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Nach 30 Jahren geht es in den Ruhestand – Vorstand verkündet Abschied von VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke

Inhaltlich rückten bei den Grußworten sowie Fachvorträgen die fehlende Planungssicherheit für den Mittelstand seitens der Energiepolitik und die gegenwärtig volatilen Energiepreise in den Fokus. Unsere ordentliche VEA-Mitgliederversammlung samt Informationsforum gastierten Ende Juni im Sheraton Carlton Hotel in Nürnberg. Unser VEA-Vorstandsvorsitzender und geschäftsführender Gesellschafter der Ennex Solutions GmbH Dr. Lutz Petermann sagte während der Veranstaltung zur aktuellen Energiepolitik: „Der Industriestrompreis kommt. Aber nur für bestimmte Branchen, während andere Wirtschaftszweige leer ausgehen. Bei der Netzentgeltreform ist fraglich, ob und inwieweit der Mittelstand zukünftig an Entlastungen teilhaben kann. Aus unserer Sicht sind aber in allen Segmenten und Branchen Entlastungen notwendig, denn der Strompreis ist einer der entscheidenden Faktoren, wenn es um die Wettbewerbs- und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens geht. Auch beim Bürokratieabbau muss noch viel geschehen, damit sich die mittelständischen Unternehmen auf ihr eigentliches Unternehmertum, auf ihre Produkte und Dienstleistungen konzentrieren und sich zugleich der Transformation hin zur Klimafreundlichkeit widmen können. Aber der Status Quo zeigt leider, dass entgegen aller guten Vorsätze die bürokratischen Anforderungen weiter anwachsen.“

Kapitel startete am 1. Oktober 1996 und endet zum Jahreswechsel
„Herr Dr. Volker Stuke hat den VEA zu dem entwickelt, was er heute ist. In seiner Zeit hat er die Vorlagen der für den Mittelstand herausfordernden Energiepolitik angenommen und verwandelt. Dabei hat er den Bundesverband permanent verändert und weiterentwickelt. In dieser Zeit wuchs der VEA von knapp 40 Mitarbeitenden auf mehr als 160 Mitarbeitende an“, würdigte Dr. Petermann das Schaffen unseres VEA-Hauptgeschäftsführers und fügte während der ordentlichen Mitgliederversammlung an: „Unter Dr. Stuke wuchsen wir in 30 Jahren von einem Rechnungsprüfungsverein zu Deutschlands Energiedienstleister Nr. 1 an. Ihm und seiner Ehefrau wünschen wir alles erdenklich Gute.“

Unser VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke bedankt sich für die langjährige sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit und sagt: „Die Energiepolitik wird auch in Zukunft herausfordernd für unseren Mittelstand bleiben. Wenn es den VEA nicht geben würde, müsste man ihn erfinden.“

VEA-Hauptgeschäftsführer präsentierte die historische Entwicklung unseres Bundesverbandes
„Bis zur Energiemarkt-Liberalisierung Ende der 1990er stand bei uns die Rechnungsprüfung im Vordergrund. Teilweise hatten die Unternehmen damals bis zu zehn Ansprechpersonen bei uns im Haus. Heute hat jedes VEA-Mitglied eine individuelle Beraterin oder einen individuellen Berater. Auf diese Weise können wir heute viel zielorientierter auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder eingehen. Auch, weil wir seither unsere Datengrundlage intern sehr detailliert weiterentwickelt haben. Unsere Beratungsleistungen reichen von der Beschaffung über die Fördermittelberatung bis hin zum Einführen eines Managementsystems“, so VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke während seines Rechenschaftsberichtes.

Die Veranstaltung, um die ordentliche Mitgliederversammlung herum, mit einer breiten Anzahl von Fachvorträgen hat unsere VEA-Hauptstadtbüroleiterin Eva Schreiner moderiert.

Dr. Heiko Lohmann gab Einblick in den aktuellen Energiemarkt
Besonders unterhaltsam zeigte sich Gasmarkt-Spezialist Dr. Heiko Lohmann. Er hat dem Publikum aufgezeigt, wie sich der gegenwärtige Konflikt im Nahen Osten bereits heute und auch mittelfristig auf den Energiehandel auswirkt. Er befürchtet, dass die Gaspreise in diesem Sommer hoch bleiben und ab August die Nervosität steigt, was das Befüllen der hiesigen Gasspeicher betrifft.

Schaute auf die Zukunft der Netzentgelte – Andreas Jahn von der Agora Energiewende
Der Ausbau der erneuerbaren Energie in Deutschland liegt über den seitens der Politik gesteckten Zielwerte und der Anteil des grünen Stroms im Netz steigt. Senior Associate at the Regulatory Assistence Project Andreas Jahn von der Agora Energiewende sieht darin das Problem: Die Stromnetze, die die Energie vom Erzeuger zum Verbraucher bringen sollen, wachsen nicht im selben Maße. Das ist ein Problem für die Unternehmen, deren Solarkraftwerke und Windräder abgeregelt werden. Denn mit jedem abgeregelten Windrad steigen die Netzentgelte und damit auch der Strompreis. Auch gab er Einblicke in die künftige Entwicklung der Netzentgeltsystematik.

Neues aus unserer energiepolitischen Vertretung in Berlin
Einen Rundumblick zu den wichtigsten energiepolitischen Themen gab es von Eva Schreiner. Sie berichtete über die aktuellsten Entwicklungen aus Berlin. Unter anderem ging es um die Netzentgeltreform der Bundesnetzagentur (BNetzA), das Thema Kundenanlage und die BEHG-Carbon-Leakage-Verordnung (BECV).

Darum empfiehlt Nehrkorn, Batteriespeicherprojekte in kleinen Schritten anzugehen
VEA-Abteilungsleiter Steuern und Regulatorisches, Maximilian Nehrkorn, stellte gemeinsam mit VEA-Energieeffizienz-Projektleiter Stefan Hönniger verschiedene Flexibilisierungsstrategien für den Mittelstand vor. Dabei gingen sie auf den Industriestrompreis (ISP), den neuen „VEA-Batterie-Quickcheck“ sowie unsere Unterstützung bei der Projektierung von Batteriespeichern ein. Zusammen zeigten sie dabei auf, dass wir für den Mittelstand Partner bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung, Planung bis zur Projektierung und Integration von Batteriespeichern sein können.

Vorabendprogramm mit Eisenbahngeschichte als Kulisse
Beim diesjährigen Vorabendprogramm zu unserer Mitgliederversammlung gab es nach den Grußworten durch unseren VEA-Geschäftsführer Christian Otto eine Führung durch das Deutsche-Bahn-Museum in Nürnberg. Das Event klang mit einem gemeinsamen Essen zwischen historischen Zügen aus über 100 Jahren Eisenbahngeschichte aus, bei dem das Netzwerken im Vordergrund stand.