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Fit for 55 = Fit for Mittelstand?

Die Europäische Kommission hat unter dem Titel „Fit for 55“ ein großes – vielleicht das größte – Regelungspaket zum Klimaschutz überhaupt vorgestellt.

Der Titel bezieht sich auf das Ziel, den Treibhausgasausstoß der EU bis 2030 um 55 Prozent zu verringern und damit die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 sicher zu stellen. Die wichtigsten Rollen sollen dabei die CO2 Bepreisung auf der einen Seite und die Förderung von Innovationen auf der anderen Seite spielen. Das bestehende Europäische Emissionshandelssystem (ETS) soll erweitert und verschärft werden Der Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix soll bis 2030 auf 40 Prozent des Endverbrauchs erhöht werden. Bislang lag dieses Ziel bei 32 Prozent. Die Mitgliedstaaten sollen dazu ab 2026 rechtsverbindliche Ziele festlegen.

Aber: Nicht nur die Mitgliedsstaaten, sondern auch das Europäische Parlament müssen vielen der Maßnahmen noch zustimmen.

Eva Schreiner, Leiterin des Hauptstadtbüros des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA), ordnet ein:

„Eine der wichtigsten Fragen bei den vielen Regelungsvorschlägen ist, ob diese in sich konsistent sind und wie diese mit den bereits bestehenden nationalen Regeln zusammenwirken. Für viele Mittelstandsunternehmen wird die größte Herausforderung sein, ihre energieintensiven Prozesse nicht nur klimaneutral umzustellen, sondern dabei auch wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Ob das Regelungspaket an dieser Stelle hält, was es verspricht, werden wir für Sie auswerten und Sie auf dem Laufenden halten.