iran abhängen. Kurzum: Sondervertragskunden mit Spotmarktverträgen haben gar keine Chance, derartige Risiken abzusichern.“
Was steckt hinter den Spotmarktverträgen?
Ein Spotmarktvertrag – auch bekannt als Spotmarkt-Tarif oder kurzfristige Beschaffung – ist für Großhandelskunden im Energiebereich ein Vertragsmodell, bei dem Strom oder Gas zu tagesaktuellen Börsenpreisen eingekauft wird. Im Gegensatz zu Festpreisverträgen, die langfristige Planungssicherheit bieten, sind Spotmarkt-Verträge durch hohe Mengenflexibilität, aber eben auch durch maximale Preisvolatilität gekennzeichnet. Die Preisbildung orientiert sich rein am tagesaktuellen Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage. Eine Option zum Absichern am Terminmarkt ist nicht vorhanden. Tranchen- und Portfolioverträge bieten dagegen die Option, beliebige Teilmengen am Terminmarkt abzusichern.
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