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Fernwärme im Osten nach wie vor teurer als im Westen

Hannover, 18.01.2016. In den neuen Bundesländern ist das Preisniveau bei Fernwärme immer noch deutlich höher als in den alten Bundesländern. Laut des aktuellen Fernwärmepreisvergleichs des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) zahlen mittelständische Unternehmen im Osten der Bundesrepublik im Schnitt 17,1 Prozent mehr als jene im Westen. Positive Nachrichten sind dennoch zu verzeichnen: In den neuen Bundesländern sank der Preis innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 3,3 Prozent. Im Westen ging er im Schnitt um 2,7 Prozent zurück. Die Preisentwicklungen bei den einzelnen Versorgungsunternehmen zeigen zum Teil erhebliche Unterschiede.

·      Preisentwicklung sowohl im Osten als auch im Westen leicht rückläufig
·      Zum Teil gravierende Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versorgern

 „Die Zahlen des aktuellen VEA-Fernwärmepreisvergleichs zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, laufende Verträge mit Fernwärmeversorgern zu überprüfen und zu optimieren“, merkt VEA-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Stuke an. „Da die Durchschnitts-Wärmepreise in der Regel stark von der Benutzungsdauer abhängen, empfiehlt es sich, die tatsächliche Höhe der benötigten Wärmeleistung zu überprüfen und eine Korrektur der Wärmebedarfs-Berechnung vorzunehmen.“

Obwohl das Fernwärme-Preisniveau deutschlandweit rückläufig ist, bestehen teilweise stark unterschiedliche Preisentwicklungen im Vergleich der einzelnen Versorger. Je nach Benutzungsdauer ergeben sich Preisunterschiede von bis zu 64 Prozent. In den alten Bundesländern sind infra fürth GmbH, die Stadtwerke Pforzheim und Rhönenergie Fulda die teuersten Anbieter, während Fernwärme bei den Stadtwerken Bielefeld, den Hertener Stadtwerken und den Stadtwerken Kiel am günstigsten ist. Die preisintensivsten Versorger in den neuen Bundesländern sind die Stadtwerke Frankfurt/Oder, die Stadtwerke Görlitz und die Stadtwerke Jena-Pößneck. Die günstigste Fernwärme erhält man bei Vattenfall Europe Wärme in Berlin, den Stadtwerken Rostock und den Städtischen Werken Magdeburg.

Seit 1978 veröffentlicht der VEA einmal jährlich den Fernwärmepreisvergleich, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Fernwärmemarkt zu informieren. Er umfasst für die alten Bundesländer 66 Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) mit insgesamt 68 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundesländer 24 FVU mit 24 Netzen. Damit sind am Fernwärme-Preisvergleich 90 FVU mit insgesamt 92 Netzen beteiligt, wodurch die Studie einen hohen Grad an Repräsentativität erreicht. 

Weitere Informationen zum aktuellen VEA-Preisvergleich stellen wir Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung.

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