• Der VEA unterstützt die IABG bei der Energieeffizienz
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INDUSTRIEANLAGEN-BETRIEBSGESELLSCHAFT MBH (IABG)

Im Energieeffizienz-Netzwerk zum Erfolg

Bevor ein Satellit im Orbit Erde, Sonne oder andere Planeten umkreist, muss er einen dröhnenden Start verkraften. Lärmpegel und Vibrationen wirken so stark auf den Flugkörper ein, dass er Schaden nehmen kann. Die komplette Mission - meist zur Erfüllung wissenschaftlicher, kommerzieller oder militärischer Zwecke - wäre gefährdet. Um den Sonnen- oder Planetenbegleiter auf seinen Einsatz vorzubereiten, kommt er bei der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) in Ottobrunn bei München auf den Prüfstand.

Joachim Nowack jongliert mitden ganz großen Zahlen: Der Leiter Gebäudemanagement der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft(IABG) hat eine Gebäudenutzfläche so groß wie zehn Fußballfelder im Blick. Auf seinen 70.000 qm befindet sich unter anderem das IABG-Raumfahrttestzentrum mit Schalllabor. Die drei Kompressoren, die dort einen Schalldruck erzeugen, simulieren den Lärm eines Raketenstarts. Experten erkennen so, ob der Satelliten-Prototyp dem bevorstehenden Start standhält. "Ein solcher Test, bei dem etwa Antennen oder Elektronikeinheiten geprüft werden, dauert zwar nur 10 bis 15 Minuten, bedeutet für uns allerdings einen enormen Energieverbrauch", sagt Nowack. Mit etwa 1.500 kW laufen die Kompressoren in den 200 qm großen Reinräumen, in denen zusätzlich eine Lüftungsanlage für allzeit konstante Temperatur und Feuchte sorgt. 20.000 MWh Energie, davon knapp 15.000 MWh Strom, verbraucht die IABG am Standort Ottobrunn pro Jahr.

"Ein Satellit wird solange geprüft, bis er den Test besteht. Danach - und vor allem nach unseren Kunden - richten wir uns. Deshalb können wir auch keine Rücksicht auf Hochlastzeitfenster im Energiebereich nehmen, um Kosten zu sparen", sagt er. In seinen zwölf Jahren als Verantwortlicher für das Gebäudemanagement ist er stets auf der Suche nach Stellschrauben. Kurz nachdem er begann, für die IABG zu arbeiten, wurde das Unternehmen Mitglied im VEA, der fortan Energieverträge prüfte. 2010 etwa hat Nowack ein internes Energiemanagementsystem eingeführt und damit zwei Trafos im Wert von 50.000 Euro eingespart. Fünf Jahre später ist die IABG dem ersten REGIonalen Netzwerk für EnergieEffizienz des VEA, dem REGINEE München I, beigetreten.

NETZWERKARBEIT IST EIN GROSSER GEWINN

Neben der IABG haben sich acht weitere Unternehmen im Münchner Umkreis organisiert, um einem zu hohen Energieverbrauch gegenzusteuern. Initiiert vom VEA hilft ein solches Netzwerk Betrieben dabei, sich zu Themen rund um Energiesparen und Klimaschutz auszutauschen. "Wir Technische Leiter haben in der Regel sehr ähnliche Probleme, dabei ist die Branche nicht entscheidend", erklärt Nowack. "Die Netzwerkarbeit bedeutet für uns Erfahrungsaustausch: Das ist entweder eine Bestätigung im Sein oder ein wertvoller Hinweis, wie man es besser machen kann." Für Joachim Nowack ist die Netzwerkarbeit ein großer Gewinn. Dreimal im Jahr treffen sich die REGINEE Unternehmen zu Betriebsrundgängen und Vorträgen."Dabei werden die VEA-Experten und ausgesuchte vortragende Firmen für die verschiedenen Themen von den Teilnehmern ins Kreuzverhör genommen, etwa zum Thema Blockheizkraftwerk." Auch die IABG hat geprüft, ob ein solches BHKW zur Ergänzung der eigenen Energieversorgung sinnvoll ist. "Alle Aspekte zu beachten, ist schwierig, vor allem für rechtliche Zusammenhänge ist Expertenwissen notwendig."

ENERGIEAUDIT BRINGT KLARHEIT

Den Anstoß für solche Überlegungen bieten meist Energieaudits. Nach REGINEE-Beitritt führt der VEA diese bei den teilnehmenden Unternehmen durch. "Erst dadurch kennen wir unsere genauen Verbräuche und wissen,welche Effizienzmaßnahmen uns helfen könnten", sagt er. Durch Austausch der Quecksilberdampf-Beleuchtung durch LED-Lampen in großen Hallen etwa konnten rund 50.000 Euro Energiekosten eingespart werden: pro Jahr! Ergebnisse wie diese muss sich aber auch Joachim Nowack ständig vor Augen halten. "Bei einem vollen Schreibtisch vergisst man schnell den Stellenwert von Energiethemen im Arbeitsalltag. Aber auf unsere Einsparungen sind wir stolz und das macht es wieder wett." Mit großen Zahlen jongliert Joachim Nowack gern.

Bildmaterial: © Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft MBH (IABG)

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