Pressemitteilung Montag, 8. Februar 2010 Strompreise senken mit Erträgen aus verlängerten AKW-LaufzeitenPreisvorteile für alle Energie-VerbraucherHannover – Die schwarz-gelbe Regierungskoalition erwägt, die Restlaufzeiten der deutschen Atomkraftwerke (AKW) zu verlängern. Den AKW-Betreibern sollen durch diese Entscheidung 66 bis 84 Milliarden Euro zusätzliche Erträge entstehen. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) begrüßt diese längst überfällige Entscheidung der Bundesregierung. „Die Gewinne der Betreiber aus den verlängerten Restlaufzeiten müssen direkt und ohne Umwege an alle Industrie- und Privatkunden weitergegeben werden“, fordert Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. „Wir müssen verhindern, dass besondere Preisvorteile nur bei Großverbrauchern der Industrie ankommen, wie jüngst vom Branchenverband VIK gefordert.“ Nachteile der deutschen Wirtschaft mildern
Die gesamte deutsche Wirtschaft leidet bei den Strompreisen unter einem Standortnachteil. In Frankreich, Skandinavien oder Spanien können die Strompreise um die Hälfte niedriger ausfallen als in Deutschland. Das spüren besonders die mittelständischen Unternehmen als Zulieferbetriebe im harten internationalen Konkurrenzkampf. „Gerade der Mittelstand braucht jetzt schnell eine finanzielle Entlastung, um diesen Standortnachteil zu mildern “, so Panitz weiter. Längere Restlaufzeiten sparen Kohlendioxid Um 10 Jahre verlängerte Restlaufzeiten bei allen sicheren AKW könnten 1,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid einsparen, verkündete Bayerns Umweltminister Markus Söder. „Ohne verlängerte Nutzung des Atomstroms wären die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung dagegen keinesfalls zu erreichen“, erklärt Manfred Panitz.
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