Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat Anfang Mai einen Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz veröffentlicht. Das Gesetz war bislang als Gebäudeenergiegesetz (GEG) beziehungsweise „Heizungsgesetz“ bekannt.
In unserer Stellungnahme kritisieren wir insbesondere die im Gesetzentwurf vorgesehenen Primärenergiefaktoren (PEF) für den Bezug von Netzstrom. Mit einem angesetzten PEF von 1,5 liegt der Wert deutlich über den Ergebnissen mehrerer aktueller Studien, die zuletzt sogar Faktoren von unter 1,0 ermittelt haben (HEA 2025).
Angesichts des steigenden Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung, der 2025 bereits 56 Prozent des Strommixes ausmachte, sinken sowohl die CO₂-Emissionen als auch der Bedarf an fossiler Primärenergie kontinuierlich.
Ein überbewerteter Primärenergiefaktor von 1,5 wirkt kontraproduktiv: Elektrifizierte und hocheffiziente Lösungen werden bilanziell benachteiligt, wodurch Investitionsanreize für Elektrifizierung und Dekarbonisierung geschwächt werden.
Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden.

Quelle: pexels
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